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	<title>Kommentare zu: Aufgeklärter Armutsporno?</title>
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		<title>Von: Thomas Handrich</title>
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		<dc:creator>Thomas Handrich</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Dec 2012 10:20:15 +0000</pubDate>
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		<description>Eine Stellungnahme zu dem Artikel in der TAZ:
Warum führt der Autor Paul Hockenos in seinem Artikel den Begriff Armutsporno ein? Warum wird dieser Begriff zur Überschrift ? Warum umrahmen  Fotos aus Slums in Afrika, Asien und Lateinamerika den Artikel? Wer den Artikel bis zum Ende liest und sich nicht von der reißerischen Überschrift und den Fotos (in der Printausgabe) manipulieren lässt, stellt fest: Sowohl die Fotos als auch die Begrifflichkeit Armutsporno, hervorgehoben zur Überschrift,  sind – gelinde gesagt – Fehlgriffe.  Wie Paul Hockenos richtig beschreibt, hatten weder die Reisenden ein voyeuristisches oder gar pornographisches Interesse, noch die gastgebenden Roma eines sich zu prostituieren.  Insbesondere die Überschrift zeugt von Gedankenlosigkeit (schlimm genug) und sagt mehr über ihren Verfasser als über den Berichtsgegenstand aus. Sie hat allerdings für die Leser in den Dörfern rund um Kecerovce  eine indirekt diffamierende Wirkung.  Viele von Ihnen leben gar nicht in Slums, sondern in ganz normalen Häusern. Eine solch differenzierende Sicht zu ermöglichen war ein Ziel unserer Reise.  Viele Teilnehmende  – so auch Paul Hockenos - bestätigen dies, wie ihre Berichte,  dokumentiert auf der Webseite www.politische-radreisen.de, zeigen. 
In Reaktionen zum Artikel wird auch die Auffassung vertreten, dass derlei Tourismus gestoppt werden sollte.  Hierzu:  Keine meiner zahlreichen politischen Bildungsreisen haben ein derart nachhaltiges Interesse geweckt: Ein halbes Jahr nach der Reise traf sich die Hälfte der Reisegruppe, zum Teil viele Hunderte Kilometer gereist,  zu einem Nachbereitungswochenende im Wendland. Im Zentrum der Diskussion und des Austausches stand u.a. die Situation der Sinti und Roma in Deutschland; vor allem das Schicksal der von Abschiebung bedrohten Roma aus dem Kosovo und aus Serbien.  Alle sind nun viel neugieriger geworden auf ihre Nachbarn, einige engagieren sich in Initiativen gegen die Abschiebungspraxis der Bundesregierung. Vor Ort in der Ostslowakei haben die aktiven Jugendlichen – durch die Spende der Teilnehmenden – nun einen wärmenden Ofen für Winter-Treffs in ihrem autonomen Jugendclub. Bei zukünftigen Bildungsreisen wünschen sie sich, das ergab die Auswertung,  ein mehr an Verantwortung für Teile des Programmes.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Stellungnahme zu dem Artikel in der TAZ:<br />
Warum führt der Autor Paul Hockenos in seinem Artikel den Begriff Armutsporno ein? Warum wird dieser Begriff zur Überschrift ? Warum umrahmen  Fotos aus Slums in Afrika, Asien und Lateinamerika den Artikel? Wer den Artikel bis zum Ende liest und sich nicht von der reißerischen Überschrift und den Fotos (in der Printausgabe) manipulieren lässt, stellt fest: Sowohl die Fotos als auch die Begrifflichkeit Armutsporno, hervorgehoben zur Überschrift,  sind – gelinde gesagt – Fehlgriffe.  Wie Paul Hockenos richtig beschreibt, hatten weder die Reisenden ein voyeuristisches oder gar pornographisches Interesse, noch die gastgebenden Roma eines sich zu prostituieren.  Insbesondere die Überschrift zeugt von Gedankenlosigkeit (schlimm genug) und sagt mehr über ihren Verfasser als über den Berichtsgegenstand aus. Sie hat allerdings für die Leser in den Dörfern rund um Kecerovce  eine indirekt diffamierende Wirkung.  Viele von Ihnen leben gar nicht in Slums, sondern in ganz normalen Häusern. Eine solch differenzierende Sicht zu ermöglichen war ein Ziel unserer Reise.  Viele Teilnehmende  – so auch Paul Hockenos &#8211; bestätigen dies, wie ihre Berichte,  dokumentiert auf der Webseite <a href="http://www.politische-radreisen.de" rel="nofollow">http://www.politische-radreisen.de</a>, zeigen.<br />
In Reaktionen zum Artikel wird auch die Auffassung vertreten, dass derlei Tourismus gestoppt werden sollte.  Hierzu:  Keine meiner zahlreichen politischen Bildungsreisen haben ein derart nachhaltiges Interesse geweckt: Ein halbes Jahr nach der Reise traf sich die Hälfte der Reisegruppe, zum Teil viele Hunderte Kilometer gereist,  zu einem Nachbereitungswochenende im Wendland. Im Zentrum der Diskussion und des Austausches stand u.a. die Situation der Sinti und Roma in Deutschland; vor allem das Schicksal der von Abschiebung bedrohten Roma aus dem Kosovo und aus Serbien.  Alle sind nun viel neugieriger geworden auf ihre Nachbarn, einige engagieren sich in Initiativen gegen die Abschiebungspraxis der Bundesregierung. Vor Ort in der Ostslowakei haben die aktiven Jugendlichen – durch die Spende der Teilnehmenden – nun einen wärmenden Ofen für Winter-Treffs in ihrem autonomen Jugendclub. Bei zukünftigen Bildungsreisen wünschen sie sich, das ergab die Auswertung,  ein mehr an Verantwortung für Teile des Programmes.</p>
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		<title>Von: Robert</title>
		<link>http://www.roma-service.at/dromablog/?p=21099&#038;cpage=1#comment-67453</link>
		<dc:creator>Robert</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Dec 2012 09:23:36 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo,
ich hatte  nicht den Eindruck, dass unsere Reise den Menschen, die wir besucht haben schadet oder sie verärgert. Ich denke, es kommt darauf an, wer dort wie auftritt. Mir schienen viele froh darüber, dass sich Leute aus dem Westen für ihre Lebensverhältnisse ernsthaft interessieren (wer sich nicht wirklich dafür interessiert, sollte allerdings nicht mitfahren, das ist wahr). Ich habe einige Berichte und Reportagen, die aus dieser Reise entstanden sind inzwischen veröffentlicht (weiterführende Links hier: http://ecomedia.wordpress.com//?s=Roma&amp;search=Los ) und hoffe, damit einen Beitrag zur Verständigung geleistet zu haben....</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo,<br />
ich hatte  nicht den Eindruck, dass unsere Reise den Menschen, die wir besucht haben schadet oder sie verärgert. Ich denke, es kommt darauf an, wer dort wie auftritt. Mir schienen viele froh darüber, dass sich Leute aus dem Westen für ihre Lebensverhältnisse ernsthaft interessieren (wer sich nicht wirklich dafür interessiert, sollte allerdings nicht mitfahren, das ist wahr). Ich habe einige Berichte und Reportagen, die aus dieser Reise entstanden sind inzwischen veröffentlicht (weiterführende Links hier: <a href="http://ecomedia.wordpress.com//?s=Roma&amp;search=Los" rel="nofollow">http://ecomedia.wordpress.com//?s=Roma&amp;search=Los</a> ) und hoffe, damit einen Beitrag zur Verständigung geleistet zu haben&#8230;.</p>
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