Jobbik-Aufmarsch in Oberwart

Oktober 8th, 2010  |  Published in Politik, Rassismus & Menschenrechte

Screenshot: Jobbik in Oberwart (kuruc/via stopptdierechte.at)stopptdierechten.at: In Oberwart (Burgenland) fand am 3. Oktober 2010 vormittags eine merkwürdige Kundgebung statt. Vor dem Kriegerdenkmal versammelten sich rund vierzig ungarische Rechtsextremisten, teilweise in (para)militärischer Uniform, ausgestattet mit Karabinern und aufgepflanzten Bajonetten, um angeblich der im Herbst 1921 für einige Wochen existierenden ungarischen Republik Leitha-Banat (Lajtabánság), zu deren Staatsgebiet auch Oberwart gehörte, zu gedenken. Die Kundgebung war nach einem Bericht des „Kurier“ (Burgenland-Ausgabe vom 6.10.2010) bei der Bezirkshauptmannschaft Oberwart von der Wiener Rechtsanwältin Eva Maria Barki angemeldet worden. Nach einer anderen Darstellung war die Kundgebung von der ungarischen Partei Jobbik, deren Fahne bei der Kundgebung mitgetragen wurde, oder auch von „kuruc“, bekannt als rechtsextremes und antisemitisches ungarisches Internetportal, angemeldet worden. Die vom Oberwarter Bürgermeister herbeigerufene Polizei hat die von den KundgebungsteilnehmerInnen mitgeführten Waffen untersucht und angeblich zugeschweißte Karabiner vorgefunden. Auf Bildern der Kundgebung, die auf „kuruc“ publiziert wurden, sieht man Personen in braunen Uniformen und mit Waffe und Patronengürtel vor dem Denkmal in Oberwart.

Diese Kundgebung und die Kontakte zwischen österreichischen und ungarischen Rechtsextremisten sind nun Gegenstand einer Parlamentarische Anfrage des Abg. Karl Öllinger an Bundesministerin Fekter.

Comments are closed.