Veranstaltungen & Ausstellungen

Burgenland: „Schicksalsjahr 1938“

August 23rd, 2018  |  Published in Geschichte & Gedenken, Veranstaltungen & Ausstellungen

Burgenland: "Anschluss" an NS-Deutschland 1938 (Foto: Landesmuseum Burgenland)Schicksalsjahr 1938 – NS-Herrschaft im Burgenland

Ausstellung im Landesmuseum Burgenland
Eisenstadt – noch bis 4.11.2018

Die Ausstellung setzt sich mit den Fol­gen der Macht­ergrei­fung durch die Natio­nal­sozia­lis­ten im Burgen­land aus­einan­der und er­zählt an­hand per­sön­li­cher Schick­sale die Ge­schich­te des Jah­res 1938.

Am Abend des 11. März 1938 – und damit frü­her als in al­len an­de­ren Bun­des­län­dern – be­gann im Burgen­land eines der dun­kels­ten Kap­itel sei­ner Geschichte: die Zeit der NS-Dik­ta­tur. 80 Jah­re da­nach set­zen sich das Lan­des­muse­um Bur­gen­land und das Ös­ter­rei­chi­sche Jü­di­sche Mu­se­um in einer ge­mein­sa­men Aus­stel­lung mit den bur­gen­län­di­schen As­pek­ten die­ses schick­sals­haf­ten Jah­res aus­einan­der.

In vielerlei Hinsicht nahm das Burgenland 1938 eine Son­der­stel­lung ein. Mit über 99% war die Zu­stim­mung für den „Anschluss“ be­son­ders hoch. Juden und Jü­din­nen wur­den hier schnell ver­trie­ben und ihr Ver­mögen be­son­ders rasch ein­ge­zogen. Mit der Auf­lö­sung im Herbst 1938 ver­schwand das Burgen­land schließ­lich gänz­lich von der politi­schen Land­karte. Der Illu­sion von einem bes­seren Leben als Be­stand­teil des Deut­schen Reiches folg­te bald die er­nüch­tern­de Reali­tät. Nur ein­ein­halb Jahre nach dem „An­schluss“ mar­schier­ten Bur­gen­län­der in Hitlers Ar­meen. Juden und Roma waren nicht län­ger Teil der „Volks­gemein­schaft“. Sie wur­den sys­te­ma­tisch ent­rechtet, be­raubt und ver­trieben. Der natio­nal­sozia­lis­ti­sche Terror for­derte im Bur­gen­land un­ter Roma, Juden und poli­tisch Anders­den­ken­den fast 9000 To­des­opfer.

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Servus Del tuha (august 2018)

August 22nd, 2018  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radio & TV, Veranstaltungen & Ausstellungen

ORF 2 Burgenland - Volksgruppenmagazin Servus Del tuhaServus | Szia | Zdravo | Del tuha
ORF 2 Burgenland, 12. august 2018
>>On Demand

I duk, savo o dujto haburi le Romen­ge ker­tscha, meg min­dig adaj hi. I gene­ra­cija le Romen­dar taj Sinti­jen­dar, savi pa­loda upro them ali, masch­kar i naci cajt ande pu­mari eksis­tenca pujsto tschite ule, ledschel o er­bini­pe „schoha buter te po­bis­terel“ le pra­di­pes­ke bajder.

Moderatorkija Katharina Janoska (Foto: orf.at)Festivalo „E Bistarde“ Te o kinstlerkiji Sandra taj Simonida Selimović kam­na hi jek baj­deri inici­ja­tiva le diki­peske le pra­dime duki­peske la flogos­kera grup­natar te sikal. I „Roma-Wiese“ pasche mero „Ringel­see­platz“ Be­tschis­te-Florids­dorf ojs festi­valos­kero than di­nintscha.

2. august: Roma Holocaust Memorial Day Andi rat phendo ol „Zigeunernacht“ an­dar o 2. upro 3. au­gust 1944 2.897 Roma an­do Auschwitz-Bir­kenau mur­dar­de ule. Epasch mili­jona Roma taj Sinti­jenge gon­do­lim ol, save le naci­jen­dar tra­dim taj mur­dar­de ule.

Roma-Butschu 2018 Ando masch­karut­no juni o tradi­ci­jo­neli Roma-Butschu an­di Boslina tel liker­do ulo. Imar sajt o bersch 1991 adaj pu­men o dsche­ne resen taj khe­tan mula­tinen. Ada bersch terdschi­no o Roma-Butsch telal o anav „25 ber­scha aun­prindscha­ripe le Romen­dar“. Read the rest of this entry »

Servus Del Tuha (August 2018)

August 20th, 2018  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radio & TV, Veranstaltungen & Ausstellungen

ORF 2 Burgenland - Volksgruppenmagazin Servus Del tuhaServus | Szia | Zdravo | Del tuha
ORF 2 Burgenland, 12. Aug. 2018
>>On Demand

Die Wunde, die der Zweite Weltkrieg Romnja und Roma zu­ge­fügt hat, ist lei­der weiter­hin kaum zu lin­dern. Die nach­kom­men­de Gene­ra­tion der Roma und Sinti, die wäh­rend der Nazizeit in ihrer Exis­tenz ver­nich­tet wur­den, trägt ihr Ver­mächt­nis, „nie mehr zu ver­ges­sen“, un­er­müd­lich an die Öffent­lich­keit.

"E bistarde" - Moderatoren Gilda Horvath und Samuel Mago (Foto: ORF.at)Festival „E Bistarde | Vergiss mein nicht“ Auch die Künstlerin­nen Sandra und Simonida Selimović woll­ten mit ihrem Festival „E Bistar­de | Ver­giss mein nicht“ eine weite­re Initial­zün­dung zur Sicht­bar­ma­chung der weit offe­nen Wunde der Volks­gruppe dar­stel­len. Die Romawiese in der Nähe des Ringel­see­platzes in Wien-Flo­rids­dorf dien­te als Festival­ge­lände.

Gedenkfeier am Ceija-Stojka-Platz In der Nacht vom 2. auf den 3. August 1944 wurden 2.897 Roma in den Gas­kam­mern von Auschwitz-Bir­kenau er­mordet. „Dikh He Na Bister! Schau und vergiss nicht!“, unter diesem Motto wurde am Don­ners­tag, 2. Au­gust, auch in Wien am Ceija-Stoj­ka-Platz einer hal­ben Mil­lion Men­schen ge­dacht, die vom Nazi-Re­gime als „Zigeuner“ ver­folgt und er­mor­det wurden.

Roma-Butschu 2018 Mitte Juni fand der traditio­nel­le Roma-But­schu in Klein­bach­selten statt. Schon seit 1991 trifft man sich hier und feiert ge­mein­sam. Heuer stand der Ro­ma-Butschu unter dem Motto „25 Jahre An­erken­nung der Roma“. Und dies wurde ge­büh­rend mit einem außer­gewöhn­li­chen Line-up ze­lebriert: Ro­mano Rath, Bruji, Kalyi Jag sowie die Volks­tanz­gruppe Siget sorg­ten für eine aus­ge­lassene Stim­mung und gu­te Unter­haltung.

(Text: volksgruppen.orf.at)

Tagung „Gewalt gegen Minderheiten“ in Jena

August 18th, 2018  |  Published in Politik, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft

IDZKonferenz des IDZ „Gewalt gegen Minderheiten: Inter­na­tio­na­le Per­spek­ti­ven und Stra­te­gien zum Um­gang mit Hass­kri­mi­na­li­tät“

Fachtagung am 20. & 21. Sept. 2018 in Jena
Begrenzte Plätze! Anmeldung bis 23.8.2018.

Eine wichtige Tagung zu einem wichtigen Thema. Selt­sam nur, dass die euro­päi­sche Min­der­heit, die der­zeit wie keine ande­re mör­de­ri­scher Gewalt und Pogromen aus­ge­setzt ist (in den letz­ten Wo­chen etwa hier, hier, hier, hier und hier), we­der in der An­kündi­gung noch im Pro­gramm kon­kret ge­nannt wird: Roma näm­lich. Darauf an­ge­spro­chen, schrei­ben die Ver­anstal­ter: „Der Schwer­punkt der Tagung liegt auf Deutschland. Es ist vor­ge­sehen, mit Onur Özata, der als Rechts­anwalt u.a. Sinti ver­tritt, die zum Opfer von Gewalt wur­den (bspw. beim OEZ-An­schlag in München [wir be­rich­te­ten]), auch auf Antiziganismus ein­zu­gehen.“

Im Folgenden der An­kün­di­gungs­text des IDZ:

Neun Menschen aus Einwandererfamilien und eine Polizistin tö­tete der in Jena ent­stan­dene „Natio­nal­sozialis­tische Unter­grund“ (NSU) – ohne dass Behörden und Ge­sell­schaft die Motive des Terrors er­kann­ten. Von 193 Todes­opfern rechter Gewalt, die die Amadeu Antonio Stiftung zählt, sind nur 83 staat­lich an­er­kannt. In Deutsch­land gab es im Jahr 2017 nach Er­hebun­gen der Amadeu Antonio Stiftung und von Pro Asyl 1.713 Über­griffe gegen Ge­flüchtete oder ihre Un­ter­künfte. Im glei­chen Jahr er­fasste die Polizei ins­ge­samt 1.453 antisemitische De­likte. In bei­den Fällen sind das durch­schnitt­lich täg­lich mehr als vier Straf­taten dieser Art. Zah­len der Bundes­ar­beits­ge­mein­schaft Woh­nungs­losen­hilfe (BAGW) zei­gen: 2017 wur­den min­des­tens 17 woh­nungs­lose Men­schen ge­tötet. Deut­sche Behör­den re­gistrier­ten 2017 300 Straf­taten gegen­über LSBTTIQ* auf­grund ihrer sexuel­len Orien­tie­rung. Read the rest of this entry »

Radio: „Vergiss die Photos nicht …“

August 15th, 2018  |  Published in Geschichte & Gedenken, Interview, Kunst & Fotografie, Radio & TV, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft

Unku (Erna Lauenburger) wurde in Auschwitz ermordet. Ein biografischer Kinderroman aus dem Jahr 1931, der in der DDR neu aufgelegt wurde, machte sie berühmt. Hanns Weltzel hat sie als Jugendliche porträtiert. (Bild: University of Liverpool Library)Interview zur Ausstellung in Leipzig
Felsenkeller, 16.8. bis 23.8.2018

Sendung von RadioBlau, 13.8.2018
→Anhören mp3 (34:04 min, 78MB)

Am Donnerstag wird die Ausstellung „‚…vergiss die Photos nicht, das ist sehr wichtig…‘ – Die Ver­fol­gung mit­tel­deutscher Sinti und Roma im Natio­nal­sozia­lismus“ im Fel­sen­keller in Leip­zig-Plagwitz er­öff­net. RadioBlau hat mit Jana Müller vom AJZ Dessau ge­spro­chen, die sich mit der Ge­schich­te der Sin­ti und Roma in Dessau-Rosslau und der Re­gion be­schäf­tigt hat. Im Ge­spräch geht es auch um die Ver­knüp­fung zwi­schen der lo­ka­len Des­sau­er Geschichte und dem in der DDR ja sehr po­pulä­ren Roman „Ede und Unku“ von Grete Weiskopf alias Alex Wedding. Die in der Aus­stel­lung zu sehen­den Photo­gra­phien von Hanns Weltzel sind zwi­schen 1932 und 1939 zu­stande ge­kom­men. Read the rest of this entry »

Gedenken am Wiener Ceija-Stojka-Platz

August 1st, 2018  |  Published in Geschichte & Gedenken, Veranstaltungen & Ausstellungen

Gedenken am Ceija-Stojka-Platz 2015 (Foto: Romano Centro)„Dikh He Na Bister! Schau und vergiss nicht!“ – un­ter diesem Motto wird am 2. August, dem Gedenk­tag an den Völ­ker­mord an Roma und Sinti, der Men­schen ge­dacht, die vom Nazi-Re­gime als „Zigeuner“ ver­folgt und er­mor­det wurden.

Do., 2. August 2018, 18:00 Uhr
Ceija-Stojka-Platz, 1070 Wien

OTS/Romano Centro: In der Nacht vom 2. auf den 3. August 1944 wurden 2.897 Roma – Männer, Frauen und Kin­der – in den Gas­kam­mern von Auschwitz-Bir­kenau er­mor­det. Erst 70 Jahre nach dem Ende des Zwei­ten Weltkriegs wur­de der Genozid an einer hal­ben Mil­lion Roma und Sinti vom Euro­päi­schen Par­la­ment an­er­kannt. In der Reso­lu­tion vom April 2015 wurde dazu auf­ge­rufen, der Dis­krimi­nie­rung von Roma ein Ende zu setzen. Das Euro­päi­sche Parla­ment for­dert dazu auf, der Opfer des Völker­mor­des am 2. August – dem inter­natio­na­len Roma Genocide Memorial Day – zu ge­denken. Das EU-Par­la­ment sei „sehr be­sorgt um den stei­gen­den Anti­ziganis­mus, der sich in Anti-Roma-Rhe­torik sowie in Über­griffen und At­tacken gegen Roma in Europa mani­fes­tiert. Anti­ziganis­mus ist un­ver­einbar mit den Normen und Werten der Euro­päi­schen Union und soll­te in allen Mit­glieds­staaten be­kämpft wer­den.“ Maß­gebend für die An­erken­nung waren die Bemü­hun­gen der Roma Ge­no­cide Re­memb­rance Ini­tiative und zahl­loser Roma-Or­ganisa­tio­nen in ganz Europa. Vor allem ju­gend­liche Ak­tivis­tin­nen und Akti­visten er­hoben dafür ih­re Stimmen.

In Österreich ermordeten die Nationalsozialisten 90 % der Roma und Sinti. Bis heute ist das Trau­ma bei den Über­le­ben­den und den Nach­fahren der Opfer vor­han­den und wirk­sam. Ein Genozid, der lan­ge ver­schwie­gen und ver­gessen wurde und heute aktuel­ler ist denn je.

Romano Centro organisiert in Kooperation mit der Roma Genocide Remembrance Initiative und „zentrum exil“ zum vier­ten Mal die Gedenk­ver­anstal­tung zum 2. Au­gust in Österreich. Die Ver­anstal­tung wird von der Stadt Wien, dem 7. Bezirk und der Pfarre Alt­lerchen­feld un­ter­stützt. Eine Gedenk­veranstaltung, bei der An­gehö­rige von Opfern und jun­ge Akti­vistIn­nen zu Wort kom­men. Da es in Wien für diese Opfer­gruppe noch keinen eige­nen Gedenk­ort, kein Denkmal gibt, wurde der nach der Holocaust-Über­le­ben­den Romni Ceija Stojka be­nannte Platz im 7. Bezirk dafür aus­ge­wählt. Read the rest of this entry »

2. August: Gedenktag in Göttingen

August 1st, 2018  |  Published in Geschichte & Gedenken, Politik, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen

Gedenken in Deutschland: Roma-Holocaust-Gedenktag in Göttingen (Foto: Roma Center)Gedenkveranstaltung zum Roma Genocide Remembrance Day in Göttingen

2.8.2018, 17 Uhr, Foyer des Neuen Rathauses, Hiroshimaplatz 1-4 – Göttingen

Am 2. August 2018 findet die Gedenkveranstaltung des Roma Centers zum Roma Genocide Remembrance Day statt. Dr. Dietmar Sedlaczek, Leiter der KZ-Gedenk­stätte Moringen, hält einen Vortrag über die im Jugend­konzentra­tions­lager Moringen in­haf­tier­ten Sinti-Jun­gen, die nach Auschwitz de­por­tiert wor­den sind. Im An­schluss wer­den wir die Aus­stel­lung des Roma-Anti­discrimi­na­tion-Net­works „Kampf ums Bleiberecht“ er­öff­nen. Mit der Gedenk­ver­an­stal­tung er­in­nern wir nicht nur der Er­mor­de­ten – die Aus­stellung be­fasst sich mit den Über­lebenden und der heu­ti­gen poli­ti­schen Situa­tion für Roma, die im­mer noch kein siche­res Bleiberecht ha­ben. Un­sere Wan­der­aus­stel­lung wird für zwei Wo­chen im Neuen Rathaus Göt­tin­gen zu se­hen sein. An­schlie­ßend zieht sie nach Hamburg wei­ter.

(Text: Roma-Center)

„Stille“ – Gedenkfeier in Berlin

Juli 31st, 2018  |  Published in Geschichte & Gedenken, Veranstaltungen & Ausstellungen

Sinti-und-Roma-Denkmal in Berlin (Foto: Marko Priske)„Stille“ – Erinnern an die Ermordung der letzten Sinti und Roma in Auschwitz-Birkenau 1944

2. August 2018, 20 Uhr: Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas, Simsonweg, 10557 Berlin

Am 2. August 2018 jährt sich die »Liquidation des Zigeuner­familien­lagers« in Auschwitz-Bir­kenau zum 74. Mal. SS-Ange­hörige er­mor­deten in der Nacht auf den 3. August 1944 die fast 3.000 ver­bliebe­nen Sinti und Roma in Gas­kammern – zu­meist als arbeits­unfähig ein­ge­stufte Frauen, Kinder und ältere Men­schen. Im An­schluss an die Ver­anstaltung besteht die Mög­lich­keit, am Brunnen des Denk­mals Blumen niederzulegen. Bitte bringen auch Sie eine mit! Herzlichen Dank.

Programm:

Begrüßung: Dr. Ulrich Baumann, stellv. Direktor der Stiftung Denkmal für die er­mor­de­ten Juden Europas

Reden: Sawsan Chebli, Bevollmächtigte des Landes Berlin beim Bund und Staats­sekre­tärin für
 Bürger­schaft­liches Engage­ment und Inter­nationales
Ilona Lagrene, Bürgerrechtlerin und frühere Vorsitzende des Landes­verbandes Deut­scher Sinti und Roma Baden-Württemberg
Zilli Schmidt, Auschwitzüberlebende

Rezitation: Gedicht »Auschwitz« auf Deutsch und Romanes: Petra Michalski und Hamze Bytyçi | Musikalische Umrahmung: Daniel Weltlinger (Violine)

(Text: Roma Trial)

2. August: Roma-Gedenken in Auschwitz

Juli 31st, 2018  |  Published in Geschichte & Gedenken, Veranstaltungen & Ausstellungen

Gedenkfeier in Auschwitz, 2. August 2015 (Foto: Dikh he na bistar)Museum Auschwitz-Birkenau: Internatio­na­le Gedenk­feier am 2. Au­gust 2018

2.8.2018, 11:45 bis 13:30 Uhr
Staatliches Museum Auschwitz-Birkenau
Więźniów Oświęcimia 20 – Oswiecim

Der Zentralrat und das Dokumentations- und Kultur­zentrum Deutscher Sinti und Roma werden auch in die­sem Jahr unter der Leitung von Romani Rose mit einer De­lega­tion von 50 Per­so­nen, darun­ter Holocaust­über­leben­de und deren Be­gleit­per­sonen, an dem Inter­natio­na­len Roma-Ge­denk­tag am 2. August in Auschwitz teil­neh­men. Der Gedenk­tag am 2. August wird vom Doku­menta­tions- und Kultur­zentrum Deut­scher Sinti und Roma in Ko­opera­tion mit dem Verband der Roma in Polen vor­be­rei­tet. Neben den Über­leben­den neh­men zahl­reiche Vor­stände der Landes- und Mit­glieds­ver­bände des Zentral­rats Deut­scher Sinti und Roma an dem Gedenk­akt teil. Für die Über­lebenden spricht die Holo­caust­über­leben­de Rita Prigmore.

Redner:
Romani Rose, Vorsitzender des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma
Roman Kwiatkowski, Vorsitzender des Verbandes der Roma in Polen
Rita Prigmore für die Überlebenden
Dunja Mijatović, Menschenrechtskommissarin des Europarates
Beate Klarsfeld, UNESCO-Sonderbotschaftern für Bildung über den Holocaust und die Ver­hin­de­rung von Völ­ker­morden

Hintergrund:
Die Nationalsozialisten verschleppten von März 1943 bis Juli 1944 23.000 Roma und Sinti aus elf Län­dern Europas nach Auschwitz. Nahe­zu alle fan­den dort den Tod. Am 2. August 1944 wur­den die im Lager­ab­schnitt B II e des Kon­zentra­tions­lagers Auschwitz-Bir­kenau ver­blie­benen 2.900 Sinti und Roma auf Befehl des Reichs­sicher­heits­haupt­amtes er­mordet. Read the rest of this entry »

Betteln in Tirol: Begegnungstreffen

Juni 27th, 2018  |  Published in Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen

Bettellobby: "We are the city together"-Grafik: Cordula HeinsEin Kooperationsprojekt von Radio FREIRAD und Bettellobby Tirol: Be­geg­nungs- und Aus­tausch­tref­fen mit bet­teln­den Men­schen in Inns­bruck

Aussendung der Bettellobby Tirol:
Monatlich laden wir Menschen, die in Tirol bet­teln, zu einem Tref­fen ein. Wir spre­chen da­bei ge­zielt notreisende Men­schen (ins­be­son­de­re Frauen) an, die mit be­son­de­rer Aus­gren­zung, Anti­ziganis­mus und staat­li­cher Re­pres­sion kon­fron­tiert sind. In einem ge­schütz­ten Rah­men gibt es die Mög­lich­keit für Be­geg­nung, ge­mein­sa­mes Kochen und Aus­tausch bei Essen und Musik. Wir bie­ten aber auch einen Ort, an dem man sich aus­ru­hen und ein­fach da sein kann. Uns inter­es­siert, wie es Men­schen, die betteln, hier in Österreich und in ihren Her­kunfts­län­dern geht. Bei Be­darf in­for­mie­ren wir über recht­liche Rahmen­bedin­gun­gen und Unter­stüt­zungs­an­ge­bo­te in Tirol. Die Ge­sprä­che wer­den dolmetsch­unter­stützt. FREIRAD un­ter­stützt das Pro­jekt mit den 2.000 Euro Preis­geld aus dem durch die Stadt Innsbruck ver­lie­he­nen Preis der Viel­falt 2017.

Vortrag – Film – Diskussion:
„Aus den Augen, aus dem Sinn? Armut und Betteln im öf­fent­li­chen Raum“, Do., 28. Juni 2018, 19:00 Uhr, Walther­park in St. Ni­ko­laus, Inns­bruck (bei Schlecht­wet­ter im John Mon­tagu, Höt­tin­ger­gas­se 7). Re­fe­ren­tin­nen: Erika Dekitsch & Elisabeth Hussl (Bet­tel­lob­by Ti­rol)

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