Servus Szia Zdravo Del tuha (Okt. 2016)
Oktober 14th, 2016 | Published in Radio, Podcast & TV
ORF 2 Burgenland: Servus Szia Zdravo Del tuha
Sendung vom 9. Oktober 2016
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Die neue Roma-Online-Plattform, der Verlust der KZ-Überlebenden Walpurga Horvath, das Romafest „Opre Heroes“, der Theodor-Kramer-Preisträger Stefan Horvath und die jungen engagierten Romnija Manuela Horvath bei der Pilgerfahrt nach Mariazell und Christina Horvath mit ihrer ersten Ausstellung sind die Themen der aktuellen Sendung.
„Interkulturelle Positionen in der Kunst“ — lautet der Titel der Ausstellung in der LandesGalerie Burgenland, von der die Moderatorin Katharina Janoska die Zuseherinnen und Zuseher begrüßt. Die ausgestellten Werke befassen sich mit dem „Anderen“, aber auch mit dem „Eigenen“, das fremd geworden ist. Zu sehen sind sie bis zum 18. Dezember.
Neue Roma Online-Plattform — Seit 2011 betreibt die Regierung die „Nationale Strategie zur Inklusion der Roma bis 2020“. Mittwochabend wurde im Bundeskanzleramt zur „Halbzeit“ Zwischenbilanz gezogen und die neue Roma-Online-Plattform vorgestellt.
In Erinnerung: Walpurga Horvath — Von der Öffentlichkeit unbemerkt wurde Anfang September die letzte burgenländische Zeugin des Porajmos, die KZ-Überlebende Walpurga Horvath in Mattersburg zu Grabe getragen. Walpurga Horvath wurde 92 Jahre alt. Als junges Mädchen wurde sie von den Schergen des Nazi-Regimes in ihrem Geburtsort Trausdorf verschleppt und zusammen mit ihrer Schwester deportiert. Die ganze Lebensgeschichte von Walpurga Horvath ist Teil der Zeitzeugendokumentation „Mri Historija“ – herausgegeben vom Verein Roma-Service. Sie soll die Erinnerungen der KZ-Überlebenden vor dem Vergessen bewahren.
Romafest im Amerlinghaus — Nirgendwo passen so widersprüchlich betrachtende Themen zeitgleich zueinender: Feiern und Gedenken. Wie jedes Jahres schafften die Organisatoren heuer auch wieder ein fulminantes Fest mit einem ernsten Hintergrund. „Opre Heroes“ hieß das diesjährige Romafest im Wiener Amerlinghaus.
Manuela Horvath: Wahlfahrt Mariazell — Seit über 20 Jahren gehört am 2. Augustsonntag die heilige Messe in der Basilika Mariazell den Roma und Sinti. Vom Referat für ethnische Gruppen war es heuer erstmals Manuela Horvath, die ihre Volksgruppe zur Wallfahrt geleitete.
Theodor-Kramer-Preisträger Stefan Horvath — Den 16. Theodor-Kramer-Preis für Schreiben im Widerstand und Exil 2016 teilte Stefan Horvath mit dem Autor Gerhard Scheit. Stefan Horvaths starke Erzählungen verliehen dem Schicksal seiner Volksgruppe bei der feierlichen Ehrung einmal mehr eine prägende Stimme.
Christina Horvath:Ausstellung „Klischee“ — Mit dem Projekt „Terni Romengeri Kunst – Junge Roma-Kunst“ will der Verein KARIKA eine Plattform für junge Roma-Künstler schaffen. In diesem Jahr präsentiert die junge Romni und Künstlerin Christina Horvath ihre Ausstellung „Klischee“.
Centrope-Preisträger András Smuk — In diesem Jahr ehrten Wiens Bürgermeister Michael Häupl und Reinhard Karl, Vorstand der Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien, den Wiener Ungarn András Smuk mit der Auszeichnung Centrope-Preis. Der Centrope-Preis wird seit 2007 an Persönlichkeiten verliehen, die sich für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Wien, Niederösterreich, Burgenland und den Nachbarländern Tschechien, Slowakei und Ungarn verdient machen.