Frankfurter Rundschau: Das Wunder von Prilep
Mai 20th, 2009 | Published in Brauchtum & Tradition, Medien & Presse, Religion | 1 Comment
Roma in Mazedonien
Das Feenwunder von Prilep
In der Frankfurter Rundschau schildert Norbert Mappes-Niediek seinen Besuch bei einem religiösen Fest der Roma im mazedonischen Prilep, bei dem die Schranken zwischen den Religionen plötzlich aufgehoben scheinen. Elemente aus Islam, Christentum und Naturreligionen verbinden sich zwanglos: „So viel Ökumene auf einmal“, schreibt der Autor, „muss man auf der Welt lange suchen“. Wir bringen im Folgenden einige Auszüge, den vollständigen Artikel finden Sie hier.
(…) Einmal im Jahr, am Mittag des 5. Mai, packen die jungen Roma von Prilep in Mazedonien ihre Taschen, nehmen Decken mit, stecken sich einen Revolver in den Hosenbund, schnappen sich ein Schaf oder einen Esel, beladen mit Feuerholz, sammeln sich auf der Schotterstraße zum Weiler Dabnica und wandern gut gelaunt in die Berge. Rund 150 sind es diesmal. Über einen schmalen Pfad steigen sie auf den Samovilec, den Hausberg der Stadt. Es ist ein fröhlicher, aber auch ein frommer Ausflug. Denn in der Nacht zum 6. Mai erscheinen dort drei Feen und spenden den Pilgern das heilige Wasser. (…)
Etwas Zauberhaftes hat das Mysterium vom Samovilec auch für Ungläubige. Vielleicht ist das das eigentliche Wunder: Dass hier, bei den Roma von Prilep, Islam, Christentum und Mythen aus alten Naturreligionen aufeinandertreffen – ohne dass es kracht. Nach allem, was man über den Balkan zu wissen meint, müsste es hier, im einsamen Bergland von Mazedonien, eigentlich zum berüchtigten „Zusammenprall der Kulturen“ kommen. Aber der findet nicht statt. Was hier einander begegnet, verschmilzt vielmehr. (…) Die Feen entstammen dem balkanischen Volksglauben, erklärt Indiran. Zwei der Feen entsprängen den Legenden der orthodoxen Kirchen in der Umgebung: Die eine bewacht das Kloster Treskavec, hoch auf einem Felsen gelegen, die andere das Kirchlein der Heiligen Gottesgebärerin. Die dritte Fee jedoch, sagt Indiran, ist „unbekannt“ – eine Leerstelle für alle, die einen anderen Glauben einbringen wollen.
Die Roma von Prilep sind offiziell Muslime. Die Feen stört das nicht. Und auf den Samovilec pilgern die Roma alljährlich am Tag eines christlichen Heiligen: dem Georgstag, den die orthodoxe Welt am 6. Mai feiert
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. In diesem Jahr ist der islamische Geistliche Iso, der Hodscha, mit auf den Berg gekommen. (…) Er halte zwar eine gewisse Distanz zu dem mal heidnisch, mal christlich erklärten Wunder auf dem Samovilec. Dennoch hat er pflichtgemäß die Gebete gesprochen, als Zeremonienmeister Nuri Uzeroski und seine Verwandten am Nachmittag oben beim Heiligtum die Opferschafe geschlachtet haben. (…) „In Wirklichkeit“ sei der Georgstag bloß der Anlass für den Herdelezi, das große Frühlingsfest, wie die Roma es überall auf dem Balkan begehen. Aber Wirklichkeiten gibt es viele.
Manche bringen das Fest mit dem Propheten Elias und mit El-Khadr zusammen, dem sagenhaften „Grünen” aus der türkischen und arabischen Volksmythologie. (…) Iso hat noch eine andere Deutung. El-Khadr oder „der Grüne“, erläutert der Hodscha, ist eigentlich Buddha – und erzählt die klassische buddhistische Geschichte vom Königssohn, der sieben Jahre unter einem Baum sitzt und lauter grüne Gräser und Blumen hinterlässt, als er endlich aufsteht. Der jüdische Elias und die Feen, der christliche Sankt Georg und Buddha – so viel Ökumene auf einmal muss man auf der Welt lange suchen.
Zum ersten Mal hat das Wunder vom Samovilec sich vor mehr als 200 Jahren ereignet, berichtet Nuri, der Hüter des heiligen Wassers, nach einem Schläfchen in einer der Blechhütten, die für die Wundernacht hier aufgebaut wurden. „Da ist meinem Ururgroßvater im Traum der Erzengel Gabriel erschienen und hat ihm die Stelle gewiesen.“ Wann genau das war, weiß er nicht. Aufzeichnungen gibt es keine. (…)
Erschienen in der Frankfurter Rundschau am 19.5.2009.

April 21st, 2010 at 09:02 (#)
[...] das gleiche Entsetzen“, schreibt der Balkanexperte und Publizist Norbert Mappes-Niediek (siehe dROMa-Blog) im „Kölner Stadt-Anzeiger“ und geht mit der Abschiebepolitik der deutschen Regierung (mehr [...]