Ingolstadt: Nur ein Missverständnis?

Juni 21st, 2019  |  Published in Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte, Religion

„Als Nicht-Sinti hät­te die Frei­bur­ger Mis­si­ons­­­grup­­­pe in In­­­gol­­­stadt blei­­ben dür­­­fen“

Dreyeckland Radio Dreyeckland, 21.6.2019 (8:01 min)
Sendereihe: Fokus Südwest, Morgenradio
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Jedes Jahr gehen einige Freiburger Sinti mit ihrer evan­geli­schen Freikirche auf Mis­sions­fahrt. Die­ses Mal mach­ten sie u.a. in Ingolstadt halt. Dort mie­te­te die Missions­grup­pe für ihr Zelt und Wohn­wägen eine städti­sche Grün­fläche. Am Diens­tag wider­rief die Stadt Ingolstadt al­ler­dings den Miet­vertrag. Die Polizei wies die Gruppe an, das Ge­län­de zu ver­lassen. Nach An­gaben des Ver­anstal­ters der Mis­si­on Daniel Kobi er­folg­te dieses Vor­gehen, nach­dem be­kannt wur­de, dass sie zur Grup­pe der Sinti ge­hö­ren. Laut Kopi sei die Grup­pe rassistisch be­han­delt wor­den mit der Ab­sicht, sie vom Platz zu ver­jagen. Die Stadt Ingolstadt widerspricht der Darstellung und er­klärt hin­ge­gen, dass es sich um ein Miss­ver­ständ­nis han­dele. Man habe nicht mit der tat­säch­li­chen Zahl an Wohn­wägen ge­rechnet. Über die Be­deutung des Falls haben wir mit dem Vor­sitzen­den des ba­den-württem­bergi­schen Landes­ver­ban­des der Sinti und Roma Daniel Strauß ge­spro­chen. (Text und Sen­dung: rdl.de)

Pressemitteilungen des Verbands Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Baden-Württemberg:
Vorfall in Ingolstadt
, 19.6.2019
Stellungnahme zu den Äußerungen der Stadt Ingolstadt
, 20.6.2019

Siehe auch:
Donaukurier: Alles nur ein Missverständnis?
Badische Zeitung: Verband beschwert sich über Umgang mit Freiburger Sinti in Bayern


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