Radio: „Gipsy World – Music & More“
April 30th, 2010 | Published in Musik, Radio, Podcast & TV | 1 Comment
Radio Kaktus / WEBRADIO oe1campus
30.4.2010, 20:00 & 1.5., 20:30 & 3.5., 11:30 Uhr (on demand/mp3)
volksgruppen.orf.at: Vom 2. bis zum 8. April 2010 fand im Wiener Porgy & Bess das „Gipsy World Music Festival“ statt. Organisiert wurde das Festival vom Verein Gipsy-Radio in Kooperation mit Porgy & Bess und dem „Rites Institute“. Die aktuelle Ausgabe von Radio Kaktus bringt die musikalischen Highlights des Festivals, das dem Wiener Publikum eine breite Palette an renommierten Roma-Künstlern aus ganz Europa präsentierte:
Florin Niculescu Quartet (ROM/F)
Der aus Rumänien stammende und seit langem in Paris lebende Geigenvirtuose Florin Niculescu ist als klassischer Geiger ausgebildet. Bereits sehr populär (galt er doch als legitimer Nachfolger des großen Stéphane Grappelli) begann er seine Zusammenarbeit mit Biréli Lagrène, die bis heute andauert und auf etlichen ausgezeichneten Einspielungen dokumentiert ist. Daneben fungiert er auch als gefragter Sideman u.a. für Henri Salvador oder Charles Aznavour.
Angelo Debarre Trio (F)
Angelo Debarre fing im Alter von acht Jahren an Gitarre zu spielen. In der Manoush-Gesellschaft werden Traditionen mündlich bei Familientreffen und -festen überliefert, wobei die Musik eine sehr große Rolle spielt. Die Tradition des Gipsy Jazz, die von Django Reinhardt begründet wurde, ist das Herz dieser Kultur und Angelo Debarre stieg schnell zu einem Meister dieser Musik auf. Erst kürzlich hat Angelo Debarre das Album „Caprice“ – sein erstes Album als Bandleader – aufgenommen.
Diknu Schneeberger Trio (A)
Die Gipsy-Tradition hat schon so manches Wunderkind hervorgebracht – Biréli Lagrène etwa war dreizehn, als er die Bühnen dieser Welt eroberte. Das wäre für Diknu Schneeberger, Sohn des Gipsy-Bassisten Joschi Schneeberger, nicht möglich gewesen, denn er hat erst mit 14 angefangen, Gitarre zu spielen. Jetzt ist er 17, und wenn man die Debüt-CD „Rubina“ einlegt, staunt man einfach, wie gut der schon ist. Begonnen hat Diknu Schneeberger allerdings als Schlagzeuger. Die Gitarre hat er dann im Jahr 2004 erstmals in die Hand genommen. Bereits im Juni des Jahres folgte der erste Auftritt, und im Oktober 2004 war Diknu Schneeberger im Quintett seines Vaters erstmals auf CD zu hören.
Biréli Lagrène Trio (F/D)
In frühester Jugend galt Biréli Lagrène als virtuoses Wunderkind der Gitarre und als ein legitimer Nachfolger des großen Fürsten des „Zigeunerswing“ Django Reinhardt. Der kaum verstärkte Klang seiner Akustikgitarre erinnert dabei mehr an Reinhardts Sound als an den anderer Jazzgitarristen, die das Spiel auf der Sologitarre etabliert haben. Seine musikalische Bandbreite ist jedoch auch hier ungleich größer als die des Altmeisters. Technisch brillant vereint er die Möglichkeiten klassischer Gitarristen mit dem harmonischen Repertoire der Jazzer.
Matilda Leko (A)
Die junge serbische Jazz- und Bossa-Sängerin Matilda Leko bietet mitreißende Traditionals aus Serbien, Bosnien und Mazedonien sowie Romalieder in zeitgenössischen, aber zeitlosen Arrangements. Ihr Temperament und ihre Leidenschaft für diese Musik erklärt Matilda Leko auch mit ihrem Roma-Wurzeln und bedient sich nebenbei exzellenter Co-Musiker, die an kulturellem Einfühlungsvermögen nichts zu wünschen übrig lassen.
Melinda Stoika (A)
Die in Ungarn geborene Melinda Stoika ist die Tochter des international renommierten Jazzpianisten Tibor Barkoczy. Nach ihrer Ausbildung für Musik und Ballett war sie in diversen Rollen in der Ungarischen Staatsoper und im Budapester Operettentheater zu sehen. 1987 emigrierte Melinda Stoika mit ihrer Familie nach Österreich, wo sie ihre musikalische Karriere fortsetzte und zunächst als Sängerin bei Louie Austen auftrat. 2002 lernte Melinda Stoika schließlich Stani Vana kennen, woraus auch eine fruchtbare und langjährige Zusammenarbeit für das Projekt DelaDap entstand, in dem ungarischer Roma-Jazz mit elektronischen Beats vereint wurde. Für viel Aufsehen sorgte das Projekt mit Harri Stojka „Stoika & Stojka“.
Gilda-Nancy Horvath, Volksgruppenredaktion
volksgruppen.orf.at
Mai 5th, 2010 at 10:13 (#)
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