Radio & TV

SWR2: Nazif und der silberne Bär

Februar 13th, 2018  |  Published in Film & Theater, Radio & TV, Rassismus & Menschenrechte

Familie Mujic (Foto: swr.de)SWR2 Feature: Nazif und der silberne Bär – Vom kurzen Ruhm eines Rom

Einstündige Sendefassung der gleich­na­mi­gen Podcast-Se­rie von Zoran Solomun

Sendung vom 14.2.2018, 22:03 Uhr | Die Serie „Nazif und der sil­ber­ne Bär“ kön­nen Sie auch in der ARD Audio­thek App oder als Podcast hö­ren.

Nazif Mujić ist ein Rom aus Ostbosnien, der von Altmetall lebt, das er sam­melt und wei­ter­ver­kauft. Im Winter 2011 er­war­ten er und seine Frau Senada ihr drit­tes Kind. Als es plötz­lich im Mutter­leib stirbt, än­dert sich ihre Leben dra­ma­tisch. Sie haben weder eine Kranken­ver­si­che­rung noch ge­nü­gend Bargeld, um die nöti­ge Operation zu be­zah­len. Mit einem ille­galen Trick ge­lingt es erst im letz­ten Moment, ihr Leben zu retten.

Der be­rühmte bosnische Filmregisseur und Oscar-Ge­win­ner Danis Tanović er­fährt von ihrer Ge­schichte und ver­filmt sie mit Nazif und Senada, die sich selbst spie­len, in den Haupt­rollen. Der halb­dokumen­ta­ri­sche Film wird zu einem Rie­sen­erfolg: Auf der Berlinale 2013 er­hält Tanović den Großen Preis der Jury und Nazif Mujić den Silber­nen Bären als bes­ter Dar­steller. Nazif und Senada hof­fen, dass sich ihr Leben nun zum Bes­se­ren wen­den wird.

(SWR2 Programminfo)

Terror gegen Roma? Wieder Brand in Plauen

Februar 9th, 2018  |  Published in Radio & TV, Rassismus & Menschenrechte

Nach dem Brandanschlag auf ein Roma-Wohnhaus in Plauen (Sachsen) brannte nun auch das Ersatz­quartier. Dies­­mal star­­ben zwei Men­schen. Vor drei Wochen sahen einige der Roma, wie sich Ver­däch­tige im Haus zu schaf­fen mach­ten – die Polizei wollte ihnen nicht glauben.

Deutschland: Wieder brannte das Haus der Roma-Familien in Plauen (Foto: Romano Sumnal)Radio Dreyeckland: Antiziganismus in Motiv und Umgang mit der Tat?

➔Sendung anhören (mp3)

Am Morgen des 5. Februar starben in Plauen zwei Per­so­nen beim Brand eines Wohh­hauses. Ein Mann und eine Frau, deutsche Staats­ange­hö­rige. Vier weitere Perso­nen wur­den teils schwer ver­letzt. Be­trof­fen war die Dach­geschoss­wohnung ei­nes Mehr­fami­lien­hauses in der Dürer­straße. Die Men­schen in den darunter­lie­gen­den Wohnun­gen konn­ten sich ret­ten. In dem Haus in der Dürer­straße waren sechs deut­sche Staats­an­gehö­rige ge­meldet und 30 Per­so­nen mit ande­ren Staats­an­gehörig­keiten. Zum Zeit­punkt des Brandes hiel­ten sich nach Aus­sagen eines Erst­helfers wo­mög­lich noch mehr Leute in dem Haus auf. Viele der Bewoh­ner/innen waren erst seit kur­zem in das Haus ge­zogen. Und zwar des­halb, weil ihr vori­ges Wohn­haus, weni­ge Stra­ßen weiter in der Trockental­straße, kurz zuvor, am 29. De­zem­ber 2017, eben­falls durch einen Brand un­be­wohn­bar gewor­den war. Schon zuvor hatte es dort laut dem Verein Romano Sumnal Brände ge­ge­ben. In der Nacht vom 29. auf den 30. De­zem­ber wur­den von den min­des­tens 40 Be­woh­ner/innen 19 ver­letzt, darunter acht Kinder. Mit schwe­ren Brand­verletzungen wur­den eine schwan­gere 29-jäh­rige Frau und ihr zwei­jähriger Sohn sowie ein fünf­jäh­ri­ges Kind und eine 39-jäh­ri­ge Frau in eine Spezial­klinik ein­ge­lie­fert. Bei den Be­woh­ner/innen han­delte es sich vor allem um Roma aus der Slowakei und aus Rumänien.

Wäh­rend des Brandes hal­fen eini­ge An­woh­ner und Passan­ten. Zwei jugend­li­che Helfer be­rich­te­ten je­doch, dass sie gefragt wurden, warum sie hel­fen – man solle die Leute doch ver­bren­nen las­sen. Ein An­woh­ner habe „Sieg Heil“ ge­rufen. Feuer­wehr­leute sollen bei den Rettungs­arbeiten an­gegrif­fen wor­den sein. Einen rassisti­schen Hinter­grund schloss die Polizei jedoch bald aus. Ver­dächtigt wurde zu­nächst ein ehe­ma­li­ger Bewohner des Hauses, der mit dem Ver­mie­ter Streit ge­habt ha­ben soll. Man­gels Beweisen wurde er aber wieder frei­gelas­sen. Nach dem Um­zug in die Dürerstraße hatten die ehe­mali­gen Be­woh­ner/innen der Trocken­tal­str. 86 Angst vor weite­ren Anschlägen. Mit­te Ja­nuar über­rasch­ten Haus­bewoh­ner/innen im Keller drei Männer, die mit einer weißen Flasche han­tier­ten und nach ihrer Ent­deckung weg­lie­fen. Read the rest of this entry »

Radio: Antiziganismus in den deutschen Medien

Februar 5th, 2018  |  Published in Medien & Presse, Radio & TV, Rassismus & Menschenrechte

Sendereihe RespectWords„Es kommen nicht nur Roma, es kommen auch Akademiker“ – Anti­ziga­nis­mus in den deut­schen Medien

Radio Dreyeckland | 29.1.2018
Sendereihe RespectWords | 30:00 Min.

➔Anhören (mp3)

Über kaum eine Gruppe wird so negativ, klischee­beladen und schlicht falsch be­rich­tet wie über Sinti und Roma. Wäh­rend be­son­ders reiße­ri­sche Schlagzeilen oder Titel­bilder durch­aus für Em­pö­rung sorgen kön­nen, liegt das eigent­li­che Problem viel tiefer – auch vor­geb­lich differen­zierte Bericht­erstattung be­zieht sich oft auf anti­ziga­nis­ti­sche Stereotype und re­pro­du­ziert diese. In der fol­gen­den Sendung wird da­nach ge­fragt, was Anti­ziganis­mus eigent­lich ist, wel­che Rolle er in der deutschen Medien­land­schaft spielt und wie mit dem Problem um­ge­gan­gen wer­den kann.

(Programminfo rdl.de)

Deconstructing/Reconstructing the ”Gypsy“

Februar 1st, 2018  |  Published in Kunst & Fotografie, Radio & TV

Damian Le Bas (Foto: www.jawdikh.pl)Zum Tode des Künstlers Damian Le Bas:
Handtellergeschichten – Deconstructing/Re­con­struc­ting the ”Gypsy“

Deutschlandfunk – Feature von Manuel Gogos
50:13 min | 31.01.2018 , Whg. v. 16.09.2017
➔Zum Beitrag

Der Künstler Damian Le Bas bestückte 2007 auf der Venedig-Bien­nale den ers­ten Roma-Pavillon mit seinem Gipsy-Dada. Im De­zem­ber ist er im Alter von nur 54 Jah­ren un­er­war­tet ge­stor­ben. We­nige Mona­te zuvor hat unser Autor Manuel Gogos Le Bas und seine Frau in Worthing/Sussex be­sucht. Ge­mein­sam streifte er mit dem Künstler­ehepaar über Floh­märk­te, durch Plat­ten­läden und die Land­schaft Süd­englands. Eine Hom­mage an eine be­son­dere Kunstform und ein Paar, das mit seinen eige­nen krea­ti­ven Selbst­entwürfen ein Zei­chen gegen über­kom­me­ne Stereo­type setzte.

(www.deutschlandfunkkultur.de)

Ö1: Der vergessene Genozid

Januar 28th, 2018  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radio & TV

Ö1Journal-Panorama vom 23.1.2018
Gestaltung: Maria Harmer

Online abrufbar bis Di, 30.1.2018

Der NS-Vernichtungsmaschinerie sind eine hal­be Mil­lion Roma zum Opfer ge­fallen. Doch der Genozid an ih­nen wur­de lange Zeit nicht wahr­ge­nom­men und wird auch heute noch oft ver­drängt. In Österreich le­ben die meis­ten der ver­blie­be­nen Roma heu­te im Burgenland. Nur ver­einzelt finden sich Gedenktafeln oder an­dere Mahn­male, die an die Er­mor­dung der hei­mi­schen „Zigeuner“, wie Roma, Sinti, Lovara und an­de­re frü­her ge­nannt wur­den, er­in­nern.

Eine Bestandsaufnahme anlässlich des Holocaust-Gedenk­tages am 27. Jän­ner.

(Text: Ö1 Programminfo)

Bajrot papal nevo konstiturim ol

Januar 19th, 2018  |  Published in Einrichtungen, Interview, Politik, Radio & TV

Radio Roma samRoma sam
Radijo Burgenland:
8.1.2018 | (on demand)

Roma-Beiratsvorsitzender Emmerich Gärtner-Horvath (Foto: Roma-Service)Flogoskero grupnengero bajrot: Gärtner-Horvath ter­dscha­rel pe papal uso völi­ni­pe le ang­le­besch­tostar

Ada bersch, ando feberi vaj merc, o flogoskero grup­nen­gero bajrot pa­pal nevo kon­sti­tu­rim ol. O angle­beschto Em­me­rich Gärt­ner-Hor­vath papal te kani­di­ri­nel kam­la. Ov adi khe­ro­daschi use i adive­sa­keri sen­dung Roma sam hi.

Le paldikipeske o Emmerich Gärtner-Horvath la butja­ha le Romane or­ga­ni­saci­jendar lo­schando pe sikal. Poar bari­kane pro­jektscha sar ando mediji ba­rika­ne prik be­scharde ule taj o upre ter­dscha­vipe le gon­doli­pes­kere tabli­nen­dar latsche reja­li­sirim ol. Te o Em­me­rich Gärt­ner-Hor­vath o scha­ji­pe usch­tidija i funk­cijo­na ando bajrot papal pantsch ber­scha te kerel, leske i lek bari­ka­neder buti hi, o konstruk­tivi dijalog la neva regi­run­gaha te kerel, phe­nel lo. „Te i medi­ja­keri buti andi flogos­keri grupn andi redak­cija leske meg min­dig bari­kano hi“, phenel o angle­besch­to Emme­rich Gärt­ner-Horvath.

Kada o Rudolf Sarközi mulo, i funkcijona jek bersch schutschi atschini. O Emmerich Gärtner-Horvath andar Roma-Service o anglebeschipe le flogoskere grupnengere bajrotistar le Romendar ando merc 2017 prik lija.

(volksgruppen.orf.at)

Roma-Volksgruppenbeirat wird neu gewählt

Januar 16th, 2018  |  Published in Einrichtungen, Interview, Politik, Radio & TV

Radio Roma samRoma sam
Radio Burgenland:
8.1.2018 | (on demand)

Roma-Beiratsvorsitzender Emmerich Gärtner-Horvath (Foto: Roma-Service)Volksgruppenbeirat: Gärtner-Horvath stellt sich nochmals zur Wahl als Vor­sitzender

volksgruppen.orf.at: Heuer, im Februar oder März, wird der Volksgruppenbeirat für Roma neu konstituiert. Dessen Vorsitzender Em­me­rich Gärt­ner-Hor­vath will noch­mals kan­di­die­ren. Er ist zu Gast in der aktuel­len Aus­gabe von Roma sam.

Rückblickend zeigt sich Gärtner-Horvath mit der Arbeit der Roma­organisa­tio­nen zufrie­den. Einige wich­tige Pro­jekte im Bereich Medien wur­den erfolg­reich um­gesetzt und die Auf­stel­lung der Gedenktafeln im ent­spre­chen­den auf­klä­re­ri­schen Rah­men reali­siert. Falls Em­me­rich Gärt­ner-Hor­vath die Mög­lich­keit ge­nießen würde, die Funk­tion als Vorsitzender im Beirat für wei­te­re fünf Jahre aus­zu­üben, sei die wich­tigs­te Auf­gabe für die nächste Legis­latur­perio­de, einen konstruk­ti­ven Dialog mit der neuen Regie­rung her­zu­stellen, meint er. Read the rest of this entry »

Verdrängte Perspektiven (Radiofeature)

Dezember 29th, 2017  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radio & TV

Verdrängte Perspektiven – ein Sinto auf Spurensuche
Ein Audiofeature in zwei Teilen von Isabel Andiel & Lisa Beulshausen
Begleitbroschüre zur Sendung (pdf)


Bis heute führen gesellschaftliche Ressentiments gegen­über Roma und Sinti zu Aus­gren­zung und Dis­krimi­nie­rung. Eine tief­grei­fende Aus­einan­der­setzung mit Antiromaismus und der Auf­arbei­tung des Völkermords an ihnen ist bis­her nicht erfolgt. Mit unter­schied­li­chen Per­spek­ti­ven und Erzähl­strängen in­vol­viert das Audiofeature, klärt auf und regt an, neue Wege der Aus­einan­der­setzung ein­zu­schlagen.

Der Aspekt der Spurensuche nach der eigenen Vergangen­heit im National­sozia­lis­mus wird unter ande­rem durch den Prota­go­nis­ten Robert Richter be­leuch­tet. Er steht als Ver­bindungs­glied zwi­schen Ver­gangen­heit und Ge­gen­wart. Seine Großmutter Barbara Richterrova war u.a. im Kon­zentra­tions­lager Lety inhaf­tiert und über­lebte das KZ Auschwitz-Bir­kenau. Als Enkel hat sich Robert Richter stark mit seiner Familien­geschichte aus­einander­gesetzt und nach­geforscht. Eine er­wei­ter­te Perspek­tive auf die Ver­folgung und Ver­nichtung von Roma und Sinti im Natio­nal­sozialis­mus wird durch Erfahrungs­berichte von weite­ren Zeitzeugen/in­nen ge­geben. Read the rest of this entry »

Boschitscha | Weihnachten

Dezember 25th, 2017  |  Published in Brauchtum & Tradition, Radio & TV

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba
Medienworkshop von Roma-Service & Karika
Redaktion: Kerstin Horvath; Interview: Marcel Horvath; Cutter: Josef Horvath


Boschitschon sa vasch i harmonija, o mirnipe taj butvar vasch o pali­ke­ripe pe te irinel. Pali­keripe le bari­kane manu­schenge, save amaro dschi­vipe asaj schukar keren. Boschi­tscha jek mula­tin­tschago hi, jek pali­keripe ar te vake­rel. Taj te le na bare ala­venca schaj kertscham, tikne ko­jenca amare kamle dsche­nen­ge schaj famit­linas, hot bas­tale sam, kaj len ande amaro dschi­vipe del.

Zu Weihnachten soll sich alles um Harmonie, Ruhe und vor al­lem Dank­bar­keit dre­hen. Dank­bar­keit für die einzig­arti­gen Men­schen, die unser Leben so lebens­wert machen. Weih­nachten ist ein Fest, ein An­lass, einfach mal Danke zu sagen. Auch wenn man es nicht groß mit Wor­ten hat, kann man mit kleinen Auf­merk­sam­keiten seinen Liebs­ten ver­mitteln, dass man glück­lich ist, sie in seinem Leben zu haben.

(Redakcijona: Kerstin Horvath; vakeripe: Marcel Horvath; tschinaschi: Josef Horvath)

Respect Words: Hassrede in den Medien

Dezember 9th, 2017  |  Published in Radio & TV, Rassismus & Menschenrechte

RespectWordAus der Reihe „Respect Words“: Wie umgehen mit Hassrede in den Medien? – Antiziganismus als Phä­no­men der Mehr­heits­ge­sell­schaft

Radio Dreyeckland, 5.5.2017
➔Anhören (mp3): 58:40 min

Beim Seminar „Wie umgehen mit Hassrede in den Medien?“ spricht Markus End über Anti­ziga­nis­mus in den deutschen Medien. Er analy­siert dafür einen Bei­trag des Rund­funks Berlin-Bran­den­burg im Magazin Klartext vom 27. April 2016. Vor dem Hinter­grund anti­ziga­nis­ti­scher Kon­tinui­tä­ten seit dem Völker­mord im Na­tio­nal­sozia­lis­mus er­läu­tert Markus End die stereo­typen und dis­krimi­nie­ren­den Berichte über (ver­meint­li­che) Sinti und Roma, wie sie all­täg­lich in den Medien auf­tauchen.

Weitere Informationen zum Projekt Respect Words, das sich mit Hate Speech in den Medien be­schäf­tigt, un­ter www.respectwords.org

(Text: www.rdl.de)