Weltkongress der Roma-Seelsorger

Juni 8th, 2014  |  Published in Religion

Papst Franziskus (Foto:Unsere Gesellschaft müsse offener mit Roma und Sinti sein. Das sagte Papst Franziskus am Donners­tag vor den Teil­neh­mern des Welt­kongres­ses der Seel­sorger für Roma, Sinti und verwandte Gruppen im Vatikan. Das vom Päpst­li­chen Migran­ten­rat orga­ni­sierte Motto des Treffens, das am Frei­tag zu Ende ging, lau­tete: „Die Kirche und die Roma, Sinti und ver­wand­ten Grup­pen – das Evan­gelium in den Rand­gebie­ten ver­kün­den“. Bei dem Kongress nahmen Gäste aus rund 25 Ländern teil. Bei der Veranstaltung kritisierte Papst Franziskus die schlechten Lebens­ver­hält­nisse vieler Roma und Sinti und for­derte inter­natio­nal größere Anstren­gungen zur Inklusion der Minder­heit. Hierbei berichtete er auch von persönlichen Beobach­tun­gen, die er von der schlech­ten, diskri­minie­ren­den Behand­lung von Roma im römi­schen All­tag ge­macht hat.

Der Papst nahm auch die Kirche selbst in die Pflicht. Sie müsse sich der Roma beson­ders anneh­men, so wie auch Jesus stets zu den Men­schen am Rande ge­gan­gen sei. Die Roma-Seelsorge ist heute in 24 Ländern gut verankert. Die Zahl der Priester und Ordensangehörigen, die selbst der Minderheit angehören, wächst und liegt inzwischen weltweit bei etwa 170.

Einer der Programmpunkte galt der Vor­berei­tung des 50. Jah­res­tages des Papstbesuches in Pomezia. In der Stadt unweit von Rom hatte am 26. Septem­ber 1965 ein denk­wür­diges Treffen von Papst Paul VI. mit Vertre­tern der Roma und Sinti statt­ge­funden.

(dROMa)

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