Radijo Erba: Anka & Baki

November 4th, 2017  |  Published in Radijo Erba, Rassismus & Menschenrechte

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Medienworkshop von Roma-Service & Karika
Ein Beitrag von Eva Horvath

Die große Liebe brachte Anita Horvath nach Öster­reich: 1978 packte Anita Hor­vath ihre Koffer und ließ ihre Heimat­stadt Murska Sobota (Slowenien) zu­rück. Die junge Romni folgte ihrem Ehe­mann Em­me­rich Horvath (Baki) nach Österreich. Ge­mein­sam bauten sie sich eine Existenz in der Roma-Sied­lung in Unterwart auf. Aus der ge­mein­sa­men Ehe stam­men zwei Kinder – Tamara und Dominik. „Anka“, so wie sie von ihrer Familie oder Freun­den ge­nannt wird, wuchs in ärm­li­chen Ver­hält­nis­sen auf. Da das Geld stets knapp war und sie auf ihre Ge­schwis­ter auf­pas­sen muss­te, blieb Anita nichts über, als bereits in jun­gen Jahren zum Ein­kommen bei­zu­tra­gen. So war ein regel­mäßi­ger Besuch der Schule nicht ge­ge­ben. Durch das Engage­ment einer Leh­re­rin, die zu ihr nach Hause kam und sie unter­rich­tete, erlern­te sie wenigstens das Lesen und Schreiben. Das Zu­sam­men­leben mit der Mehrheits­bevöl­ke­rung in Murska Sobota war auch nicht gera­de rosig, jedoch in Öster­reich war die Ab­neigung gegen­über Roma größer. Dies bekam auch Anita zu spü­ren. Sie war stets eine Kämpfe­rin und so hat sie sich durch ihren vor­bild­li­chen Ein­satz auch in Öster­reich durch­ge­setzt. Anitas Wunsch ist, dass ihre Fa­milie weiter­hin gesund bleibt und die Mensch­heit in Frieden zu­sam­menlebt.

O baro kamipe la Anita Horvath andi Austrija antscha. 1978 i Anita Horvath pre ko­fertscha po­kintscha taj pro haj­ma­takero foro Murska Sobota (Slovenija) pal peste muk­la. I terni Romni pre mur­scheha Emmerich Horvath (Baki) andi Austrija geli. Khe­tan, andi Romen­geri sidlung Tenuerba, jek eksis­tenca upre pu­menge bau­ninde. Andar o soha­ripe 2 tschave del – la Tamara taj le Dominik. „Anka“, afka sar oj pra familijtar taj pre pajta­schen­dar akardi ol, tscho­rikan upre bartschini. Kaj min­dig tschule loj adaj sina taj oj upre pre phe­nja taj phrala iste diklahi, la Anita­ke na atschino bute­der, sar te oj imar ande lake­ro ter­nipe, loj andi familija iste antscha. Va­schoda nasch­tig oj mindig andi isch­kola dscha­lai. Duach i vodschi­kani buti jeka mesch­ter­ki­jatar, savi use late kher dscha­lahi taj la sikav­­lahi, oj te genel taj te pisi­nel siklini. Te o khetan dschivipe le avre dschenenca ande Murska Sobota nana asaj schu­kar, ham andi Austrija i dis­krimi­na­cija le Ro­mendar, bare­der sina. Ada te i Anita esbe te lel usch­ti­dija. Oj mindig jek kejmpfer­kija sina taj va­schoda, oj pe te andi Austrija duach beschar­tscha. La Anita­kero kiva­nipe hi, hot lakeri fami­lija sasti atschol taj o cile manu­scha ando mir­nipe khe­tan dschin.

(Jek keripe la Eva Horvathatar)


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