Musik

RomaRespekt #9: Musik & Widerständigkeit

September 21st, 2017  |  Published in Musik, Radio & TV

Radio RomarespektRadio RomaRespekt #9: Swing, Jazz, Pop und Widerständigkeit von Roma/Rom­nja und Sinti/Sin­tezze

Sendung vom 6.7.2016: Im Feld der Musik werden Roma/Rom­nja und Sinti/Sin­tezze be­son­ders exotisiert und stereo­typi­siert. Warum kann es den­noch wichtig sein, Musik expli­zit von Roma und Sinti zu spielen? Ihr hört eine klei­ne Ge­schich­te moder­ner Musik von Roma, Sinti, Manouches und Lovara seit den 1930er Jah­ren und wie sie verwoben ist mit Dis­kri­mi­nie­rung vs. Roma-Ak­ti­vis­mus.

Playlist #9:
Django Reinhardt: Dinah | Christian Escoudé Group: Dolores | Schnuckenack Reinhardt: Fuli Tschai | Café Noir: Lass Maro Tschatschepen | Kitty Winter & Gypsy Nova: My Family | Sinti Swing Berlin: Johnny, tu n’es pas un ange | Gypsy Love: Just a little Love | Karl Ratzer Group: New Waltz | Marianne Rosenberg: Ruf an! | Duo Z: Lustig wär’ das Z[…]leben | Martin Lubenov: Lovely Istanbul | New York Gypsy Allstars: Smiles | Dotschy Reinhardt: Django’s Theme

(Sendung & Text: Weiterdenken: RadioRespekt, CC BY-NC-ND 3.0)

RomaRespekt #8: Mindj Panther

September 18th, 2017  |  Published in Frauenrechte, Musik, Radio & TV

Radio RomarespektRadio RomaRespekt #8: Mindj Panther – feministischer Romani-Hip-Hop

Sendung vom 2.7.2016: Die Romnja Sandra Selimović und Simonida Selimović rappen unter dem Namen Mindj Panther. Beide wohnen in Wien und sind in der femi­nis­ti­schen Grup­pe IniRromnja
 ak­tiv. Als Perfor­merin­nen­gruppe „Roma Armee Fraktion“ gehen sie im öffent­li­chen Raum Wiens gegen Rassismus vor. In ihrem Video zum gleich­nami­gen Stück „Mindj Panther“ rap­pen sie gegen das Bettel­verbot in Wien, für Um­ver­tei­lung und knacken einen Bank­auto­maten. Sandra und Si­mo­ni­da Selimović ar­beiten haupt­säch­lich als Schau­spie­lerin­nen und Re­gis­seu­rin­nen. 
In dieser Sen­dung hört ihr ein Inter­view mit Sandra Selimović und Simonida Selimović. Sie spre­chen darüber, wie sie zum Rappen ka­men, über ihren politi­schen Ak­ti­vis­mus, über das Rappen in Romanes, über ihre Per­foman­ces gegen das anti­romais­ti­sche Bettelverbot in Wien, über ihre fe­mi­nis­ti­sche Po­si­tion, über Em­power­ment. Sie äu­ßern sich auch zu Fra­gen der „cultural appropriation“, also in­wie­fern sich Kul­tur und Aus­drucks­formen an­ge­eig­net wur­den, die von Roma und Romnja ge­schaf­fen wur­den. 
Zwi­schen­drin sind eini­ge Mindj-Pan­ther-Tracks zu hö­ren.


Siehe auch:
 www.romanosvato.at
 | inirromnja.wordpress.com
 | www.romnja-power.de

(Sendung & Text: Weiterdenken: RadioRespekt, CC BY-NC-ND 3.0)

Siehe auch:
„Roma Armee“ im Gorki-Theater, 14.8.2017
♫ Mindj Panther (Welt-Roma-Tag 2014 in Berlin), 30.11.2015
Romano Svato: Amen protestirinas!, 30.9.2013
Selimović: „Wir pro­tes­tieren!“, 27.9.2013

„Voice of Diversity“ – Harri Stojkas Workshop

September 4th, 2017  |  Published in Musik, Radio & TV

Heimat Fremde Heimat „Heimat Fremde Heimat“
ORF2, Sendung vom 3.9.2017
Ansehen: ORF-TVthek

Silvana Meixner präsentiert in der aktuel­len Sen­dung des ORF-Ma­gazins „Heimat Fremde Heimat“ einen Beitrag über Harri Stojkas Roma-Mu­sik-Work­shop. Wei­tere Bei­träge über afgha­ni­sche Matu­rant/in­nen und „Weit­blicke“ mit dem Arzt und Theo­lo­gen Johannes Huber.

Musik-Workshop in Hallstatt (Screenshot ORF)„Voice of Diversity“ – Harri Stojkas Roma-Musik-Workshop in Hallstatt

Der Verein „Voice of Diversity“ organi­siert auch 2017 in Hallstatt den be­lieb­ten Roma-Mu­sik-Work­shop unter der Lei­tung von Harri Stojka. In diesem Jahr geht es um die Ver­bin­dung von Roma-Musik und jiddischen Lie­dern: „Es gibt viele mu­si­ka­li­sche Be­rüh­rungs­punkte im Klang und auch in der Emo­tion“, er­klärt Roman Grinberg, der den Ge­sangs­work­shop lei­tet und die Teil­neh­mer/innen auch über jüdische Tra­di­tion und Ge­schich­te auf­klärt. „Wir ha­ben ein ähn­li­ches Schick­sal zu tra­gen“, er­ken­nen Sissi und Doris Stojka, die die Kurs­teil­neh­mer/innen beim Er­ler­nen der Roma-Lieder coachen. Čedomira Schlapper be­richtet.

(Text: ORF)

RomaRespekt #1: Rap gegen Abschiebung

August 29th, 2017  |  Published in Musik, Radio & TV, Rassismus & Menschenrechte

Radio RomarespektRadio RomaRespekt #1: Rap gegen Abschiebung – Kefaet, Selamet und Hikmet Prizreni

Sendung vom 7.11.2015: In der ersten Aus­ga­be von Radio RomaRespekt hört Ihr ein Inter­view und Musik von den drei Brüdern Kefaet, Selamet und Hikmet Prizreni. Die drei sind Hip-Hop-Artists und rap­pen gegen Rassis­mus. Sie sind in Deutschland auf­ge­wach­sen. Zwei von ihnen sind in den Kosovo ab­ge­scho­ben wor­den und nach vier Jahren zurück nach Deutsch­land ge­flüch­tet. Dem drit­ten, Hikmet, steht dieses Schick­sal ver­mut­lich bald bevor (wir berichteten). Ihr musi­ka­li­sches Schaf­fen stel­len sie im­mer wieder in den Zu­sam­men­hang zu Kämpfen von Roma und Romnja für Bleiberecht und ge­gen Ab­schie­bun­gen. Wei­tere In­for­ma­tio­nen: Free Hikmet (Anm.: Stand Dez. 2015)

(Sendung & Text: Weiterdenken: RadioRespekt, CC BY-NC-ND 3.0)

Update, dROMa-Red.:
Selami Prizreni wurde am 16. Mai 2017 neuer­lich in den Kosovo ab­ge­scho­ben. Nur wenige Tage später hätte der Roma-Ak­ti­vist (Selami hat die Initia­tive „Roma Art Action“ mit­be­gründet) beim NSU-Tribunal in Köln dabei sein sol­len. Read the rest of this entry »

Burgenland: Roma-Butschu am 17. Juni

Mai 25th, 2017  |  Published in Musik, Veranstaltungen & Ausstellungen

Romano RathDer traditionelle Roma-Butschu in Bachselten findet am 17. Juni 2017 auf der Festwiese Schuh, Am Teichbach 3, statt. Beginn ist um 19:00 Uhr.

Musikalisch wird die Veranstaltung von der süd­burgen­län­di­schen Roma-Band Romano Rath be­glei­tet. Weitere High­lights dieser Kultur­ver­anstal­tung sind Darko & Danijel Piller (be­kannt als Trio Piller, Fina­list bei „Die große Chance“, 2. Platz) und die ungarische Volks­tanz­gruppe Siget. Diese Ver­anstal­tung bietet allen die Mög­lich­keit, einander zu tref­fen, sich aus­zu­tau­schen und die Kultur der bur­gen­län­di­schen Volks­grup­pen ken­nen zu lernen.

O tradicijoneli Roma Butschu ando 17. juni 2017 upri Festwiese Schuh, Am Teichbach 3, tel likerdo ol.

Kesdim ol 19:00 orenge. I muschika uso mulatintschago kerel i sud­burgen­lan­ditiki Romani banda Romano Rath. Baro high­lights hi o Darko & Danijel Piller (prin­dschar­do ojs Trio Piller fina­listo uso „Die gro­ße Chance“, 2. than taj i Flo­gos­keri khe­li­pes­keri ungriki grupn Siget. Ada mula­tin­tscha­go le cilen­ge o schaji­pe del, pumen te tala­linel, arte­parul taj i kultura le bur­gen­lan­di­tike flo­gos­kere grup­nen­dar te prin­dscha­rel te siklol.

Gedenkfeier im Baranka-Park in Wien

Mai 20th, 2017  |  Published in Geschichte & Gedenken, Musik, Veranstaltungen & Ausstellungen

Barankapark-Gedenkfeier 2017Samstag, 20. Mai 2017, 17-22 Uhr
Eintritt frei!

Die Baranka-Park-Gedenkfeier wird seit 2009 vom Verein Voice of Diversity jedes Jahr am 20. Mai auf der ehe­ma­li­gen Hellerwiese (heute Belgradplatz mit Baranka-Park) im 10. Wiener Ge­mein­de­bezirk or­ga­ni­siert mit dem Ziel, jener Roma und Sinti zu ge­denken, die einst auf der Wiese ihren Lager- und Rastplatz fan­den, bis sie 1941 Opfer des National­sozia­lis­mus wurden. Mit der Feier soll der Opfer gedacht wer­den und auch das Leben und die Kultur der Roma und Sinti sowie die jüdische und Wiener Kultur ge­feiert und ver­mittelt werden. Nam­hafte Künstler/in­nen wie Harri Stojka, Doron Rabinovici, Shlomit Butbul oder Martin Spengler prä­sen­tie­ren am 20. Mai 2017 ihre Kunst und Kultur und schaf­fen im Baranka-Park einen Ort der kultu­rel­len Be­geg­nung. Weiters werden zahl­rei­che Per­sön­lich­keiten des öffent­li­chen Lebens wie Erich Fenninger, Gilda Horvath und andere zu Wort kom­men und kurze State­ments geben, um ein Zei­chen gegen das Ver­ges­sen zu setzen und den Blick für die Gegen­wart und Zukunft zu öffnen.

Programm:

17 Uhr – Eröffnung
17.15 Uhr – Musikschule Favoriten
17.35 Uhr – Lesung „Papierene Kinder“: Doris Stojka
17.45 Uhr – Mosa Sisic & seine Schüler
18.15 Uhr – Lesung mit Musik „Herzl Reloaded“: Doron Rabinovici & Harri Stojka
19 Uhr – Martin Spengler & die foischn Wiener
20 Uhr – Shlomit & Band
21 Uhr – Harri Stojka & Band

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ESC: 300 Roma vertrieben, einer singt

Mai 13th, 2017  |  Published in Musik, Rassismus & Menschenrechte

Beim großen Eurovision-Finale in Kiew steht heute Abend Joci Pápai mit „Origo“ (hier der Liedtext) als achter von 26 Teil­neh­mern auf der Bühne – eine Premiere, denn noch nie trat beim Euro­vision Song Contest ein An­ge­hö­ri­ger der Volks­gruppe der Roma für Ungarn an. Bei den Buch­machern liegt der 35-Jäh­rige aus der nord­unga­ri­schen Klein­­stadt Tata im Mittel­feld. Wir hal­ten ihm die Daumen. (Einen Ar­ti­kel über Roma beim ESC finden Sie übri­gens in der letz­ten Sommer­aus­gabe un­se­res Ma­ga­zins dROMa: mehr hier.)

Im Vorfeld der Großveranstaltung, die sich ansons­ten so gerne als Festival der Diversität in­sze­niert, ge­schah aller­dings auch Schreck­li­ches: Über 300 Roma der Stadt wurden gewalt­sam – und unter Dul­dung der Polizei – aus Kiew ver­trieben. Sie flüchteten, sechs Häuser von Roma-Familien wurden nieder­gebrannt. Das „Euro­pean Roma Rights Centre“ (ERRC) schreibt:

More than 300 people, over a 100 families, have been forced to leave their homes in Kiev after threats were made against their lives in the begin­ning of April. Only a day after the last fami­lies depar­ted, the threats were carried out and six houses burned to the ground, likely with Molotov cocktails. The police had full know­ledge of the seve­rity of the threats that were made, yet no pre­ven­ta­tive measures were taken. Read the rest of this entry »

Roma-Sänger vertritt Ungarn beim ESC

Februar 19th, 2017  |  Published in Musik, Radio & TV

Joci Pápai bei der Vorentscheidung in Budapest (Foto: MTVA) Endlich, jetzt hat auch Ungarn sei­nen Tony Wegas: Joci Pápai vertritt sein Land beim Eurovision Song Contest in Kiew.

Ungarn wird erstmals einen Künstler aus der Volks­grup­pe der Roma zum Euro­vision Song Contest (ESC) ent­sen­den. Der 35-jäh­rige Rom Joci Pápai konn­te Sams­tag abend die na­tio­nale Vor­aus­wahl für sich ent­schei­den und wird so­mit sein Land im Mai bei der gro­ßen Euro­vi­si­ons-Show in Kiew ver­tre­ten. Am Wett­singen der un­ga­ri­schen Vor­ent­schei­dung, „A Dal 2017“, nah­men ins­ge­samt 30 Sän­ger bzw. Grup­pen teil, acht davon schaff­ten es in die Final­show. Dort setzte sich Pápai mit dem Song „Origo“ sou­ve­rän gegen die Kon­kur­renz durch – bei der Jury­aus­wahl eben­so wie bei der ab­schlie­ßen­den Pub­li­kums­wer­tung. Dass Ungarn beim ESC von einem Rom re­prä­sen­tiert wird, ist eine höchst er­freu­liche Premiere. Auch wenn Pápai bei der Bühnen­show (mit bar­füßig herum­wirbeln­der „Zigeu­ner“-Tän­zerin) ein we­nig zu tief in die Klischee­kiste griff. (Einen Ar­ti­kel über Roma-Sän­ger/innen beim Euro­vision Song Con­test finden Sie übri­gens in der letz­ten Sommer­aus­gabe un­se­res Ma­ga­zins dROMa: mehr hier.)

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Weltpremiere von „Django“ eröffnet Berlinale

Januar 7th, 2017  |  Published in Film & Theater, Geschichte & Gedenken, Musik

Französisches Django-Reinhardt-Porträt eröffnet Filmfestival (Foto: Arpajou, Roger via Berlinale.deMit der Weltpremiere von Etienne Comars Regiedebüt „Django“ wer­den am 9. Febru­ar 2017 die 67. In­ter­na­tio­na­len Film­fest­spiele Berlin er­öff­net. „Django“ wird am inter­na­tio­na­len Wettbewerb teil­nehmen. Der fran­zö­si­sche Film er­zählt von Django Reinhardt, dem be­rühm­ten Gitar­ris­ten und Kom­po­nis­ten und seiner Flucht aus dem von Deutsch­land be­setz­ten Paris 1943. Der groß­arti­ge Gitarrist brauch­te nur weni­ge Mo­men­te, um sich mit sei­ner Gitar­re in die Her­zen der Men­schen zu spie­len. Als Sinti wurde seine Fa­mi­lie von den Nazis ver­folgt und schi­ka­niert. „Django Rein­hardt war einer der schil­lerndsten Vor­rei­ter des euro­päi­schen Jazz und Be­grün­der des Gypsy-Swing. „Django“ zeigt auf packen­de Weise ein Ka­pi­tel seines be­weg­ten Lebens und ist eine er­grei­fende Über­lebens­ge­schichte. Die stän­di­ge Be­dro­hung, seine Flucht und die fürch­ter­li­chen Gräuel­taten an seiner Fami­lie konn­ten ihn nicht daran hindern weiter­zu­spielen“, sagt Ber­lina­le-Direk­tor Dieter Kosslick.

Regisseur Etienne Comar hat sich so­wohl als Dreh­buch­autor und Pro­du­zent – „Von Men­schen und Göt­tern“, „Haute Cuisine“, „My King“ – als auch als Co-Pro­du­zent – „The Women on the 6th Floor“, „Tim­buktu“ – einen Na­men ge­macht. Für seine ers­te Regie­arbeit „Django“ be­setzte er die Titel­rolle mit dem Schau­spie­ler Reda Kateb („Den Men­schen so fern“). Read the rest of this entry »

Bastali boschitscha!

Dezember 24th, 2016  |  Published in Brauchtum & Tradition, Musik

Bastali boschitscha taj schukar nevo bersch 2017!
Fröhliche Weihnachten und ein schönes neues Jahr 2017!
Merry Christmas and a Happy New Year 2017!
¡Feliz Navidad y Próspero Año Nuevo 2017!