Archive for Mai 13th, 2012

Steiermark: Porajmos-Mahnmal in Weiz

Mai 13th, 2012  |  Published in Allgemeines

Mahnmal in Weizberg (Foto: volksgruppen.orf.at)Sinnbild für Deportation und Genozid

Am Sonntag, dem 6. Mai 2012, wurde in der oststeirischen Stadt Weiz neben der Wallfahrtskirche am Weizberg das von der Stadtgemeinde und Pfarre realisierte Roma-Mahnmal „Porajmos“ feierlich eröffnet. Der Begriff „Porajmos“ bedeutet in der Sprache der Roma und Sinti „das Verschlingen“ und bezeichnet den nationalsozialistischen Völkermord an der als „Zigeuner“ verfolgte europäische Volksgruppe. Gestaltet wurde das Mahnmal von Walter Kratner. Es zeigt die zerbrochene Radachse eines Güterwaggons als Sinnbild für Deportation. Das Denkmal am Weizberg ist eine Geste an die Opfergeneration.

Nach den Ansprachen von Erwin Eggenreich, Bürgermeister der Stadt Weiz und Rudolf Sarközi, Vorsitzender des Volksgruppenbeirates der Roma und nach der Segnung der Gedenkstätte durch Dechant Franz Lebenbauer wurde das Mahnmal enthüllt. Anschließend wurde am Gedenkort ein Kirschbaum zu Ehren der Holocaust-Überlebenden Ceija Stojka gepflanzt. Die Zeitzeugin, Schriftstellerin und Malerin gab den Denkanstoß für das Mahnmal.

(volksgruppen.orf.at)

„Heimat, fremde Heimat“: Das Wort „Zigeuner“

Mai 13th, 2012  |  Published in Kunst & Fotografie, Politik, Radio & TV, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht

Wir sind gegen das Wort ZigeunerLakis Jordanopoulos präsentiert in „Heimat, fremde Heimat“ heute Sonntag, den 13. Mai 2012, um 13.30 Uhr in ORF 2 u. a. folgende Beiträge:

Das Wort „Zigeuner“ Die Verwendung des Worts „Zigeuner” für die Volksgruppe der Roma und Sinti ruft hauptsächlich negative Assoziationen hervor. „In der deutschen Sprache vorhandene rassistische Begriffe wie ‘Zigeuner’, die Minderheiten oder andere Gruppierungen diskriminieren, müssen ausgelassen werden“, sagt Sprachwissenschafter Florian Menz von der Universität Wien. Der Großteil der betroffenen Volksgruppe lehnt die Fremdbezeichnung „Zigeuner“ ebenso ab und nennt sich Roma. Diese Meinung teilt auch der Musiker Harri Stojka, der vor kurzem eine Fotokampagne für einen respektvollen Umgang mit den Volksgruppenangehörigen initiierte. Zahlreiche Künstler und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens nahmen an den Fotosessions teil und ließen sich mit der Aufschrift „Ich bin gegen das Wort Zigeuner“ fotografieren. Bei einer Straßenbefragung wollte Mehmet Akbal wissen, warum sich die Bezeichnung „Zigeuner“ beharrlich im Sprachgebrauch hält.

Volksgruppengesetz 2012 Während in Kärnten Flashmobs organisiert werden, die Kärntner beider Landessprachen wenigstens zum gemeinsamen Singen bewegen sollen, stehen die Zeichen in Wien in Volksgruppenfragen auf Sturm. Vertreter aller autochthonen österreichischen Volksgruppen sprechen sich gegen die geplante Novelle des Volksgruppengesetzes aus. Weder das Schulwesen noch die Verbandsklage sei durch das Gesetz geregelt, beklagt Paul Rodt von den Wiener Tschechen. Josef Buranic von den burgenländischen Kroaten fühlt sich hinters Licht geführt. Man sei nun zwei Jahre in Arbeitsgruppen gesessen und habe an einem Gesetz gefeilt, das jetzt nur eine schlechte Kopie des alten sei. Read the rest of this entry »