Ungriko: „Translanguaging Classrooms“
Dezember 7th, 2020 | Published in Jugend & Bildung, Romani
Dajakeri tschib te ojs siklipeskeri tschib: O projekto „Translanguaging Classroom“
Muttersprache auch als Lernsprache: das Projekt „Translanguaging Classrooms“
Bislang war Romani im Unterricht verpönt. „Translanguaging Classroom“, ein Projekt im ostungarischen Tiszavasvári, setzt nun aber in einem segregativen Schulumfeld bei der Muttersprache der Kinder an. Um Diskriminierung entgegenzuwirken, sollen die Kinder aus ihrem gesamten sprachlichen Repertoire schöpfen können: Romani wird in den Schul- und Lernalltag integriert. Dazu müssen Kinder, Eltern und Lehrkräfte radikal umdenken. „Translanguaging Classroom“ ermöglicht so eine offenere Schulatmosphäre und Erfolgserlebnisse. In Klassen, wo diese sprachpädagogische Haltung bereits umgesetzt wird, werden schnell Verbesserungen sichtbar: Die Schüler sind motivierter, agieren sozial kompetenter, ihr Sprachvermögen wird besser. Kinder werden aktiviert, die bisher in der Schule verstummen, weil sie mit Ungarisch nicht zurechtkamen. Sie waren gewöhnt, dass ihre Muttersprache außerhalb ihrer Familien unerwünscht ist. Die Aufwertung ihrer zu Hause gesprochenen Sprache stärkt nun Selbstwert, Selbstbestimmung und gesellschaftliche Akzeptanz. Das Projekt wurde vor zwei Jahren in Wien mit dem Preis „SozialMarie“ der „Unruhe Privatstiftung“ ausgezeichnet.
Dschijakana Romani ando sikajipe tabu sina. „Translanguaging Classrooms“, jek projekto ando ostitiko ungriko Tiszavasvári, akan ham ande jek segregativi ischkolakero than usi dajakeri tschib le tschavendar aun bescharel. La diskriminacijake gejng te virkinel, o tschave andar pumaro cilo tschibtschakero programo te lel schaj dschanen: Romani ando ischkolakero- taj siklipeskero di integririm ol. Vaschoda iste akan o tschave, o daja taj dada taj o meschtertscha avrijal gondolinen. „Translanguaging Classrooms“ afka o schajipe jeke pradimeder ischkolakere dschivipestar taj jerinipeskere esbe liptschendar del. Ande klastscha, kaj aja tschibtschakeri pedagogischi buti imar prik beschardi ol, sik feder keriptscha te dikel hi: O ischkolaschtscha buteder motivirim hi, socijali feder upre tretinen, lengero tschibtschakero dschanipe feder ol. Tschave aktivirim on, save dschijakana andi ischkola nemale sina, kaj on la ungrika tschibtschaha na cam pernahi. Lenge nana ada nevo, hot lengeri dajakeri tschib na kivanim hi. O upre vertinipe lengera khere vakerda tschibtschatar akan o ajgeni vert soraljarel, o ajgeni keripe taj i khetanipeskeri akceptanca. O projekto angle duj berscha Betschiste le patijaripeha „SozialMarie“ la „Unruhe Privatschtiftungatar“ patijardo ulo.
(dROMa)