Liebe Leserinnen und Leser,
in wenigen Wochen begeht Österreich den 30. Jahrestag des größten rassistischen Verbrechens seiner Nachkriegsgeschichte. Vier junge Roma aus Oberwart wurden 1995 grausam aus dem Leben gerissen. Über diese Schicksalstage, in denen für die Volksgruppe alles auf dem Spiel stand, berichtet Roman Urbaner in einem Einführungstext. Vieles hat sich seither zum Guten gewendet, Österreich hat sich seiner Volksgruppe angenommen. Das Burgenland hat – durchaus vorbildhaft in Europa – gezeigt, wie es klappen kann. Doch die Gewalt gegen Roma bleibt virulent – sogar in Österreich, wie eine Reihe von Vorfällen beweist. Diese sind freilich nur eine winzige Fußnote zu dem, was weltweit geschieht und von dem man in den Medien nur selten erfährt. Aus Hunderten dokumentierten Vorfällen haben wir daher eine Chronik der Gewalt aus den Jahren 2005 bis 2020 zusammengestellt. Es ist eine beängstigende Liste von Hassverbrechen – von Tschechien bis Chile, von Polen bis Bulgarien. Fast immer folgt die Eskalation denselben Mustern: Da ist der Hass gegen die Minderheit, der Konflikte ethnisch kanalisiert und Roma zu Sündenböcken macht. Da ist die rassistische Entgrenzung der Gewalt, die sich gegen das Kollektiv richtet. Da sind auswärtige Gruppierungen, die die lokale Spannungen anheizen, und das Versagen des Staates, der die Täter allzu oft gewähren lässt und stattdessen gegen die Opfer vorgeht.
Anregende Lektüre und ein gutes neues Jahr
wünscht Ihnen Ihr Team von dROMa
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Kedveschne genaschkiji taj genaschtscha,
ande poar kurke i Austrija upro 30 berschengero di le lek bareder rasistischi faphageripestar leskera cajtatar palo haburi gondolinel. Schtar terne Roma Erbatar, 1995 murdarde ule. Pedar adala terdschijiptschengere divesa, ande save la flogoskera grupnake sa upro khelipe terdscholahi, phukal o Roman Urbaner ande leskero andvodinipeskero tekst. But sajt oja cajt ando latschipe pe irintscha, i Austrija leskera flogoskera grupnake aun pe lija. O Burgenland – hatek jek idol andi Europa – sikatscha, sar schaj dschal. Ham o bibastalo tradipe gejng o Roma atschol – muguli andi Austrija, sar jek redo angleperiptschendar sikal. Hatek ada tschak jek tikno koja use oda hi, so upro cilo them pasirinel taj savestar ando mediji tschak tschulo te schunel hi. Andar but schel dokumentirime angleperiptscha vaschoda jek khetan kedipe le bibastale tradipestar andar o berscha 2005 dschi 2020 ktehan terdschartscham. Jek brigaschni lista hosinipeskere faphavgeriptschendar hi – usar i Tschechija dschi ande Tschile, usar i Polnija dschi andi Bulgarija. Bojd mindig i eskalacijona palo glajchi mustertscha tel naschel: Adaj hi o hosinipe gejng o tschulipe, savo konfliktscha etnischi vodinel taj le Romen uso grihakero bido kerel. Ada o rasistischi naphandlipe le bibastale tradipestar hi, savo pe gejng o cile irinel. Adaj hi avrethemutne grupn, save o lokali dondebeschariptscha dschivdscharen, taj o na schofinipe le schtotistar, savo le tetertschen butvar sa te kerel mukel taj akor gejng o opfertscha angle dschal.
Schukar genipe taj latscho Nevo Bersch
kivaninen tumenge o dschene andar dROMa
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