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Broschüre „Versäumte Erinnerung?“ vorgestellt

März 14th, 2026  |  Published in Geschichte & Gedenken, Literatur & Bücher

Deckblatt der Broschüre "Versäumte Erinnerung" (Intitaitive Antifaschistisches Gedenken)Initiative Antifaschistisches Gedenken prä­sen­tiert ihre Bro­schüre: „Ver­säumte Er­inne­rung? Rechts­extre­mer Bom­ben­terror 1993–1996“

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Die Initiative Antifaschistisches Gedenken arbeitet zum rechts­extre­men Bomben­terror der 90er Jahren, der in erster Linie gegen Minder­heiten­an­ge­hörige, von Rassismus Be­trof­fene und ihre Unter­stützer*in­nen gerich­tet war. 25 Brief­bomben wurden zwi­schen 1993 und 1996 versendet, drei Rohr­bomben wurden gelegt. Vier Men­schen wurden ermordet, 15 Per­sonen – teils schwer – verletzt.

Seit Entstehung der Initiative im Jahr 2023 setzt sie sich mit der (fehlenden) Erinne­rung an den rechts­extre­men Bombenterror der Neun­ziger­jahre in Österreich aus­einander und damit, warum dieses Thema gesell­schaftlich quasi nicht ver­handelt wird. Sie hat sich mit dem Ziel ge­gründet, einen Beitrag zu den Be­mühun­gen zu leisten, diese Lücke im öster­reichi­schen Bewusst­sein zu schließen.

Unter der Leitfrage „Wie kann und soll eine antifaschistische und solida­rische Gedenk­praxis aus­sehen?“ hat die Initiative Anti­faschis­tisches Gedenken in den letzten zwei Jahren mit Betrof­fenen, (Min­der­heiten-)An­gehö­rigen, Wis­sen­schaft­ler*in­nen und Akti­vist*in­nen gespro­chen und dis­kutiert. Ein erstes Ergebnis dieser Arbeit hat sie nun in der von ihr heraus­ge­gebe­nen Broschüre „Versäumte Erinne­rung?“ prä­sentiert.

Die Neuerscheinung wurde am 5. März in den Räumlichkeiten des Klubs Sloweni­scher Stu­dent*in­nen in Wien vor­gestellt – unter anderem mit einer Lesung und einem Ge­spräch von und mit Manuela Horvath, Leiterin der Roma-Pastoral in Oberwart und Organi­satorin der jähr­lichen Gedenk­ver­anstal­tung an das Bomben-Attentat im Jahr 1995, bei dem vier Roma (Erwin Horvath, Karl Horvath, Peter Sarközi und Josef Simon) ermordet wurden. Es werden wei­tere Termine folgen, unter ande­rem im April in Oberwart.

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