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Roma-Gedenktafel in Łódź enthüllt

Januar 24th, 2012  |  Published in Geschichte & Gedenken


Enthüllung der GedenktafelAnlässlich des 70. Jahrestages der Liquidierung des „Zigeuner-Ghettos“ in der polnischen Stadt Łódź wurde am 12. Jänner 2012 an der Mauer des jüdischen Friedhofs Łódź eine Gedenktafel in Erinnerung der von den Nationalsozialisten ermordeten österreichischen Roma und Sinti (Infotext: Die Łódź-Deportationen 1941) enthüllt:

Auf diesem Friedhof ruhen über 700 Zigeuner (Sinti und Roma) aus dem Burgenland, die durch die Nazibehörden des III. Reiches im Herbst 1941 hierher deportiert wurden und im Zigeunerlager Litzmannstadt an Hunger, Krankheit und Erschöpfung starben. Die übrigen 4.300 wurden ins Lager in Kulmhof am Ner deportiert und dort im Jänner 1942 umgebracht.

Die Enthüllung nahmen Hanna Zdanowska, Bürgermeisterin von Łódź, Herbert Krauss, österreichischer Botschafter in Polen, Oberrabbiner Symcha Keller und Prof. Rudolf Sarközi, Vorsitzender des Volksgruppenbeirates der österreichischen Roma, vor

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. Sarközi wies in seiner Ansprache auf die schlechten Lebensbedingungen der Roma in Südosteuropa sowie auf Verfolgung und Übergriffe mit tödlichem Ausgang hin: „Juden und Roma sind wieder zu Feindbildern geworden. Die Politik muss auf die Neonazi-Fremdenfeindlichkeit und Rassismus reagieren.“ Er forderte die EU und ihre Mitgliedsländer auf, gegebenenfalls auch mit Sanktionen vorzugehen. Weitere Gedenkteilnehmer waren Stella Avallone von der österreichischen Botschaft, Szczepan Miłosz, österreichischer Honorarkonsul, Hannes Schwantner vom „Verein Niemals Vergessen“, der Historiker Gerhard Baumgartner, Adam Bartosz, Direktor des Regionalmuseums in Tarnów, Joanna Podolska-Plocka vom Dialogzentrum „Marek Edelmann“ und ihre Mitarbeiter sowie eine Gruppe polnischer Studenten.

Die offizielle Gedenkfeier, vorbereitet und organisiert von der österreichischen Botschaft in Polen und dem Marek-Edelmann-Dialog-Zentrum, begann vor dem Gebäude der „Alten Schmiede“ im ehemaligen „Zigeuner-Ghetto“. In Chełmno (Kulhmof), wo sich die Gaswägen und das Krematorium befanden, fand der Gedenktag mit einer Kranzniederlegung und dem Anzünden von Kerzen einen bewegenden Ausklang.

(volksgruppen.orf.at)

Gedenktafel auf dem jüdischen Friedhof in Lodz, 2012

Gedenktafel im Ghetto Litzmannstadt, enthüllt 2004

Infotext: Die Łódź-Deportationen 1941

Januar 24th, 2012  |  Published in Geschichte & Gedenken

"Zigeunerghetto" (Foto: www.sintiundroma.de)Die größte Deportation österreichischer Roma und Sinti wurde zwi­schen dem 4. und 8. Novem­ber 1941 durch­geführt. An­geord­net wurde sie am 1. Okto­ber 1941 durch Heinrich Himmler, der nahe­zu aus­schließ­lich Burgen­land-Roma für die Depor­ta­tion nach Łódź (Ghetto Litz­mann­stadt) vorsah: 1188 Frauen, 1130 Män­ner und 2689 Kinder, ins­ge­samt 5007 Per­sonen.

Rund 2000 „Zigeunerinnen“ und „Zigeuner“ wurden aus den im Lager Lackenbach (damals Gau Niederdonau) In­ter­nier­ten aus­ge­wählt, die übri­gen 3015 stamm­ten aus dem Gau Steiermark: 2011 da­von aus dem Bezirk Oberwart (deren Ab­trans­port er­folg­te aus dem Sammel­lager Pinkafeld), 1004 aus den rest­li­chen Gau­bezir­ken (Ab­trans­port aus dem Sam­mel­lager Fürstenfeld). Für die Selek­tion waren die je­wei­li­gen Landräte ver­ant­wort­lich.

Da die Anzahl der Deportierten von ursprüng­lich 7000 auf 5000 redu­ziert wurde, kam es zu einem regel­rechten Feilschen um die Kon­tingent­ver­tei­lung zwi­schen dem Gau Niederdonau und dem Gau Steiermark. Mit der De­por­ta­tion von über 60 Pro­zent der gesam­ten Roma­popu­la­tion kamen die stei­ri­schen National­sozia­lis­ten schließ­lich ihrem Ideal eines „zigeunerfreien“ Gaus einen be­deuten­den Schritt näher: Laut Kriminal­polizei­stelle Graz waren nach den Deportationen nach Łódź nur noch 1897 „Zigeuner“ im Gau Steier­mark registriert, davon ent­fielen auf die Land­kreise Oberwart 1289, Fürstenfeld 176, Feldbach 116, Hartberg 20 und Graz 26. Zudem waren noch 270 Män­ner in den ober­steiri­schen „Arbeitslagern“ ge­meldet.

Von den 5007 nach Łódź Deportierten hingegen überlebte kein einziger. Elf Personen star­ben bereits während des Transports, 613 kamen in den ersten Lager­wochen, groß­teils durch eine Fleckfieber­epidemie, ums Leben, die rest­li­chen 4383 „Zigeu­ner“ wurden ins Vernichtungs­lager Chełmno/Kulmhof über­stellt und im Jän­ner 1942 in Gaswägen er­mor­det:

Am Ende waren die in Łódź Festgehaltenen so aus­ge­hun­gert, krank und schwach, dass sie den Ver­ur­sa­chern dieses schreck­li­chen Zu­standes vol­lends als ‚Unter­menschen‘ galten, die im Gas zu er­sticken das ein­zig Mög­liche sei.
(Michael Zimmermann: Verfolgt, vertrieben, vernichtet, S. 47)

(Text: Roman Urbaner/Romane Thana)

Siehe auch: Infotext: Das Lager Lackenbach (1940-1945)