Roma-Holocaust-Denkmal geschändet
Juli 12th, 2019 | Published in Geschichte & Gedenken | 1 Comment
Mit Bestürzung reagiert der Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma auf die Schändung des Denkmals für die ermordeten Sinti und Roma Europas in Berlin. Unbekannte Täter hatten ein großes «A» in eine Glasscheibe der Gedenkstätte am Simsonweg im Großen Tiergarten geritzt.
„Es ist sicher kein Zufall, dass wenige Wochen vor dem 75. Jahrestag der Auflösung des sogenannten „Zigeunerlagers“ B IIe in Auschwitz-Birkenau am 2. August jetzt schon Rechtsextremisten und krankhafte Nationalisten Anschläge auf Gedenkorte vornehmen. Sinti und Roma sind in Deutschland und in Europa einem zunehmend gewaltbereiten Rassismus ausgesetzt, der immer wieder auch von staatlicher Seite – wie notorisch beispielsweise vom italienischen Innenminister Salvini – angeheizt und gerechtfertigt wird. Der aggressive Antiziganismus richtet sich zuerst gegen Sinti und Roma, aber im Kern gegen unsere Demokratie und unseren Rechtsstaat“, so Romani Rose, der Vorsitzende des Zentralrates. Der Zentralrat begrüßt, dass umgehend der zuständige Staatsschutz des LKA Berlin die Ermittlungen übernommen hat.
Das Denkmal, in unmittelbarer Nähe zum Deutschen Bundestag gelegen, war 2012 im Beisein von Bundespräsident Joachim Gauck und Bundeskanzlerin Angela Merkel eingeweiht worden.
(Herbert Heuß, Wissenschaftlicher Leiter des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma)
Juli 15th, 2019 at 19:11 (#)
[...] die ermordeten Roma und Sinti in Berlin wurde abermals von Unbekannten geschändet – bereits zum zweiten Mal, und das innerhalb weniger Tage (und nur kurz vor dem bevorstehenden 75. Jahrestag [...]