Romani

PEN solidarisiert sich mit Romanes

Februar 21st, 2021  |  Published in Einrichtungen, Literatur & Bücher, Romani

PEN-Zentrum DeutschlandDer deutsche PEN nimmt den Inter­na­tio­na­len Tag der Mutter­sprache am 21. Febru­ar zum An­lass, um auf die Sprache und Kultur der Sinti und Roma auf­merk­sam zu machen und für ein fried­li­ches Mit­einan­der ver­schie­de­ner Kul­tu­ren in un­se­rem Land zu wer­ben.

„Zur Kultur in Deutschland gehört, dass wir in diesem mitten in Europa ge­lege­nen Land reich­halti­ge Kultu­ren – im Plural – haben. Dazu zählen meh­rere vom Aus­sterben be­drohte Sprachen, die nur von klei­nen Minder­heiten ge­spro­chen werden, aber doch die Fülle des Mensch­seins re­präsen­tie­ren, wie das Sorbische, Friesisch oder eben auch Romanes“, so PEN-Prä­si­den­tin Regula Venske. „An­statt auf einem an­geb­lichen Grund­recht, ein Schnitzel be­nennen zu wollen, zu be­harren, sollten wir lieber an­deren menschlichen Bedürfnissen Raum geben: Neugier und Lust auf Aus­tausch mit unseren Mit­menschen, ge­mein­sames Trauern, gemein­sames Feiern, gemein­sames Leben. Ich bin sicher, es warten auf Roma­nes noch große literari­sche Schätze darauf, ge­hört und gelesen zu werden.“

Der UNESCO-Atlas der bedrohten Sprachen der Welt schätzt Ro­manes als be­droht ein. Von der größ­ten Minder­heit Europas leben in Deutschland – erst seit 1998 per Gesetz als natio­nale Minder­heit an­erkannt – 70 000 bis 150 000 Sinti und Roma. Read the rest of this entry »

Die Kinder wollen das schaffen

Dezember 30th, 2020  |  Published in Einrichtungen, Interview, Jugend & Bildung, Romani, dROMa (Magazin)

FARAJNISKERO DSCHENO: O Josef Schmidt la tschavengera heftlinaha „MiniMulti“ taj la „dROMaha“Im Gespräch:

Josef Schmidt über die Bildungsarbeit von Roma-Service

In den Vereinsräumen in der Evan­ge­li­schen Kirchen­gasse in Oberwart herrscht rege Betrieb­samkeit. Hier findet von Mon­tag bis Freitag die Lern­betreuung für Roma-Kin­der statt. Seit vier Jahren schon stemmt der „Verein Roma-Ser­vice“, neben einem Bün­del ande­rer Akti­vi­täten, nun auch diese Auf­gabe. Bildungs­arbeit wird zu­nehmend zum Herz­stück des Vereins. Was das konkret be­deutet und warum das Burgenland hier die Nase vorn hat, er­zählt Josef Schmidt.

dROMa: Bildungsarbeit spielt bei „Roma-Service“ ein gro­ße Rolle. Mit wel­chen ak­tuel­len Pro­jekten seid ihr be­fasst?
J. Sch.: Was immer läuft, ist die Lernbetreuung. D.h. die Kinder werden jeden Tag von Montag bis Freitag nach der Schule abgeholt, kommen zu uns ins Vereinslokal. Und dann werden mit den beiden Lernbetreuerinnen die Aufgaben gemacht, die Vorbereitung für Schularbeiten und Tests. Dazu kommt Freizeitpädagogik, es wird gebastelt, es wird gesungen, es wird gespielt. Oder Plakate gestaltet zu Themen, die gerade anfallen. Und Feiern gibt es auch ab und zu. Wenn es die Zeit zulässt, machen wir auch ein bisschen Roman (Anm.: Burgenland-Romani), so nebenbei. Wir reden es zumindest, dass sie es hören und auch verstehen. Oder wir singen auf Roman, aus unserem Liederbuch. Jetzt mit Corona ist natürlich vieles anders.

Wie war das in den letzten Wochen?
Mit dem Lockdown waren die Schule ja wieder zu. Die Kinder haben online von der Schule ihre Aufgaben bekommen, einen Wochenplan mit Aufgaben in den verschiedenen Fächern. Und das mussten sie ausdrucken und bearbeiten. Und dafür sind sie vormittags zu uns gekommen, und dann waren sie da, so lange sie brauchen.

D. h. wenn die Schulen zu sind, bietet ihr Ersatz?
Genau, die Stunden, die sie normal in der Schule wären, sind sie dann bei uns, und wir machen mit ihnen die Aufgaben. Das wird alles hier erledigt. Normalerweise machen das die zwei Kolleginnen. Und wenn wirklich Not am Mann ist, bin ich auch da. Ich mache zusätzlich noch die „Intensivlernbetreuung“ – wenn die Kinder einmal mehr Unterstützung brauchen. Da kommen sie entweder auch her, oder manchmal, das sind eher die Älteren, schicken sie ihre Übungen auch online oder rufen uns an und sagen, ich kenne mich da nicht aus. Es haben ja fast alle einen PC daheim. Und wir erklären es ihnen oder geben ein Feedback. Und natürlich gibt es auch den Kontakt der Lernbetreuerinnen mit den Lehrkräften.

Die Verbindung mit der Schule bleibt immer aufrecht?
Ja, immer! Das ist schon gut, diese Brückenfunktion und dass wir eine Vermittlerrolle einnehmen. Weil in manchen Haushalten sind drei oder vier Kinder. Das ist dann schon anstrengend. Und man hat dann sicher nicht vier Computer daheim. Da ist es gut, wenn der Großteil zu uns kommt. Und sie kommen ja auch gern und pünktlich.

Burgenland ist ein Modell

Wie hat das begonnen?
Als der „Verein Roma“ aufgehört hat, haben wir die Lernbetreuung übernommen, da sind wir damals nach Oberwart in die Büroräumlichkeiten in der Evangelischen Kirchengasse gezogen. Das war 2017 im Jänner. Und gleich nach den Semesterferien sind schon die Kinder gekommen. So haben wir angefangen. Wir sind eingesprungen, weil es ist schon sehr wichtig, das Projekt. Damit die Kinder die Möglichkeiten haben wie alle anderen auch: dass sie auch höhere Schulen besuchen oder einen Beruf erlernen.

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O tschave ada te schofinel kamna

Dezember 29th, 2020  |  Published in Einrichtungen, Interview, Jugend & Bildung, Romani, dROMa (Magazin)

FARAJNISKERO DSCHENO: O Josef Schmidt la tschavengera heftlinaha „MiniMulti“ taj la „dROMaha“Ando vakeripe:

Josef Schmidt pedar i si­ka­di­pes­ke­ri buti le fa­raj­nistar Ro­ma-Ser­vice

Ando farajniskere khera andi masuni khan­gera­keri gaslina Erbate but kerdo ol. Adaj hetvi­natar dschi para­schtu­jate, o sikaji­pes­kero pomo­schago le Romen­ge­re-tscha­venge del. Sajt schtar berscha imar o „farajn Roma-Ser­vice“, pa­sche o avre akti­vi­tetscha, akan te aja buti kerel. I sika­dipes­keri buti mindig bute­der uso vodschis­kero falato le faraj­nistar ol. So ada butschol taj soske o Burgenland adaj angle hi, phu­kal o Josef Schmidt.

dROMa: Sikadipeskeri buti uso „Roma-Service“ jek bari­ka­no than and lel. Saj ak­tu­jeli pro­jekti del?
So mindig naschel, hi o sikajipeskero pomoschago. Ada butschol, o tscha­ve sako di, hevti­natar dschi pa­raschtu­jate pal i ischkola tel hulim on, use amenda ando faraj­niskero kher an. Taj akor le duj sika­ji­pes­kere meschterkijenca o butja kerde on taj te le tel­schu­ni­pes­kere but­jenge siklim ol. Use al i naphand­li­pes­keri peda­gogik, kaj mindenfelitike koji kerde on, kaj dschi­lado ol, kaj kheldo ol. Vaj pla­katscha use temtscha kerde on, save pe­kamle hi. Taj te mula­tin­tschage del, te le aun pele. Taj te le i cajt use mukla, te eknaj Roman keras, pasche o avre butja. Amen vakeras, kaj on le te schunen taj kaj le te hajon. Vaj amen andi Romani tschib dschi­lavas, andar amari dschi­lakeri kenva. Akan la Coro­na-pan­de­mijaha, sa eknaj avrijal hi.

dROMa: Sar ada ando lejcti ku­re sina?
Le lockdowniha o ischkoli papal use tschapim sina. O tschave online la isch­ko­latar pumare butja usch­tidine, jek kur­kos­kero plan le butjenca ando min­den­fe­litike falati. Taj oda iste on ar dumin­de taj iste le kise­tinde. Taj vascho­da angloplane use amen­de ale, taj akor adaj le sina, dschimeg sa kise­tinde.

dROMa: Ada butschol te o ischkoli use ule, akor use tu­men­de schaj an?
He, o ori, save on ando ischkoli iste ovnahi, akor use amen­de hi le, taj amen lenca len­gere butja keras. Ada sa adaj kerdo ol. Ada mindig mre duj ko­legkiji ke­ren. Ham te tscha­tschi­kan pomo­schago pe­kamlo hi, akor te me le tscha­venca buti kerav. Me pasche mri buti te o „inten­sivi sikaji­pes­kero pomo­schago“ kerav – hat te le tscha­venge jefkar bute­der jek pomo­schago pe­kamlo hi. Read the rest of this entry »

Ungriko: „Translanguaging Classrooms“

Dezember 7th, 2020  |  Published in Jugend & Bildung, Romani

Das eigene Sprachvermögen der Kinder als Dreh- und Angelpunkt des Erfolgs – das Projekt „Translanguaging Classroom“ in Ungarn (Foto: translangedu.hu)Dajakeri tschib te ojs siklipeskeri tschib: O pro­jek­to „Trans­lan­gua­ging Class­room“

Muttersprache auch als Lernsprache: das Pro­jekt „Trans­lan­gua­ging Class­rooms“

Bislang war Romani im Unterricht verpönt. „Trans­lan­guaging Class­room“, ein Pro­jekt im ost­ungari­schen Tiszavasvári, setzt nun aber in einem segrega­tiven Schul­umfeld bei der Mutter­sprache der Kinder an. Um Dis­krimi­nierung ent­gegen­zu­wirken, sollen die Kinder aus ihrem ge­samten sprachli­chen Repertoire schöpfen kön­nen: Romani wird in den Schul- und Lern­alltag in­tegriert. Dazu müs­sen Kinder, Eltern und Lehr­kräfte radikal um­denken. „Trans­languaging Class­room“ er­mög­licht so eine offenere Schul­atmos­phäre und Erfolgs­erleb­nisse. In Klassen, wo diese sprach­pädagogi­sche Haltung bereits um­gesetzt wird, werden schnell Ver­bes­serungen sicht­bar: Die Schüler sind moti­vierter, agieren sozial kom­petenter, ihr Sprach­vermögen wird besser. Kinder wer­den akti­viert, die bisher in der Schule ver­stummen, weil sie mit Ungarisch nicht zurecht­kamen. Sie waren ge­wöhnt, dass ihre Mutter­sprache außer­halb ihrer Familien un­erwünscht ist. Die Auf­wertung ihrer zu Hause ge­spro­chenen Sprache stärkt nun Selbst­wert, Selbst­bestimmung und gesell­schaft­liche Ak­zeptanz. Das Projekt wurde vor zwei Jahren in Wien mit dem Preis „SozialMarie“ der „Unruhe Privat­stiftung“ aus­gezeichnet.

Dschijakana Romani ando sikajipe tabu sina. „Trans­lan­gua­ging Class­rooms“, jek pro­jek­to ando ostiti­ko ung­riko Tiszavasvári, akan ham ande jek segre­ga­tivi isch­ko­lakero than usi daja­keri tschib le tscha­vendar aun be­scha­rel. La diskri­mi­na­cijake gejng te vir­kinel, o tschave andar pu­ma­ro cilo tschib­tscha­kero progra­mo te lel schaj dscha­nen: Romani ando isch­kola­kero- taj sikli­peskero di integri­rim ol. Vascho­da iste akan o tschave, o daja taj dada taj o mesch­tertscha avrijal gon­dolinen. Read the rest of this entry »

Facts & Figures (303)

August 3rd, 2020  |  Published in Facts & Figures, Romani

Das portugiesische Wort gajo, gajão (umg. für Kerl, Typ) kommt vom Ro­ma­ni-Wort gadscho (gachó, gadžo, gažo) für Nicht-Rom.

(Quelle)

Tschechien: Bald Trauungen auf Romanes?

Juli 21st, 2020  |  Published in Politik, Romani

Trauung (Foto: Wedding Star Shop Europe)Brautpaare in Tschechien könnten sich das Jawort dem­nächst (wie­der) in ihrer Mutter­sprache ge­ben – auch wenn diese nicht Tsche­chisch ist. Ein Ge­setzes­vorschlag zur ­No­vel­lie­rung des be­tref­fen­den Ge­setzes („Ge­setz über Geburts­register, Namen und Nach­namen“), der von der Christ­de­mokra­ti­schen Partei ein­ge­bracht wurde und im Sep­tem­ber im Unter­haus de­battiert wer­den soll, würde er­mög­li­chen, dass die standes­amtliche Trau­ung in Zu­kunft auch in Minder­heiten­sprachen vor­ge­nom­men wer­den kann. Die neue Regelung sieht für Minder­hei­ten als Be­dingung aller­dings eine kom­muna­le Zehn-Pro­zent-Hür­de vor. Zudem müs­sen die Standes­beamten, die die Ehe­schließung durch­führen und die amtliche Ein­tragung vor­neh­men, selbst die je­weili­ge Minderheiten­sprache be­herrschen. Zu­gute käme diese neue Rege­lung den Minder­hei­ten der Slowaken, Polen und Vietnamesen – und der zahlen­mäßig größ­ten Volks­gruppe des Landes, den Roma. Read the rest of this entry »

Facts & Figures (277)

März 18th, 2020  |  Published in Facts & Figures, Internet & Blogothek, Romani

Seit März 2006 gibt es die On­line-En­zyklo­pä­die Wi­ki­pe­dia auch auf Ro­ma­ni (Vi­ki­pi­di­ya).

(Quelle)

Facts & Figures (261)

Dezember 26th, 2019  |  Published in Facts & Figures, Romani

Für die Verwendung der „Zi­geu­ner­spra­che“ sahen die Richt­linien Jo­sephs II. von 1783 eine Strafe von 24 Stock­schlä­gen vor.

(Quelle/pdf)

Facts & Figures (251)

November 20th, 2019  |  Published in Facts & Figures, Medien & Presse, Religion, Romani

1927 gründete ein Ro­ma-Pas­tor in Bul­ga­ri­en die Zei­tung Svetilnik, die mit einer Ro­ma­ni-Bei­la­ge, Ro­ma­no alav (Roma-Wort), er­schien. Es gab nur eine Ausgabe.

(Quelle)

Facts & Figures (249)

November 7th, 2019  |  Published in Facts & Figures, Romani

Wie in viele europ. Spra­chen fan­den Ro­ma­ni-Wör­ter auch Ein­gang ins Schwe­di­sche. So z.B. tjej für jun­ge Frau (ro­mani: čhai für Toch­ter, Mäd­chen).

(Quelle)

Eine Roma-Volkshochschule für alle

Oktober 31st, 2019  |  Published in Einrichtungen, Radio, Podcast & TV, Romani

Ö1Ö1 | Moment, 24.10.2019
Lernen, feiern, gedenken
20 Jahre „VHS Roma“ in Oberwart
→Anhören (nur noch kurz verfügbar!)

Vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges lebte fast die Hälfte der zehn­tau­send Roma in Österreich im bur­gen­län­di­schen Be­zirk Oberwart. Nach ihrer Ver­fol­gung und Er­mor­dung durch das NS-Re­gime sind es heute nur noch we­nige hun­dert. Als der Ober­war­ter Horst Horvath vor 20 Jahren Kurse für Arbeits­lose or­gani­sierte, lernte er dabei viele Roma ken­nen. Das brach­te ihn auf die Idee, eine eige­ne Roma-Volks­hoch­schule zu grün­den – für Roma wie Nicht-Roma. Heute kom­men jähr­lich 2.500 Men­schen in die Bil­dungs­ein­rich­tung, bu­chen Roma­nes-Sprach­kurse oder be­su­chen Gedenk­ver­anstal­tungen, Dis­kus­sions­runden und Theater­auf­füh­run­gen. Das Por­trät einer Insti­tu­tion.

Gestaltung: Jonathan Scheucher

(Text: Ö1, 24.10.2019)

Patjiv le Mozesoske Heinschink

Oktober 25th, 2019  |  Published in Ehrungen & Nachrufe, Literatur & Bücher, Romani, Wissenschaft

CoverAndaj Romengi ljuma
Patjiv le Mozesoske Heinschink

Petra Cech/Christiane Fennesz-Juhasz/Dieter W. Halwachs (eds.) (= Grazer Romani Publikationen/GRP 07), Graz: GLM, 2019 [369 Seiten, ISBN 978-3-901600-53-1]

Kaća knjiga sî jek dařo le Mozesoskê F. Heinschink ka les­ko oxtovar­dešto bi­jando djes. O Mo­zes sî jek sićar­do eksper­to, bar­vale źang­li­masa paj śib vi pa trajo taj paj tra­dicija le Řo­mengi. Peśća buća­sa kêre­las vo bare kontri­bu­cije pala nauko taj pala źang­limos pa l’ Řom. Aj vi maš­kar l’ Řom sî lo maj ašundo pala pesko zura­lo angaž­mano pe len­gi sama. Ande kaća knjiga arak­ha­djon but teme „an­daj Řomengi ljuma“. Kada­la tekstur ra­mo­sarde le Mozesos­kê ko­lege taj učeni­kur, leskê vor­taća taj amala.

Šaj gjinaven kathe linguistični artiklur, tekstur paj his­tori­ja, arta taj kultura, vi in­divi­dual­ni sêri­mata taj vi poezija, para­miča taj aver artakê buća. Katka arakha­djol vi jek ori­gi­nalno slika kata o August Krasa.

Avtorur & avtorke: Fevzije Bahar Maksut, Julia Blandfort, Norbert Boretzky, Lev Čerenkov, Beate Eder-Jordan, Ivana Ferencová, Victor Friedman, Emmerich Gärtner-Horvath, Fatma Heinschink, Ursula Hemetek, Ludwig Horvath, Heinz Husslik, Birgit Igla, Dragan Jevremović, Ilija Jovanović & Melitta Depner, Kirill Kozhanov, Daniel Krasa, Ismet Krasnići, Lars Lindgren, Samuel Mago, Ruzsa Nikolić-Lakatos, Rabie Perić-Jašar, Erich Prokosch, Claudia Seelich-Mayerhofer, Barbara Schrammel-Leber, Harri Stojka, Michael Teichmann, Erika Thurner, Manuel Weinrich, Sofiya Zahova.

Festschrift für Mozes F. Heinschink

Oktober 24th, 2019  |  Published in Ehrungen & Nachrufe, Literatur & Bücher, Romani, Wissenschaft

CoverAndaj Romengi ljuma
Patjiv le Mozesoske Heinschink

Petra Cech/Christiane Fennesz-Juhasz/Dieter W. Halwachs (eds.) (= Grazer Romani Publikationen/GRP 07), Graz: GLM, 2019 [369 Seiten, ISBN 978-3-901600-53-1]

Der Sammelband ist Mozes F. Heinschink gewidmet, der sich nun­mehr über sechs Jahr­zehnte der Sprache der Roma in ihren unter­schied­lichen Varietä­ten ver­schrie­ben hat und längst zu den pro­fun­desten Ex­perten für Romanes zählt. Zu­gleich hat er sich auch im­mer mit den Spre­cher/in­ne/n und ihren Lebens­zusam­men­hängen, ihrer Kultur und Oral­tra­dition in­tensiv aus­einan­der­gesetzt. Er hat sich einer­seits um die Wissenschaft ver­dient ge­macht, und an­derer­seits – nicht zu­letzt durch sein un­gebro­chenes En­gage­ment – auch gro­ße An­erken­nung in Roma-Com­mu­ni­ties er­fahren.

Diese Festschrift anlässlich seines 80. Geburtstags ver­sammelt Texte anda l’ Romengi ljuma („aus der Welt der Roma“) – von Kol­leg/in­n/en und Schü­ler/in­ne/n, Weg­beglei­ter/in­ne/n und Freund/in­n/en. Die Bei­träge – in Romanes, Deutsch oder Englisch – um­fas­sen sprach­wis­sen­schaft­li­che Artikel, Texte zu Geschichte, Kunst und Kultur, wei­ters per­sön­li­che Er­innerun­gen, Gedichte, Märchen und ande­re Er­zäh­lun­gen sowie eine Origi­nal­zeich­nung von August Krasa.

Autor/inn/en: Fevzije Bahar Maksut, Julia Blandfort, Norbert Boretzky, Lev Čerenkov, Beate Eder-Jordan, Ivana Ferencová, Victor Friedman, Emmerich Gärtner-Horvath, Fatma Heinschink, Ursula Hemetek, Ludwig Horvath, Heinz Husslik, Birgit Igla, Dragan Jevremović, Ilija Jovanović & Melitta Depner, Kirill Kozhanov, Daniel Krasa, Ismet Krasnići, Lars Lindgren, Samuel Mago, Ruzsa Nikolić-Lakatos, Rabie Perić-Jašar, Erich Prokosch, Claudia Seelich-Mayerhofer, Barbara Schrammel-Leber, Harri Stojka, Michael Teichmann, Erika Thurner, Manuel Weinrich, Sofiya Zahova


25 Jahre Bgld. Minderheitenschulgesetz

Oktober 23rd, 2019  |  Published in Jugend & Bildung, Romani

Festakt und Podiumsdiskussion an der Pädagogischen Hochschule in Eisenstadt (Foto: ORF:at)Das Burgenland feiert dieser Tage 25 Jah­re Min­der­hei­ten­schul­ge­setz. Das Ge­setz von 1994 gilt als Mei­len­stein in der Ge­schich­te des mehr­spra­chi­gen Schul­we­sens. Seit­her kön­nen alle bur­gen­län­di­schen Schü­ler, wenn sie wol­len, die Volks­grup­pen­spra­chen er­ler­nen.

Der Staatsvertrag aus dem Jahr 1955 sichert den Volksgruppen in Österreich das Recht auf sprach­li­che Bildung zu. Die Um­set­zung die­ses Rechts war aber immer we­ni­ger zeit­gemäß, denn im Burgenland gab es bis Anfang der 1990er Jahre fest­ge­legte Schul­stand­orte in den Ge­mein­den der Volks­gruppen, an de­nen zwei­sprachig unter­rich­tet wurde. Ein Problem war, dass durch Zuzug, Misch­ehen und An­pas­sung in vie­len Familien zu­neh­mend Deutsch ge­spro­chen wurde. Der ver­pflich­tende zwei­sprachi­ge Unterricht wur­de dort schwie­riger, andern­orts gab es hin­gegen für Kroatisch, Ungarisch und Romanes gar kein An­gebot.

Gesetz gilt als Meilenstein im Minderheitenschulwesen

Das Minderheitenschulgesetz von 1994 sei ein Meilenstein, sagte Karin Vukman-Artner, die Lei­terin der Ab­teilung Min­der­heiten­schulwesen in der Bildungsdirektion Burgenland. Man sei damit mehr oder weniger aus der Beliebigkeit herausgekommen und habe eine gesetzliche Grundlage geschaffen, die zur damaligen Zeit wirklich modern gewesen sei und den Bedürfnissen der Volksgruppen sehr entgegengekommen sei, so Vukman-Artner.

Eltern können seither selber entscheiden, ob sie ihre Kinder vom zwei­spra­chi­gen Unterricht in den Volks­grup­pen­gemeinden ab­melden. Anderer­seits können bei Bedarf auch an allen an­de­ren bur­gen­län­di­schen Schul­stand­orten Volks­gruppen­sprach­klassen eröffnet werden. Heute sei es mög­lich, dass jede Schü­lerin und je­der Schü­ler im Burgenland eine Volks­gruppen­sprache er­lernt – sei es Ungarisch, Kroatisch oder Romanes, so Vuk­man-Art­ner.

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Wieder Romani-Schulunterricht im Burgenland

Oktober 19th, 2019  |  Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung, Romani

roman-kurs1In eigener Sache: Roma-Service bietet an zwei Schulen in Oberwart wieder Romani-Un­ter­richt als Un­ver­bind­li­che Übung (UVÜ) an. Ro­ma-Kin­der aus dem Raum Ober­wart un­ter­stützt der Verein zu­dem im Rah­men sei­ner täg­li­chen Außer­schu­li­schen Lern­be­treu­ung.

Roman-Unterricht | Romano-sikajipe

Mit Beginn des Schuljahres 2019/20 hat Roma-Service wieder den Unterricht an zwei Schulen auf­genom­men: An der Volks­schule Oberwart und der EMS Oberwart wird seit Sep­tem­ber Roman (Bur­gen­land-Romani) als Un­ver­bind­li­che Übung (UVÜ) durch­geführt. In der Übung wer­den den Kindern die Sprache Roman sowie die Ge­schich­te der Roma näher­ge­bracht. Der­zeit nehmen 13 Schü­lerin­nen und Schüler an der Übung teil. Dank dem Bur­gen­län­di­schen Min­der­heiten­schul­gesetz kann seit den 1990er Jah­ren Roman als Un­ter­richts­fach an­ge­boten wer­den (bisher in der Volks­schule Ober­wart, Volks­schule Unterwart, der Euro­päi­schen Mittel­schule Oberwart und im zwei­spra­chi­gen Bundes­gymna­sium in Ober­wart). Auch im Rah­men der Außer­schu­li­schen Lern­betreuung un­seres Vereins wird ein­mal wö­chent­lich Roman unter­richtet.
Le kesdipeha le ischkolakere berscheha 2019/20 o farajn Roma-Service papal o sika­jipe ande duj isch­koli upre lija. Andi flogos­keri ischkola Erba taj andi EMS Erba sajt sep­tem­beri Roman (Bur­gen­land-Ro­mani) ojs naphand­lo si­ka­jipe (UVÜ) kerdo ol. Ando sikajipe le tscha­venge i Romani tschib taj i histo­rija le Ro­mendar sik­lim ol. 13 isch­ko­lasch­tscha taj isch­kolaschkiji use ada sika­jipe use hi. Vasch o bur­genlan­di­tiko tschu­lipen­gero isch­kola­kero tscha­tschipe sajt o 1990te berscha Roman ojs sika­jipe kerdo schaj ol (dschi­jakana sina oda ando flo­goskere ischkoli Erba taj Tenu Erba, andi EMS Erba taj ando duj tschib­tschen­gero bun­dakero gim­nasi­jum Erba). Taj te ando sik­lipe pal i ischkola ama­re faraj­nistar jef­kar ando kurko Roman si­kado ol.

Außerschulische Lernbetreuung | Siklipe pal i ischkola

Vor drei Jahren übernahm Roma-Service die Lernbetreuung des Vereins Roma in Ober­wart und si­cherte so deren Fort­füh­rung. Das För­de­rungs- und Be­treu­ungs­ange­bot rich­tet sich in ers­ter Linie an Roma-Kin­der im Alter von 6 bis 15 Jah­ren in Oberwart und Um­ge­bung (Kleinbachselten, Großpetersdorf, Stegersbach, Unterwart). Die Kin­der wer­den täg­lich mit dem Vereins­bus ab­geholt und er­hal­ten Förder­unter­richt und Unter­stützung bei ihren Auf­gaben. Read the rest of this entry »

Neuer Studiengang Romanes in Prešov

Oktober 12th, 2019  |  Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung, Romani, Wissenschaft

Neuer Romani-Studienlehrgang in der Slowakei: Universität Prešov (Foto: UNIPO)Roma-Sprache und Roma-Literatur: Diesen Studien­gang hat die Universität im ost­slowa­ki­schen Prešov in diesem akade­mi­schen Jahr er­öffnet. Laut der Uni­ver­sitäts­spre­che­rin Anna Polačková sei es das Ziel, hoch­qua­lifi­zierte Lehrer vor­zu­bereiten und die Be­dürf­nisse des Bildungs­pro­zes­ses der natio­na­len Min­derheit zu decken. Vorerst mach­ten sich neun Stu­denten auf diesen Weg. Alexander Mušinka, Anthro­po­loge am Ins­titut für Roma-Stu­dien der Uni­­ver­si­tät, er­klärte, dass Romanes (auch Romani ge­nannt) als Sprache wie auch die Roma-Literatur als pä­da­go­gi­scher Lehrgang bis dahin nirgend­wo unter­richtet wurde. Am nächs­ten war die Mög­lich­keit, es als sprach­wissen­schaft­li­ches Fach an der Prager Karls-Uni­versität zu stu­dieren. Des­halb sei auch die Zahl der Experten auf diesem Gebiet be­grenzt. Ein Teil der Päda­gogen des neuen Lehr­gangs in Prešov sei be­reits hoch­qualifi­ziert. Das Team werde nach und nach ge­bildet, sagt Alexander Mušinka: „Einer un­serer weite­ren Pläne ist es, die Kom­bina­tion Sprache und Literatur auf die Pri­mar­stufen­päda­gogik aus­zu­dehnen. Darüber hinaus soll ein Er­weiterungs­studium für die Ab­sol­ven­ten-Pä­da­gogen ein­ge­richtet werden, die schon lehren. Sie könn­ten sich in der Roma-Sprache und der Roma-Literatur wei­ter­qua­li­fi­zie­ren.”

Die Absolventen des neuen Studienprogramms werden sowohl Romanes als auch Roma-Li­tera­tur lehren kön­nen. Der Rektor der Uni­ver­sität Prešov, Peter Kónya, be­merkte, dass die Sprache der Roma in der Slowakei noch keine Pflicht­sprache ist, je­doch an einigen Grund­schulen unter­richtet wer­den kann. Read the rest of this entry »

Djiparmissa: klassische Lyrik auf Romanes

August 20th, 2019  |  Published in Literatur & Bücher, Romani

DjiparmissaDjiparmissa
Klassische deutsche Gedichte auf Romane
s

Übersetzt u. herausgegeben von Reinhold Lagrene
zweisprachig Romanes-Deutsch, 160 S., gebunden
Verlag Das Wunderhorn: Heidelberg 2018

Das Romanes, die Sprache der Sinti und Roma, ist durch die euro­päi­sche Sprachen­charta als einzig­arti­ger Bestand­teil des kul­tu­rel­len Erbes Europas an­er­kannt. Sie wird in den Fami­lien mündlich wei­ter­ge­ge­ben und ist eine wich­tige kul­tu­relle Res­source der Minderheit. Eine (Anm.: ein­heit­liche und all­gemein an­erkannte) Kodifi­zie­rung der Sprache gibt es je­doch noch nicht. Der öffent­liche Gebrauch des Roma­nes ist lange Zeit von vie­len An­gehö­rig­en der Minder­heit ab­gelehnt wor­den. Zu sehr wirk­ten die Schrecken der natio­nal­sozia­lis­ti­schen Ver­folgung und des Holocausts, dem europa­weit über eine halbe Mil­lion Sinti und Roma zum Opfer fielen, nach. So­genannte Rassen­forscher, die ab 1936 von der SS mit der voll­ständi­gen Er­fas­sung der Minder­heit be­auf­tragt wurden, hat­ten die Sprache der Sinti und Roma erlernt, um sich deren Ver­trauen zu er­schlei­chen, auf deren Grund­lage später die De­por­ta­tio­nen in die Gettos und Ver­nich­tungs­lager in das be­setzte Polen er­folgten. Mitt­ler­weile ist die inter­ne Diskus­sion um den Sprach­erhalt und die Sprach­pflege fort­ge­schrit­ten und Rein­hold Lagrene sah es als seine Auf­gabe an, das Be­wusst­sein der Sinti und Roma für die Be­deu­tung der eigenen Sprache zu stärken. Anhand der Übersetzung von Ge­dichten deut­scher Klas­siker zeigt er, dass das Romanes eine Sprache ist, deren Leben­dig­keit und Vielfalt sich ebenso für den lyris­chen Aus­druck eig­net wie die Sprache der von ihm über­setzten Werke. Den eige­nen Leuten den sprach­lichen Reichtum des Romanes näher­zu­brin­gen und auch der Gesell­schaft zu zeigen, dass die Minder­heiten­sprache Romanes alles an­dere als ein Nischen­pro­dukt ist, hatte er sich zum Ziel ge­setzt.

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Muttersprache: Tagung in Oberwart (April 2019)

Mai 31st, 2019  |  Published in Radijo/TV Erba (Tschibtscha), Romani, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba

Tagung in Oberwart: Muttersprache verstärkt als Kom­mu­ni­kations&sjhy;mittel ver­wen­den – Zum Inter­na­tio­na­len Roma­tag am 8. April fand im Offenen Haus Oberwart die jähr­li­che Tagung statt. Wie in jed­em Jahr wur­de ge­mein­sam mit Ex­pertin­nen und Ex­perten ver­sucht, Stra­te­gien für den Er­halt der Roma-Kul­tur zu fin­den.

Talalinipe Erbate: Dajakeri tschib sora­leder ojs ko­muni­kaci­jona­kero koja and te be­scha­rel – Uso Internacijonali Romengero Di ando 8to april, imar suboton ando Pradi­mo Kher o sako ber­schen­gero tala­li­nipe sina. Sar sako bersch, khetan eks­per­tinen­ca taj eks­per­tenca pro­balim ol, stra­tegiji le upre likeri­peske la Romen­gera kul­turatar te lakel.

In diesem Jahr diskutierte man gemein­sam mit dem Linguis­ten Dieter Halwachs, mit der Leite­rin des Arti­kel-VII-Kul­tur­vereins, für das in der Steiermark an­gesie­del­te Pavelhaus, Susanne Weitlaner, dem aus Ungarn stam­men­den Grün­dungs­mit­glied der Ro­ma-Band Kalyi Jag Gustav Varga und dem Volks­gruppen­beirats-Vor­sitzen­den Emmerich Gärt­ner-Hor­vath der Roma und Sinti, Stanko Horvath für Bur­gen­land-Kro­aten sowie Josef Hollos für Ungarn über Metho­den ge­gen den Sprach­verlust, vor allem bezug­neh­mend auf die Sprache Burgen­land-Ro­mani bzw. Romanes.

Emmerich Gärtner Horvath, Vorsitzender des Volks­gruppen­bei­rates der Roma und Sinti und des Ober­warter Roma-Ver­eins Roma-Service, sieht die Chan­cen einer Wieder­belebung des Romanes als Bil­dungs­auftrag. Über Stra­tegien für den Sprach­erhalt sollte seiner Mei­nung nach nicht nur am Inter­natio­nalen Romatag dis­kutiert werden. Eine Chance sieht er in der Jugend, die sich über Social Media wie­der mehr für die Mutter­sprache Romanes in­teres­sieren. Read the rest of this entry »

Facts & Figures (220)

Mai 9th, 2019  |  Published in Facts & Figures, Romani

Als Anglo-Romani be­zeich­net man die als Vo­ka­bu­lar im Rah­men des Eng­li­schen bis heu­te ver­­wen­­de­­ten Res­te des in England be­reits im 19. Jh. ver­schwun­de­nen Ro­ma­ni.

(Quelle)

PH Burgenland le historischi kesdipeha

Mai 5th, 2019  |  Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung, Romani

Emmerich Gärtner-Horvath von Roma-Service präsentiert ein Kinderbuch auf Roman in der PH Burgenland (Foto: Roma-Service)Erschtivar andi historija la Austrijatar bojd jek sikavipe dsche­nenge, sa­ve mesch­ter­tscha/ mesch­ter­ki­ji te ol kam­na, le tschib­tscha­kere pha­ri­pes­kere gen­doha Bur­genland-Ro­­man (Bur­gen­land-Ro­­ma­ni), de­la. Use aja joma sikal pe akan i Peda­go­gi­schi Utschi Isch­kola Burgen­land andi Tikni Martona.

I Sabine Weisz, direktorkija la Pedagogischi Utschi Isch­ko­latar Bur­gen­land, lo­scha­nel pe, hot lakeri isch­kola aja joma uso upre like­ripe jeke bari­kane fak­to­ristar la bur­genlan­di­tika kultu­ratar akan schaj kerel. Te dosta aun­mej­dinip­tscha dija (pantsch dsche­ne iste le on) akor le dsche­ven­des­kere semes­te­riha 2019/2020 ada but­jakero vodi­ni­pes­kero sika­vipe, ande blokime sika­vipes­kere ori (10 kurke ando semes­teri: pa­rasch­tun 13:45 – 20:30 oren­ge, suboton 8:00 – 18:45 oren­ge) schaj kes­dinel.

Ando 3ti semesteri akor o tschibtschakero pha­ripes­kero gendo „Roman“ del. Akan o Burgen­land-Ro­man, kekaj te aja tschib ando tschu­lipen­gero isch­kola­kero tscha­tschi­pe ando Burgen­land tel pisim hi, ando bur­genlan­ditike isch­koli na sikado ol, so te upro fali­nipe le mesch­te­rendar adala tschib­tschake pasch­lol, phe­nel i ischko­lakeri insch­pektor­kija le tschu­lipen­gere isch­kola­kere ko­jastar le thanes­kere isch­kolakere ro­tistar Burgen­land, Karin Vukman-Artner.

Online aunmejdinipe dschi uso 15to maj

O online aunmejdinipe vasch o uprelipe meg dschi uso 15to maj na­schel (pascho kori­dor: 1ti juli – 14to au­gust 2019), pa­loda avre upre­li­pes­kere- taj ajg­nungake­re koji del. Read the rest of this entry »