Kemeten: „Eine Beleidigung für die Toten“

November 29th, 2010  |  Published in Geschichte & Gedenken, Politik, Radio & TV

Radijo Roma samRoma sam
Radio Burgenland: 29.11.2010, 20:50 orenge/Uhr (on demand)

Amtsrat Koller und Bgm. Nussgraber mit den Entwürfen der GedenkskulpturO Rudolf Sarközi, schero le Kulturakere Farajnistar le Austritike Romendar, na patra anglo muj peske lel. Oda, so Kemetate kerdo ol, dschungalo le valami 200 Romenge hi, save ando haburi ledschim taj murdarde ule. Pal duge berschengere diskusiji presentirnde o biro Johann Nussgraber taj o Sarközi angle schtar berscha jek kompromisjakero phutripe. Anglo gemajndakero kher Kemetate jek srastuni skulptura upre tertschardi te ol. Aja koja nan te kerel, i gondolipeskeri skulptura Kemetate le dschenendar na afka loke aun lim ol sar lo te ovlahi. Anglo mikrofon ham o biro nischta te phenel kamla. Le SPÖ-akere birostar Nussgraber o Sarközi manuschon aun hohado ulo.

Rudolf Sarközi, Obmann des Kulturvereins österreichischer Roma, nimmt kein Blatt vor den Mund: Das, was in Kemeten (Bez. Oberwart/Burgenland) passiert, sei eine Beleidigung der rund 200 Roma, die von den Nationalsozialisten aus Kemeten vertrieben und ermordet wurden (siehe auch: dROMa-Blog). Nach jahrelangen Diskussionen präsentierten SPÖ-Bürgermeister Johann Nussgraber und Sarközi vor genau vier Jahren eine Kompromisslösung: Vor dem Gemeindeamt in Kemeten sollte eine Stahlskulptur aufgestellt werden. Doch bis heute heißt es, die Sache sei zu heikel, ein Denkmal in Kemeten immer noch heftig umstritten. Vor dem Mikrofon wollte der Bürgermeister keine Stellungnahme abgeben. Von Johann Nussgraber ist Sarközi menschlich zutiefst enttäuscht.  (volksgruppen.orf.at)

Siehe dazu auch: Gedenktafelprojekt des Vereins Roma-Service

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