Janez Janšas „Slovene National Theatre“

Mai 2nd, 2009  |  Published in Film & Theater, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen  |  1 Comment

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1.5.2009, 20:00 & 2.5.2009, 20:30 Uhr

Slovene National Theatre (Foto: Andrea Marc)Theater in Wien: Janez Janša gastierte mit seiner Theater-Performance „Slovene National Theatre“ im Theater Brut in Wien. Das Stück erzählt die wahre Geschichte einer Roma-Familie, die per Gesetz im Jahr 2006 aus ihrem Heimatdorf verjagt wurde. Es sei das erste Mal gewesen, dass Hasstiraden und Rassismus in Slowenien so öffentlich gezeigt wurden, erklärte Janez Janša. Das Stück basiert laut dem slowenischen Regisseur auf Dokumenten und Aufnahmen aus den Medienarchiven. Die Reaktionen des Publikums seien oft dementsprechend dominiert von zwei Gefühlen: Irritation und Scham, so der slowenische Regisseur Janez Janša im Interview über seine Aufführung in Wien.

„Roma in Bewegung“: Die Roma und Sinti nicht nur auf die Opferrolle zu reduzieren, sondern auch zu zeigen, was diese Volksgruppe leisten könne, sei ihr besonders wichtig gewesen, betont Ursula Glaeser, Kuratorin der Ausstellung „Roma in Bewegung“. Die Ausstellung zur Geschichte, aktuellen Lebenssituation und vielfältigen Kultur der Roma in Europa wurde letzten Freitag erfolgreich mit über 100 Besuchern eröffnet.

Die Ausstellung war bereits Teil des Roma-Kulturfestivals „ROMALE08!“ im vergangenen Herbst in Graz. Ihre zweite Station nimmt die Ausstellung „Roma in Bewegung“ in der Roma:Lounge von Direkthilfe:Roma in Wien. Andrea Härle, Geschäftsführerin des Romano Centro, half, die Ausstellung nach Wien zu bringen. Die Ausstellung zeige einen ausgewogenen Mix von sinnvoller Information und angenehmer Präsentation, so Härle. Das Romano Centro bietet bis zum Ende von „Roma in Bewegung“ auch Führungen für Schulklassen an (Anmeldung: 01/749 63 36: Mo – Fr von 11 bis 14 Uhr).

im Rahmen der Ausstellung, die es noch bis zum 23. Mai zu besichtigen gibt, finden auch Lesungen, Konzerte und Diskussionen statt. Auch Ilija Jovanović, Obmann des Romano Centro, wird aus seinen Werken lesen, die er mittlerweile ausschließlich in Romanes schreibt. Die Ausstellung gefalle ihm deshalb so gut, weil sie sehr eindrucksvoll das Leid, aber auch den Überlebenswillen der Roma in ihrer langen Geschichte zeige, so Jovanović.

Roma in Bewegung @ Roma:Lounge
Eine Kooperation der Akademie Graz, Direkthilfe:Roma, des Romano Centro und des Vereins Roma-Service
Noch bis zum 23. Mai 2009
1160 Wien, Neulerchenfelder Straße 83

Gilda Horvath, ORF Volksgruppenredaktion
volksgruppen.orf.at

Responses

  1. Ursula Glaeser says:

    Mai 4th, 2009 at 19:39 (#)

    und übrigens … dank an roman urbaner, michael teichmann und christine wassermann für ihre direkte, emmerich gärtner-horvath und den roma, die bereit waren, über ihr leben zu sprechen, für ihre indirekte mitarbeit an der ausstellung ‘roma in bewegung’!!