Kunsthaus Hamburg: „In den Tod geschickt“

April 22nd, 2009  |  Published in Geschichte & Gedenken, Literatur & Bücher, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft

In den Tod geschickt
Die Deportationen von Juden, Roma und Sinti aus Hamburg 1940 bis 1945

Katalog: In den Tod geschickt

Ausstellung und Katalog

Noch bis zum 26. April 2009 ist im Kunsthaus Hamburg die Ausstellung „In den Tod geschickt – Die Deportationen von Juden, Roma und Sinti aus Hamburg 1940 bis 1945“ zu sehen, die erste gemeinsame Dokumentation der NS-Deportationen von Juden, Roma und Sinti aus Hamburg.

20 Deportationstransporte in den Jahren 1940 bis 1945 prägen heute das Erinnern an den ehemaligen Hannoverschen Bahnhof in Hamburg. Denn mit ihnen wurden 7692 Juden, Roma und Sinti aus Hamburg und Norddeutschland in die Ghettos und Vernichtungslager verschleppt – für die allermeisten ein Weg in den Tod. Mit der Ausstellung gedenkt Hamburg der Verfolgung beider Opfergruppen erstmals gemeinsam. Audio- und Videointerviews, Schriftstücke und Fotos, darunter viele aus Privatbesitz, sowie die vollständig präsentierten Deportationslisten geben Opfern, Tätern und den vielen Beteiligten am Massenmord ein bedrückendes Gesicht. Zur Ausstellung ist ein Katalog (deutsch/englisch) erschienen:

Linde Apel (Hg.): In den Tod geschickt. Die Deportationen von Juden, Roma und Sinti aus Hamburg 1940 bis 1945, hrsg. im Auftrag der Behörde für Kultur, Sport und Medien, in Zusammenarbeit mit der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg und der KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Metropol-Verlag: Berlin 2009, 288 S.
ISBN 978-3-940938-30-5

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