Medien & Presse

Facts & Figures (384)

August 7th, 2021  |  Published in Facts & Figures, Medien & Presse

1965 begründete die schwe­di­sche Ro­ma-Or­ga­ni­sa­ti­on Zigenarsamfundet die Ro­ma-Zeit­schrift Amé Beschás (spä­ter: Zigenaren).

(Quelle)

ORF präsentiert Online-Videoarchive

Juni 9th, 2021  |  Published in Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Internet & Blogothek, Jugend & Bildung, Medien & Presse, Radio, Podcast & TV

Erweiterte Videoarchive der ORF-TVThekPräsentation der ORF-TV­thek-Vi­deo­ar­chi­ve „100 Jah­re Bur­gen­land“ und „Volks­grup­pen in Ös­ter­reich“

Anlässlich des Jubiläums „100 Jahre Burgenland“ wur­den die bei­den „ORF-TV­thek goes school“-Vi­deo­ar­chive zur Ge­schichte des Burgen­landes und zu Ös­ter­reichs Volks­gruppen um­fassend aus­gebaut und er­weitert. Ins­gesamt mehr als 50 neue Videos be­rei­chern das auf der ORF-TV­thek in der Rubrik „History“ ge­zeich­nete, multi­mediale Bild des Bundes­landes und der öster­reichi­schen Volks­gruppen um zahl­rei­che neue Facetten.

Videoarchiv „Volksgruppen in Österreich“

Das 2019 gelaunchte Videoarchiv „Volksgruppen in Österreich“ wurde um 23 neue auf jetzt ins­ge­samt 130 Video­beiträge er­weitert, die sich der Kroatischen (27 Bei­träge, davon 6 neu), Slowakischen (15 Bei­träge, davon 3 neu), Slowenischen (30 Bei­träge, davon 3 neu), Tschechischen (15 Bei­träge, davon 3 neu) und Ungarischen (17 Bei­trä­ge, davon 5 neu) Volks­gruppe sowie der Volks­grup­pe der Roma (24 Bei­träge, da­von 3 neu) wid­men.

Mit dem neuen Videomaterial werden weitere wichtige Aspekte von Geschichte und Kultur der Volks­grup­pen in Öster­reich be­leuch­tet. Das Video­archiv bie­tet zum Bei­spiel ab sofort einen Beitrag über das bur­genland­kroatische On­line-Wörter­buch, in­formiert über die neue Gedenkstätte zur Er­in­ne­rung an die wäh­rend des National­sozialismus er­mor­deten Roma und Sinti in Pinkafeld und Oberpullendorf oder er­in­nert an Dana Hermannová, die 1968 im noch freien slowa­kischen Fern­sehen über den Ein­marsch der Trup­pen des War­schauer Pakts be­richtete. Das 10-jäh­ri­ge Ju­biläum des ORF-Ma­ga­zins „České Ozvěny“ im Jahr 2019 steht ebenso im Mittel­punkt eines neu ins Archiv hinzu­gefügten Beitrags wie das langs­ame Ver­schwin­den des Slowenischen in Kärnten oder der tra­di­tions­reiche Ball der Ungarn in Ober­pullen­dorf. (Die genaue Liste mit allen Bei­trägen ist on­line in der ORF-TVthek auf der Start­seite des Video­archivs in der Rubrik „History“ zu finden.) Read the rest of this entry »

Facts & Figures (367)

Mai 21st, 2021  |  Published in Einrichtungen, Facts & Figures, Medien & Presse, Religion

1957 wurde das evan­gel. Schwei­zer Mis­si­ons­blatt „Der Zi­geu­ner­freund“ (heu­te: „SZM-News-MTS“) zum Or­gan der „In­ter­nat. Zi­geu­ner­mis­si­on“.

(Quelle/pdf)

Podcast: „Das hat mich wütend gemacht!“

April 3rd, 2021  |  Published in Medien & Presse, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte

Transfer TogetherAntiziganismus in den Medien

Podcast Transfer Together, Folge 31 (31:29 min, 43 MB)

→Anhören/Download (mp3)

Die WDR-Talkshow „Die letzte Instanz“ vom 29. Januar 2021 hat für viel Aufregung ge­sorgt (wir be­rich­te­ten hier und hier). In der Runde wur­den rassis­tische Bilder von Sinti und Roma dis­ku­tiert, ohne Betrof­fene zu Wort kom­men zu lassen. Das Bei­spiel zeigt, wie aktuell und wich­tig es ist, über diese Stereotype auf­zu­klären und über die weit ver­brei­tete Dis­krimi­nie­rung von Sinti und Roma zu spre­chen. Nadine Küßner (Anti­ziga­nismus­prä­vention, PH Heidelberg) hat für diese Pod­cast-Fol­ge mit Angelina Kappler (Winzerin, dt. Wein­königin), Anja Reuss (Zentral­rat Deut­scher Sinti und Roma) und Georgi Ivanov (Amaro Foro e.V.) über Anti­ziganis­mus in den Medien ge­spro­chen und darüber, wie man ihm be­geg­nen kann.

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Facts & Figures (354)

März 16th, 2021  |  Published in Facts & Figures, Geschichte & Gedenken, Medien & Presse

Von Nov. 1934 bis April 1941 er­schien Glasul Romilor (Ro­ma-Stim­me), die ers­te pe­rio­di­sche Ro­ma-Zei­tung Ru­mä­ni­ens. Es gab 15 Aus­ga­ben.

(Quelle)

Hate Speech und Antiziganismus in den Medien

März 11th, 2021  |  Published in Internet & Blogothek, Medien & Presse, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen

ERIAC Hate Spreech and AntigypsyismInternationale Konferenz von Europarat, Zentralrat, Aus­wär­ti­gem Amt und dem European Roma Institute for Arts and Culture (ERIAC) vom 10.–11. März 2021

→Zum Programm | → Zum Livestream

Hassrede ist ein globales Phänomen, von dem Sinti und Roma in Europa und weltweit un­ver­hältnis­mäßig stark be­troffen sind. Sowohl in den tra­ditio­nel­len Medien als auch online, ins­beson­dere in den sozialen Medien, sind Sinti und Roma Opfer von dis­krimi­nie­renden und hass­erfüllten Diskur­sen, Fehl­infor­matio­nen, Falsch­dar­stellungen und Fake News, die allesamt als Er­schei­nungs­formen von Anti­ziganis­mus gelten.

Die internationale Konferenz „Hate speech and Antigypsyism in the Media“, die vom Euro­pean Roma Insti­tute for Arts and Culture (ERIAC) in Zu­sam­men­arbeit mit dem Council of Europe Roma and Travellers Team und dem Zentral­rat Deutscher Sinti und Roma aus­ge­rich­tet wird, hat zum Ziel, das Phä­nomen der Hassrede gegen Sinti- und Roma- Com­mu­nities und Einzel­per­sonen zu unter­suchen. Read the rest of this entry »

WDR: Rassismus in letzter Instanz?

Februar 18th, 2021  |  Published in Medien & Presse, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte

"Rassismus in Letzter Instanz?" (WDR)Monitor studioM/WDR
17.2.2021 | 01:08:30 Std. | Von Georg Restle
→Video verfügbar bis 18.02.22 |
→Audio (mp3)

Ist Rassismus gegen Sinti und Roma ein struk­tu­rel­les Problem? Wel­che rassisti­schen Klischees prä­gen die Bericht­erstattung in den Medien?

Die WDR-Sendung „Die letzte Instanz“ hat eine Welle der Em­pörung gegen den WDR und eine Debatte aus­ge­löst über Rassismus ge­gen Sinti und Roma in den Medien und in der Ge­sell­schaft (mehr zum Bei­spiel hier, hier, hier, hier oder hier). Aus ak­tuel­lem Anlass spricht Monitor-Re­dak­tions­leiter Georg Restle daher über Rassismus gegen Sinti und Roma, Rassismus in den Medien und in der Gesell­schaft. Seine Gäste sind der Roma-Ak­tivist Gianni Jovanovic, die Sängerin und Femi­nis­tin Tayo Awosusi-Onutor so­wie Dr. Markus End, Po­litolo­ge und Anti­ziganis­mus­forscher an der Tech­ni­schen Uni­ver­sität Berlin.

(Text und Sendung: WDR)

ORF: „Journalismus und Vielfalt“

Dezember 12th, 2020  |  Published in Medien & Presse, Radio, Podcast & TV

Moderator Marin Berlakovich mit Kollegin Silvana Meixner (Foto: ORF)„Heimat Fremde Heimat“
ORF 2: So., 13. Dez. 2020, 13.30 Uhr

Marin Berlakovich präsentiert das ORF-Magazin mit fol­gen­den Bei­trägen:

Journalismus und Vielfalt
Journalistinnen und Journalisten mit schwarzer Haut­farbe, Roma, die über Roma berichten, euro­päi­sche Fernseh­sender, die Sen­dungen er­schaffen, in denen Men­schen jeder Herkunft und Religion ak­tuelle inter­kulturelle Fragen aus­disku­tieren – das alles sind Phä­no­mene, wenn Medien­häuser auf die zur Normalität ge­wor­dene gesell­schaft­liche Diversität re­agie­ren. Der ORF-Mo­dera­tor Stefan Lenglinger be­richtet, warum auf ihm als Mo­dera­tor mit schwarzer Hautfarbe eine gro­ße Ver­ant­wor­tung lastet. Florian Klenk vom Stadt­magazin „Falter“ for­dert, dass die Medien in ihrer Be­setzung wie auch in ihrer Bericht­erstat­tung die ge­sell­schaft­li­che Diversität wider­spiegeln sollen. Medien­wissen­schaft­ler Fritz Hausjell zeigt auf, warum Men­schen aus den öster­rei­chi­schen Com­muni­ties als Jour­na­listin­nen und Journalisten neue Per­spek­tiven in die Bericht­erstattung ein­brin­gen kön­nen. Sabina Zwitter be­richtet.

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Recherche-Stipendium in Deutschland

November 26th, 2020  |  Published in Einrichtungen, Medien & Presse, Rassismus & Menschenrechte

Ran an die Tasten: Recherche-Stipendien für Roma-Themen (Foto: D. Friesenecker/Pixabay)Das Deutsche Institut für Menschenrechte schreibt sechs Re­cher­che-Sti­pen­dien zum Thema „Sin­ti_zze und Rom_nja in Deutschland“ aus. Das Ins­titut will damit anregen, das Thema aus men­schen­recht­licher Perspek­tive zu be­arbei­ten.

Die Be­werbung von Sin­ti/Sin­tizze und Ro­ma/Romnja wird be­son­ders be­grüßt. Die Bewer­bungs­frist läuft bis zum 21. De­z. 2020.

Wir geben im Folgenden die Aus­schrei­bung in Aus­zü­gen wieder:

Ziel des Recherche-Stipendiums ist es, rassismus­kritisches Schreiben im Jour­nalis­mus zu fördern und eine be­sondere Sensibilität ge­gen­über Sin­ti_zze- und Rom_nja-be­zo­ge­nen Themen zu schaf­fen, da diese bis­lang häufig fehler­haft oder dis­krimi­nie­rend dar­ge­stellt wer­den. Das Stipendium er­mög­licht den Jour­nalist_innen eine fun­dierte und men­schen­rechtlich quali­fizierte Bericht­erstattung.

Das Recherche-Stipendium des Deutschen Instituts für Menschenrechte richtet sich an alle (Nach­wuchs-)Jour­na­list_in­nen, die zum Thema Sint_iz­ze und Rom_nja in Deutschland ar­beiten möch­ten. Das Pro­jekt wird durch die Stiftung EVZ gefördert und ist Teil einer um­fassenden Ko­ope­ration mit RomaniPhen. Prämiert werden heraus­ragende Re­cher­che­konzepte für jour­nalis­tische Bei­träge. Ein Betrag in der Höhe von 1.500 Euro soll es den Sti­pen­diat_innen er­mög­lichen, frei von Akquise- und Geld­druck zu recher­chieren. Der Betrag wird nach Fertig­stellung des Beitrags aus­gezahlt. Die Ver­öffent­li­chung kann gedruckt, online (gerne auch als Video­format) oder im Hörfunk er­folgen.

Insgesamt werden sechs Stipendien vergeben, über deren Ver­gabe eine un­ab­hängi­ge Medien-Jury ent­scheidet. Die Jury be­steht aus: Read the rest of this entry »

Die Legende von den „Großfamilien“

Juni 17th, 2020  |  Published in Medien & Presse, Politik, Rassismus & Menschenrechte

Iduna-Zentrum in Göttingen (Foto: CC0 1.0, F. Welter-Schultes, Wikimedia)Deutschland: Die Legende von den Roma-„Groß­fa­mi­lien“ am Co­ro­na-Hot­spot

Stefan Lauer/Belltower.News: Göttingen kämpft seit Tagen mit einem Corona-Aus­bruch. Zu­nächst heißt es, 170 Be­woh­ner/in­nen eines Hochhauses seien be­troffen und hät­ten sich wä­hrend des is­lami­schen Zuckerfestes an­gesteckt. „Groß­familien“ hät­ten zusam­men gefeiert und sich unter ande­rem beim Moschee­besuch und in einer Shisha-Bar an­ge­steckt. Medien und Behör­den machen vor allem muslimi­sche Roma-Fa­milien ver­ant­wort­lich. Eine Ge­schichte, die bei nähe­rer Betrach­tung aus­einan­der­fällt.

In Göttingen dreht sich zur Zeit alles um das „Iduna“-Zentrum. Ein Hoch­haus­komplex mit 700 Bewoh­ner/in­nen, der als „sozia­ler Brennpunkt“ gilt. Er­baut wurde das Zentrum in den 70er Jah­ren und galt zu­nächst als Modell­projekt, mit Wohn­raum für Studie­rende und Fami­lien. Doch die Ver­ant­wort­li­chen ver­loren recht schnell das Interesse an dem Gebäude, das Um­feld fing an zu ver­fallen. In den 1990er Jah­ren wurden hier Bürger­kriegs­flüchtlinge aus Jugoslawien untergebracht. Mittlerweile leben im Komplex viele migrantische Bewoh­ner/in­nen, Geflüchtete und ande­re Men­schen mit wenig Ein­kommen. Diese Wohnungen wer­den beson­ders gern an Empfän­ger/in­nen von Transfer­leis­tungen vermietet. So be­kommen die Besitzer/in­nen auch für kleine und herunter­gekom­mene Woh­nungen gutes Geld von den Be­hörden, ohne sich um Ver­besse­run­gen küm­mern zu müssen.

Vor wenigen Tagen wurde nun bekannt, dass im „Iduna“-Zentrum ein Corona-Hotspot ent­stan­den sei. Der Krisen­stab der Stadt Göttingen, ge­leitet von Petra Broistedt, spricht von 170 Infizier­ten aus meh­re­ren „Großfamilien“, die sich angesteckt hät­ten, weil sie unter Miss­achtung der Vor­schriften ge­meinsam das Ende des islamischen Fasten­monats Ramadan, das Zuckerfest, ge­feiert hätten. Auch in einer Moschee sol­len die ominö­sen „Großfamilien“ ge­wesen sein.

Die Medien reisen an. In der Stadt werden Bewohner/innen befragt, in prak­tisch jedem Fernseh­beitrag wer­den aus­schließlich weiße Men­schen inter­viewt, die ihrer Empö­rung wegen der Ver­antwor­tungs­losig­keit der Hoch­haus­be­wohner/in­nen, Luft machen. Rück­sichtlosig­keit wird den Men­schen vor­geworfen. In Boulevard­medien sind „arabische Clans schuld an Göttinger Mas­sen­ausbruch“. Jetzt stellt sich heraus: Al­les ist ganz anders. Read the rest of this entry »