Zoni Weisz: „Geschichte wiederholt sich“
Januar 29th, 2011 | Published in Geschichte & Gedenken, Medien & Presse
Der deutsche Bundestag hat in der traditionellen Gedenkveranstaltung am Jahrestag der Auschwitz-Befreiung an die Verantwortung Deutschlands für den Holocaust erinnert. Mit Zoni Weisz sprach erstmals ein Vertreter der Sinti und Roma dazu als Zeitzeuge im deutschen Parlament. (…) Weisz beklagte in seiner Rede, der Völkermord an den Sinti und Roma sei ein „vergessener Holocaust“. Mit Blick auf Schilder mit der Aufschrift „Für Zigeuner verboten“ in Ungarn mahnte er: „Die Geschichte wiederholt sich.“ „Menschenunwürdig“ sei es, wie die Sinti und Roma etwa in Rumänien, Bulgarien, Frankreich und Italien noch immer behandelt würden. Weisz forderte eindringlich mehr Rechte für seine Volksgruppe: „Es kann und darf nicht sein, dass ein Volk, das durch die Jahrhunderte hindurch diskriminiert und verfolgt worden ist, heute – im 21. Jahrhundert – immer noch ausgeschlossen und jeder ehrlichen Chance auf eine bessere Zukunft beraubt wird“, sagte er. Diskriminierung, Stigmatisierung und Ausgrenzung seien an der Tagesordnung. Die Gesellschaft habe nichts aus den Verbrechen der Nationalsozialisten gelernt, „sonst würde sie heute verantwortungsvoller mit uns umgehen“, sagte er. Abgeordnete des Bundestags äußerten sich nach der Rede von Weisz bewegt. (…)
Lesen Sie den hier nur in einem Auszug wiedergegebenen Artikel im Tagesspiegel.