Einrichtungen
Juli 26th, 2025 |
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Einrichtungen, Radio, Podcast & TV
Stand by plus Reset/Radio Agora, 3.7.2025
Sendungsgestaltung: Wolfgang Mayr (27:24 min)
„30 Jahre anerkannt, na und?“ – Seit mehr als drei Jahrzehnten ist die überschaubare Roma-Bevölkerung im Burgenland eine amtlich anerkannte Volksgruppe. Damit änderte sich auch die Stimmung zwischen Mehrheit und Minderheit. Gleichzeitig entstand in manchen Städten durch die osteuropäische Migration eine zahlenmäßig starke migrantische Roma-Bevölkerung. Sie ist nicht anerkannt, die Zusammenarbeit zwischen den Roma-Gruppen scheint schwierig zu sein. Eine nicht unbedeutende Rolle in der Roma-Politik spielt die Roma-Volkshochschule (Website).
Stand by plus Reset ist eine Podcast-Reihe von Wolfgang Mayr über Minderheiten, Nationalitäten, indigene Völker und Volksgruppen weltweit. Zu Wort kommen fallweise Betroffene und/oder Menschenrechtsaktivist:innen.
(Sendung & Text: Stand by plus Reset/Radio Agora via CBA)
Juli 25th, 2025 |
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Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Interview, Veranstaltungen & Ausstellungen
„Das vergessene Gedächtnis“ – Ein Sammlungsprojekt in Deutschland
Seit 2023 sammelt und bewahrt das beim Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma in Heidelberg angesiedlete Projekt „Das vergessene Gedächtnis“ „Objekte, die von Geschichte und Kultur von Sinti und Roma in Europa während des Holocaust bis heute erzählen“, so die Selbstbeschreibung auf der Website: „Im Projekt sammelt ein Team aus Expertinnen und Experten am Dokumentations- und Kulturzentrum Objekte aller Art [...]. Dazu zählen Möbel, Kleidungsstücke, aber auch Dokumente und Fotos aus der NS-Zeit bis heute. Jedes Objekt wird erst nach sorgfältigen Gesprächen mit den Objektgebern aufgenommen und in einer eigens erstellten Datenbank verzeichnet. Videointerviews mit Zeitzeugen und ihren Nachfahren, den ,Zweitzeugen‘, werfen Schlaglichter auf die Biografien der Menschen hinter den Dingen. ,Zweitzeugen‘ können etwa Kinder, Enkel oder Urenkel von Überlebenden des Holocaust sein. Aus dem so entstehenden Material extrahiert der Videoredakteur unseres Teams signifikante Auszüge, die sich etwa auf die von den Zeitzeugen zur Verfügung gestellten Gegenstände beziehen oder von Erfahrungen erzählen, die wichtige Einblicke in Kultur und Gesellschaft der jeweiligen Zeit erlauben. Die Interviews werden gleichzeitig in voller Länge für den Aufbau einer musealen-archivalischen Sammlung aufbewahrt. [...] Verlorenes wiederfinden, Verschwundenes als Leerstelle zeigen, Erinnerungen erhalten – darum geht es im Projekt ‚Das vergessene Gedächtnis‘. Die Spuren von Menschen, die gelebt haben und die leben, sollen wieder sichtbar gemacht, Biografien erzählt werden – von jenen, die etwa als Kind die NS-Zeit überlebten, aber auch von deren Kindern und Enkeln. Gegenstände und Gespräche vermitteln in ihrer Vielfalt Vergangenes anschaulich. Sie zeugen zugleich von der lebendigen Kultur und Geschichte von Sinti und Roma, die nicht im Nationalsozialismus endete.“
Mit der Koordination von Sammlungaufbau und Ausstellunggestaltung betraut ist Projektleiterin (und dROMa-Gastautorin: [1][2]) Vera Tönsfeldt: „Wir wollen die Geschichte der Betroffenen erzählen und sie selbst sprechen lassen. Wir klagen nicht an. Wir erinnern“, erklärt sie im Gespräch mit Frédéric Valin für das Amnesty Journal: Read the rest of this entry »
Juni 21st, 2025 |
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Einrichtungen, Politik, Rassismus & Menschenrechte
Nach Protesten: Das Amt des deutschen Antiziganismus-Beauftragten wird nun doch neu besetzt. Michael Brand (CDU) folgt dem bisherigen Beauftragten Mehmet Daimagüler nach.
Die erst kürzlich bekannt gewordene Entscheidung, diese erst im Mai 2022 neu geschaffene Stelle nach dem Rücktritt von Mehmet Daimagüler nicht fortzuführen, hatte energische Reaktionen aus den Organisationen und Verbänden der Sinti und Roma zur Folge. Kelly Laubinger von der Sinti-Union Schleswig-Holstein etwa sprach von „Unsichtbarmachung“ und „politischem Skandal“, Petra Rosenberg vom Landesverband Berlin-Brandenburg von einem „fatalen Signal“. Und Romani Rose vom Zentralverband Deutscher Sinti und Roma zeigte sich von den Plänen der Bundesregierung irritiert und versprach, bei der Bundesregierung zu intervenieren.
Auch in einer spontan gestarteten Petition an Kanzler Merz und Familienministerin Prien (wir berichteten) forderten Roma-Aktivisten die Beibehaltung der Stelle: „Besetzen Sie die Stelle des Beauftragten neu! Es war ein wichtiges Zeichen, dass sie geschaffen wurde. Es ist ein verheerendes Zeichen, dass sie nun einfach entfällt – obwohl Antiziganismus weiterhin Alltag ist. Obwohl wir endlich mehr Sichtbarkeit brauchen. Obwohl wir ein Teil dieser Gesellschaft sind. Diese Entscheidung muss rückgängig gemacht werden. Ein Beauftragter für die Belange von Sinti und Roma ist kein verzichtbarer Luxus – sondern eine Notwendigkeit.”
Nun hat das Bundeskabinett Michael Brand (MdB, CDU) zum Beauftragten der Bundesregierung gegen Antiziganismus und für das Leben der Sinti und Roma in Deutschland berufen. Die Ernennung erfolgte am 18. Juni auf Vorschlag von Bundesministerin Karin Prien für die Dauer der 21. Wahlperiode. Michael Brand ist derzeit Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ).
Zur Person des neuen Antiziganismusbeauftragten informiert die Website des Ministeriums: „Michael Brand ist studierter Politikwissenschaftler und seit vielen Jahren im Bereich Menschenrechte aktiv, unter anderem als Vorsitzender des Menschenrechtsausschusses im Deutschen Bundestag sowie als Sprecher für Menschenrechte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Read the rest of this entry »
Juni 10th, 2025 |
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Einrichtungen, Politik, Rassismus & Menschenrechte
Die neue deutsche Bundesregierung will auf die Nachbesetzung der Stelle des Antiziganismus-Beauftragten verzichten. Die Abschaffung dieses erst 2022 geschaffenen Amtes bedeutet einen „Schlag ins Gesicht für die Sinti und Roma“. Im Folgenden geben wir, insbesondere für unsere Leserinnen und Leser in Deutschland, den Text einer Online-Petition wieder:
Petition: Antiziganismus bekämpfen – Beauftragtenstelle für Sinti und Roma wieder besetzen!
Gestartet von Gjulner Sejdi
→Zum Unterzeichnen
Sehr geehrter Herr Bundeskanzler Merz,
sehr geehrte Frau Ministerin Prien,
wir sind Sinti und Roma*) – Bürgerinnen und Bürger dieses Landes. Deutschland hat uns unter dem NS-Regime verfolgt, deportiert, ermordet. Über 500.000 Menschen. Der Völkermord an unserer Minderheit ist noch immer nicht vollständig aufgearbeitet. Und auch heute erleben wir täglich Ausgrenzung, Hass, Diskriminierung – Antiziganismus. Und der nimmt zu. Umso unverständlicher ist es für uns, dass die Bundesregierung die Stelle des Beauftragten für die Belange von Sinti und Roma und gegen Antiziganismus einfach gestrichen hat – still und leise, ohne Begründung, ohne neue Perspektive.
Der bisherige Beauftragte Mehmet Daimagüler hat Mut bewiesen, klar gesprochen und gehandelt – im Namen der Bundesregierung. Drei Beispiele zeigen, wie wichtig seine Rolle war: Read the rest of this entry »
Mai 31st, 2025 |
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Einrichtungen, Musik, Veranstaltungen & Ausstellungen
Sa./Sub., 7. Juni 2025
Beginn/kesdipe: 19:00 Uhr/orenge
Kulturhaus, Marienplatz 5 in Unterwart/Kulturakero kher, Mariakero than 5, Tenu Erba
Der Roma-Butschu (Roma-Kirtag) ist ein Fest der Kulturen und Volksgruppen im Burgenland. Seit 1991 feiern Roma und Nicht-Roma gemeinsam ein Fest der Vielfalt und Diversitäten. Im Mittelpunkt steht dabei jedes Jahr die Musik. Neben den Oberwarter Roma-Bands „Romano Rath“ und „Leon Berger Band“ präsentieren heuer auch die „Post Meridiem Band“ und „Romantic Death“ ihr Können. Weiters stehen musikalische Darbietungen der ungarischen „Volksmusikgruppe Csörge“ und der „Tamburica Vlahija“ auf dem Programm. Der Eintritt ist frei!
O Roma-Butschu jek mulatintschago le kulturendar taj flogoskere grupnendar ando Burgenland hi. Sajt o bersch 1991, o Roma taj o gadsche, khetan jek mulatintschago le mindenfelitikostar mulatinen. Ando maschkarutno punkto sako bersch i muschika terdschol. Pasche o erbakere Romengere-bandi „Romano Rath“ taj „Leon Berger banda“ sikan ada bersch te i „Post Meridiem banda“ taj „Romantic Death“ lengero dschanipe. Taj akor meg te muschikakere kheliptscha la ungrikakera flogoskera muschikakera grupnatar „Csörge“ taj la tamburicatar „Vlahija“ upro programo terdschon. O andedschajipe naphandlo hi!
Mai 30th, 2025 |
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Einrichtungen, Politik, Rassismus & Menschenrechte
Neue deutsche Bundesregierung verzichtet auf Antiziganismus-Beauftragten
Vor drei Jahren schuf die deutsche Bundesregierung das Amt des „Beauftragten der Bundesregierung gegen Antiziganismus und für das Leben der Sinti und Roma in Deutschland“. Die im Mai 2022 neu geschaffene Stelle wurde mit dem Rechtsanwalt und Publizisten Mehmet Daimagüler betraut. Zugeordnet war die Stelle dem Familienministerium. Die Bundesregierung konnte somit auf die Expertise eines Antisemitismus-, eines Antirassismus- und eines Antiziganismusbeauftragten zurückgreifen.
Nun soll die Stelle jedoch wieder abgeschafft werden. Daimagüler hatte erst kürzlich seinen Rücktritt aus persönlichen Gründen bekannt gegeben. Wie am Mittwoch publik wurde, will die Bundesregierung die vakante Stelle nicht mehr nachbesetzen. „Eine Abschaffung des Amts wäre ein Schlag ins Gesicht für die Sinti und Roma in Deutschland“, zitiert die „taz“ den bisherigen Amtsinhaber.
Auch der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma reagiert brüskiert auf Presseberichte zur Abschaffung des Beauftragten: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Bundesregierung einen solchen Schritt gehen würde, ohne dies mit dem Zentralrat abzusprechen. Und das ist nicht geschehen“, zitiert die Agentur KNA den Vorsitzenden des Zentralrats Romani Rose. Er habe die Bundesregierung in einem Schreiben aufgefordert, die Stelle des Beauftragten beizubehalten und für Klarheit zu sorgen. „Und nach den nun aufgetauchten Berichten über eine vermeintliche Streichung werde ich mich nochmals an die Bundesregierung wenden.“
„Unsichtbarmachung“
Kelly Laubinger, Leiterin der Sinti-Union Schleswig-Holstein, spricht von „Unsichtbarmachung“ und „politischem Skandal“: „Gemeinsam mit der Nicht-Erwähnung der historischen Verantwortung der Sinti und Roma und der Unsichtbarmachung der strukturellen Gewalt an Sinti und Roma im aktuellen Koalitionsvertrag reiht sich dieser politische Skandal in den politischen Offenbarungseid der aktuellen Bundesregierung ein: Sinti und Roma werden bewusst politisch marginalisiert. Read the rest of this entry »
April 30th, 2025 |
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Einrichtungen, Internet & Blogothek, Medien & Presse, Radio, Podcast & TV
Amen soraljaripe redakcijonake rodas
La Romengera redakcijonake la ORF flogoskera grupnakera redakcijonatar, redakcijoneli soraljaripe rodas. Tumen igen latsche nimtschke dschaniptscha iste on, taj o dschanipe le Burgenland Romanijistar vaj jeka Romanes-varijacijonatar latscho ovlahi. Rodim on dschene, saven voja upri reporterengeri buti ando radijo, andi televisa, ando internet taj ando socijali mediji hi. Tumen iste igen latsche nimtschke dschaniptscha on, afka sar te interesi upri flogoskeri grupnakeri politik, upro dschivipeskere koji taj upri kultura le Romendar taj Romnjendar, Sinti taj Sintizzendar taj upro avre autochtoni flogoskere grupn andi Austrija. Tumaro beverbinipe adaj orde schaj bitschan: roma@orf.at
Für die Roma-Redaktion der ORF-Volksgruppenredaktion suchen wir redaktionelle Verstärkung. Sehr gute Deutschkenntnisse sind Voraussetzung, die Kenntnis von Burgenlandromani oder einer Romanes-Variante ist von Vorteil. Gesucht sind Interessenten, die Freude an der journalistischen Arbeit in Radio, Fernsehen und Internet und in den sozialen Medien haben. Sehr gute Deutschkenntnisse sind unerlässlich, ebenso wie das Interesse an der Volksgruppenpolitik, der Lebensweise und der Kultur der Roma und Romnja, Sinti und Sintizze und der anderen autochthonen Volksgruppen in Österreich. Ihre Bewerbung schicken Sie bitte an: roma@orf.at
(Text: volksgruppen.orf.at)
April 12th, 2025 |
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Einrichtungen, Jugend & Bildung, Literatur & Bücher, Musik, Radijo/TV Erba (Tschibtscha), Romani, Veranstaltungen & Ausstellungen
Radijo Erba & TV Erba
Tschibtscha | 11.4.2025 | 11:06 min
„Innovative Sprachvermittlung“ des Forum4Burgenland: Jahrestagung und Präsentation eines Kinderliederbuches in Eisenstadt
Amen vodschikan use amaro berschengero talalinipe „Nevo tschibtschakero prikdipe“ le Forum4Burgenlandistar akaras tumen. O mulatintschago, tschetertekon, ando 10to april 2025, ando kulturakero kongresakero centrum Tikni Martona tel likerdo ol. Loschanen tumen upre jek mindenfelitiko programo, savo neve koji uso prikdipe le flogoskere grupnengere tschibtschendar le Burgenlandistar ando maschkarutno punkto terdscharel taj tumenge jek dikipe ando tschibtschakero siklipe la muschikaha, la naturaha taj le micinipeha del. Uso berschengero talalinipe jek but tschibtschakeri dschilakeri kenva le flogoskere ischkolakere tschavenge ando religijonakero siklipe angle terdschardi ol. I anavengeri patrin ando keripe jeke feschtinipeskere beverbistar le tschavendar taj tschajendar kerdi uli. Tumen schaj tumenge o mindenfelitiko le and bitschade kipendar uso mulatintschago aun diken, o jerinaschtscha taj jerinaschkiji uso mulatintschago patijarde on. Jek but tschibtschakero chor o programo dschilenca andar i dschilakeri kenva vodinla. O Forum4Burgenland jek sikadipeskero forum la Privati Pedagogischi Utschi Ischkolatar Burgenland, la sikadipeskera direkcijonatar Burgenland taj le burgenlanditike flogoskere grupnengere bajrotschendar hi. Ando bersch 2019 le ciliha kerdo, o flogoskere grupnengere tschibtscha, o burgenlanditiko horvacko, o ungriko taj o Burgenland-Romani ando pradipeskero esbe lipe te sikal taj ando sikadipeskero than te soraljarel.
Das Forum4Burgenland ist ein Bildungsforum der Privaten Pädagogischen Hochschule Burgenland, der Bildungsdirektion Burgenland und der burgenländischen Volksgruppenbeiräte. Es wurde im Jahr 2019 mit dem Ziel gegründet, die Volksgruppensprachen Burgenlandkroatisch, Ungarisch und Burgenland-Romani in der öffentlichen Wahrnehmung sichtbarer zu machen und sie im Bildungsbereich zu stärken. Die Veranstaltung fand am Donnerstag, den 10. April 2025 im „Kultur Kongress Zentrum Eisenstadt“ statt und bot ein vielfältiges Programm, das innovative Ansätze zur Vermittlung der Volksgruppensprachen des Burgenlandes in den Mittelpunkt rückt und Einblicke in das Sprachenlernen mit Musik, Natur und Bewegung ermöglicht. Bei der Jahrestagung wurde ein mehrsprachiges Liederbuch für Volksschulkinder im Religionsunterricht präsentiert. Read the rest of this entry »
April 2nd, 2025 |
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Einrichtungen, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen
Vom 1. bis zum 30. April veranstaltet der Europarat den Monat Opre Roma!, um den Beitrag der Geschichte, Sprache und Kultur der Roma zum gemeinsamen Erbe und zur kulturellen Vielfalt Europas zu würdigen.
Der Aufruf „Opre Roma!“, der so viel wie „Steht auf, Roma!“ bedeutet, wurde 1971 auf dem 1. Internationalen Roma-Kongress vielfach aufgegriffen. Diese Losung trägt auch heute noch in den Roma-Gemeinschaften zu Einheit und Widerstandsfähigkeit bei.
Den ganzen April über werden mehr als 30 Mitgliedsstaaten auf nationaler Ebene Sensibilisierungsveranstaltungen organisieren, um die Geschichte, Sprache und kulturelle Identität der Roma hervorzuheben. Viele dieser Veranstaltungen werden auch die Förderung und den Schutz der Rechte der Roma-Gemeinschaften zum Gegenstand haben. Ein Beispiel ist das Treffen des „Dialogs des Europarates mit der Zivilgesellschaft der Roma und Fahrenden“ (2. und 3. April), das die wichtige Rolle der Zivilgesellschaft betonen wird, insbesondere in einer Zeit, in der viele zivilgesellschaftliche Organisationen Schwierigkeiten haben, ihr Fortbestehen zu sichern.
Vom 5. bis zum 11. April findet im Europarat das diesjährige Seminar „Roma Youth Together“ statt, bei dem 35 Teilnehmende aus 21 Ländern zusammenkommen, um Erfahrungen auszutauschen. Das Seminar soll junge Roma befähigen, als Akteure des Wandels und Katalysatoren in ihren Gemeinschaften zu agieren.
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Januar 14th, 2025 |
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Einrichtungen
Sechs Selbstorganisationen und ein Dachverband gründen Zentralen Wohlfahrtsverbandes der Roma und Sinti Deutschland
Im September 2024 wurde der Zentrale Wohlfahrtsverband der Roma und Sinti in Deutschland (ZWRSD) in Berlin gegründet. Die offizielle Eintragung ins Vereinsregister erfolgte am 25.11.2024. Für diesen historischen Schritt haben sich sechs Selbstorganisationen und ein Dachverband als Gründungsmitglieder zusammengeschlossen: Carmen e.V. aus NRW, Pro Sinti und Roma e.V. aus Baden-Württemberg, Roma Center e.V. aus Niedersachsen, Romani Kafava e.V. aus Hamburg, RomaniPhen e.V. aus Berlin, Romanity e.V. aus Bayern sowie der Bundes Roma Verband e.V., der Dachverband der migrantischen und neuen deutschen Roma in Deutschland.
„Mit der Gründung des Wohlfahrtsverbandes schließen wir eine große Lücke in den bestehenden Strukturen der Sozialverbände. Der Zentrale Wohlfahrtsverband wird künftig die Interessen der Roma und Sinti in sozialpolitischen Belangen bundesweit vertreten“, sagt Kjemal Ahmed, der zum 1. Vorsitzenden des Verbandes gewählt wurde. Vielfach erleben Roma und Sinti Diskriminierung und Ausschlüsse in den bestehenden Strukturen der sozialen Arbeit und Wohlfahrtspflege. Zu dem Ergebnis kam auch der Bericht der Unabhängigen Kommission Antiziganismus, der 2021 veröffentlicht und zuvor von der Bundesregierung in Auftrag gegeben wurde. Um diesen Diskriminierungsmechanismen entgegenwirken, verfolgt der Verband den Grundsatz „Nothing about us without us“. Ziel des Wohlfahrtsverbandes ist es, bereits vorhandene Expertisen der bundesweit tätigen Selbstorganisationen in den Beratungsbereichen Wohnen, Bildung, Arbeit und Gesundheit zusammenzuführen, sowie eine Professionalisierung durch Entwicklung von gemeinsamen Standards der Beratung, durch Weiterbildungsangebote und ein Konzept für Qualitätsentwicklung und Evaluation zu schaffen. Read the rest of this entry »
Januar 5th, 2025 |
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Einrichtungen, Rassismus & Menschenrechte
In der Nacht vom 31. Dezember auf den 1. Jänner wurde der Eingangsbereich der „Sinti Union Schleswig-Holstein“ in Neumünster durch eine Explosion schwer beschädigt, die vermutlich durch nicht genehmigte Böller verursacht wurde. Verletzt wurde niemand. Die Polizei schließt einen politischen Hintergrund nicht aus. In einem Aufruf bittet die „Sinti Union Schleswig-Holstein“ eventuelle Zeugen, sich zu melden.
Sinti Union SH, 3.1.2025:
Die Wucht der Explosion zerstörte größtenteils die Fensterscheiben der beiden Eingangstüren sowie die darüber liegenden Glaselemente vollständig. Auch die hölzernen Kreuzverstrebungen in den Fenstern (über den Türen) wurden erheblich beschädigt. Der Briefkasten der „Sinti Union SH“ wurde ebenfalls durch die Explosion zerstört. Die Überdachung über dem Eingang, die mit Paneelen bedeckt war, wurde stark beschädigt. Auch die dort installierte Lampe funktioniert nicht mehr. Eine Jalousie an einer der Türen ist defekt. Die große Fensterscheibe, an der Plakate zum Thema Widerstand im Holocaust angebracht sind und die sich zwischen den beiden Eingangstüren der „Sinti Union SH“ befindet, wurde beschädigt und weist mehrere Risse im Glas auf. In den Innenräumen beider Räumlichkeiten liegen überall Glassplitter, die durch die Explosion entstanden sind.
Der Vorfall hat deutliche Schäden an der Struktur und Sicherheit der Eingangsbereiche hinterlassen. Glücklicherweise wurde niemand verletzt, da sich zum Tatzeitpunkt niemand in den Räumlichkeiten befand. Normalerweise sind wir – vor allem als ehrenamtlich Tätige – auch an Feiertagen wie z. B. in der Weihnachtszeit bis spätabends im Büro, um zu arbeiten. Obwohl niemand vor Ort war, sitzt der Schock tief. Die Feuerwehr hat die Türen und Fenster bereits provisorisch mit braunen Spanplatten gesichert. Eine Anzeige wurde gestellt, und die Kriminalpolizei hat bereits Beweise gesichert und ermittelt nun in diesem Fall. Wenn Sie etwas gehört oder gesehen haben, melden Sie sich bitte bei uns und/oder der Kriminalpolizei.
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Dezember 28th, 2024 |
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Einrichtungen, Medien & Presse, dROMa (Magazin)
JUBILÄUM 2024
I maschina bajder pe micinel | Die Maschine surrt weiter
Jek falato palo kija falato, o tikno farajn Roma-Service pedar o berscha, use jek multimedijakeri maschina la flogoskera grupnake pe irintscha. Eloschno angle pe micinel – le farajniskere ardiptschenca, ham te butvar tschak ojs partneri ando palutno terdschojipe.
O farajn ande leskere bisch berscha, jek bulho medijali dipe andar i phuv asdija, savo dur pedar o Burgenland virkinel: o dschumimo magacin dROMa, o online formato dROMa-Blog taj o videjoskero phukajipe andar dROMa TV vaj Tschibtscha/TV Erba. Use al, o Romani-tschavengero papruschengero nevipe Mri nevi MiniMulti, savo andi koperacijona la flogoskera utscha ischkolaha le burgenlanditike horvackendar kerdi ol, i Romani-tschavengeri biblina, savi ojs feschtimo kerdo hefltinakero redo ari alo, o duj bulhe prik dschivdengere-edicijontscha (Mri taj Amari Historija) taj te jek thajipeskeri- taj jek dschilajipeskeri kenva. Taj use, sako di meg prikbeschariptscha taj mejdiniptscha le radijoskere magaciniske Romani Ora taj la flogoskera grupnakera riktschake taj le Romengere sendungtschenge le ORFistar, pedar amaro stolo dschan. O vodschi la naschta produkcijonatar ham usar o kesdipe, o duj tschibtschakero papruschengero nevipe dROMa sina, savo akan bisch berscha hi. Sajt 2004, o magacin vodinaschi la flogoskera grupnatar taj la farajniskera butjatar hi, o cile pharipeskere punktscha taj o barikane aunpaschlojiptscha, ande leskere ardiptscha papal sikan pumen. Upreklerinipe taj dokumentacijona, sikadipeskeri- taj socijali buti, historischi gondo taj palgondolipe, butvar ham o keripe, i tschib Roman (Burgenland-Romani) anglo armeripe upre te likerel – andi publikacijonakeri buti le farajnistar Roma-Service, upro riktscha le papruschengere nevipestar dROMa, ada sa khetan naschel.
Stück für Stück hat sich der kleine Verein Roma-Service über die Jahre zu einer Multimediamaschine für die Volksgruppe gewandelt. Gut geölt surrt sie vor sich hin – mit den vereinseigenen Veröffentlichungen, aber oft auch leise als Partner im Hintergrund.
Der Verein hat in den zwanzig Jahren seines Bestehens ein breites mediales Angebot aus dem Boden gestampft, das weit über das Burgenland hinaus wirkt: das Printmagazin dROMa, das Onlineformat dROMa-Blog und die Videoberichterstattung von dROMa TV bzw. Tschibtscha/TV Erba. Dazu kommen die Romani-Kinderzeitschrift Mri nevi MiniMulti, die in Kooperation mit der Volkshochschule der Burgenländischen Kroaten entsteht, die Romani-Kinderbibel, die als bunt illustrierte Heftreihe erschien, zwei umfangreiche Zeitzeugen-Editionen (Mri und Amari Historija) sowie ein Koch- und ein Liederbuch. Und obendrein wandern tagein, tagaus auch noch Übersetzungen und Meldungen für das Radiomagazin Romani Ora und die Volksgruppenseite und Romasendungen des ORF über unseren Schreibtisch. Read the rest of this entry »
Dezember 17th, 2024 |
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Einrichtungen, Interview, Jugend & Bildung, Politik, Rassismus & Menschenrechte, Romani, dROMa (Magazin)
IM GESPRÄCH | ANDO VAKERIPE
Ekspertkija: Romani-ischkoli nan nisaj putripe
Dajakere tschibtschakere sikajipeha le Romengere-tschavenge andi Slovakija akan bara andar o drom bejg ispidim te on. O ministerijum dikel ada ojs „keripe uso bekejmpfinipe la segregacijonatar“. Ham so ada butschol? Amen usi sikadipeskeri ekspertkija Tina Gažovičová ando foro Bratislava palal phutschlam.
dROMa: Andi Slovakija akan bojd jek ischkola la sikajipeskera tschibtschaha Romani dela. (→Sikadipe: O eksperimento andar Rakúsy) Hi ada jek barikano drom?
Tina Gažovičová: O phutschajipe andi Slovakija igen brigaschno hi. Te le politischi taj interkultureli fatretertschen le Romengere-tschulipestar andi Slovakija mindenfelitike muaniniptscha use aja tema hi. Upri jek rik latscho hi, hot but Romengere-tschaven andi Slovakija Romani ojs dajakeri tschib hi taj hatek ada schaj pomoschinlahi, Romani te andi ischkola te siklol. Ande amaro ischkolakero tschatschipe o tschatschipe le tschuliptschendar ande hi, ande lengeri dajakeri tschib sikade te on, taj amen andi Slovakija jek dugi tradicija ischkolendar le ungrike tschulipeske hi. Ando peripe le Romengere-tschulipestar ada ham schoha prik beschardo na ulo, kaj tschak igen tschule Romani-meschtertscha del taj kaj o mindenfelitike dijalektscha le tel pisime Romanijistar avrijal hi. Vaschoda tschak tschule ischkoli del, ande save Romani ojs foch sikado ol, ham dschijakana nisaj ischkola, Romnijiha ojs sikajipeskeri tschib.
So gejng vakerel?
O argumento gejng ischkoli Romanijiha ojs sikajipeskeri tschib hi, hot on i segregacijona (ischkolakero artschapinipe) taj o socijali artschapinipe le Romengere-tschulipestar meg horeder keren. Ando lejcti deschberschengere i segregacijona le Romengere-tschavendar ando ischkolakero koja andi Slovakija bibastaleder uli. But gava del, ande save agun jek „keverimi“ ischkola delahi, savi Romengere- taj te slovakitike, poavar te ungrike tschibtschakere tschavendar, kher rodim ule. O gendo le slovakitikendar ande odola gava ham tel lel, taj o Roma mindig buteder on, so uso cajchn le „parne naschikeripestar“ vodintscha, kaj adi odola ischkoli tschak buter le Romengere-tschavendar kher rodim on. Read the rest of this entry »
Dezember 17th, 2024 |
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Einrichtungen, Interview, Jugend & Bildung, Politik, Rassismus & Menschenrechte, Romani, dROMa (Magazin)
IM GESPRÄCH | ANDO VAKERIPE
Expertin: Romani-Schulen sind keine Lösung
Mit muttersprachlichem Unterricht sollen den Roma-Kindern in der Slowakei endlich Steine aus dem Weg geräumt werden. Das Ministerium sieht dies auch als „Beitrag zur Bekämpfung der Segregation“. Aber was bedeutet das? Wir haben bei der Bildungsexpertin Tina Gažovičová in Bratislava nachgefragt.
dROMa: In der Slowakei wird es bald eine Schule mit der Unterrichtssprache Romani geben (→mehr hier). Ist das ein sinnvoller Weg?
Tina Gažovičová: Die Frage ist in der Slowakei sehr umstritten. Auch die politischen und intellektuellen Vertreter der Roma-Minderheit in der Slowakei haben unterschiedliche Meinungen zu diesem Thema. Einerseits stimmt es, dass viele Roma-Kinder in der Slowakei Romani als Muttersprache haben und es daher für sie hilfreich sein könnte, Romani auch in der Schule zu lernen. Unser Schulgesetz beinhaltet das Recht der Minderheiten, in ihrer Muttersprache unterrichtet zu werden, und wir haben in der Slowakei eine lange Tradition von Schulen für die ungarische Minderheit. Im Falle der Roma-Minderheit wurde dies jedoch nie umgesetzt, da es nur sehr wenige Romani-Lehrer gibt und außerdem die verschiedenen Dialekte vom kodifizierten Romani abweichen. Daher gibt es nur wenige Schulen, in denen Romani als Fach unterrichtet wird, aber bisher keine mit Romani als Unterrichtssprache.
Was spricht inhaltlich dagegen?
Das Argument gegen Schulen mit Romani als Unterrichtssprache ist, dass sie Segregation (Anm.: schulische Absonderung) und sozialen Ausschluss der Roma-Minderheit weiter vertiefen. In den letzten Jahrzehnten hat sich die Segregation von Roma-Kindern im Schulwesen in der Slowakei verschärft. Es gibt viele Dörfer, in denen es früher eine „gemischte“ Schule gab, die sowohl von Roma- als auch von slowakischen, manchmal auch ungarischsprachigen Kindern besucht wurde. Die Zahl der Slowaken in diesen Dörfern nimmt jedoch ab, während die Roma-Bevölkerung zunimmt, was zum Phänomen der „weißen Flucht“ geführt hat, so dass diese Schulen heute nur noch von Roma-Kindern besucht werden. Read the rest of this entry »
Dezember 13th, 2024 |
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Einrichtungen, Politik, Rassismus & Menschenrechte
Deutschland: Unter dem Vorsitz des Antiziganismusbeauftragten Dr. Mehmet Daimagüler fand die konstituierende Sitzung der Bund-Länder-Kommission zur Bekämpfung von Antiziganismus statt. Ziel ist eine verbesserte, institutionalisierte Zusammenarbeit für die Teilhabe von Sinti und Roma.
Am 7. Oktober fand unter Vorsitz des Beauftragten der Bundesregierung gegen Antiziganismus, Dr. Mehmet Daimagüler, die konstituierende Sitzung der „Ständigen Bund-Länder-Kommission zur Bekämpfung von Antiziganismus und für das Leben der Sinti und Roma“ (BLK) statt. Die Kommission will eine wirksamere, besser abgestimmte Politik erreichen, die Sinti und Roma schützt und Hürden zur gleichberechtigten Teilhabe am gesellschaftlichen Leben abbaut.
Teilhabe von Sinti und Roma fördern
Sinti und Roma an Bildung teilhaben zu lassen, ihre Kultur zu fördern, Präventionsmaßnahmen in Polizei und Justiz zu ergreifen und geflüchtete Roma zu integrieren, sind zentrale Bereiche, um Antiziganismus zu bekämpfen und gleichberechtigte Teilhabechancen für Sinti und Roma in Deutschland zu schaffen. Diese liegen in der Zuständigkeit der Länder. Deshalb müssen Bund und Länder dauerhaft zusammenarbeiten und sich über Maßnahmen und Strategien gegen Antiziganismus austauschen.
Die Einrichtung des Gremiums geht auf eine zentrale Forderung aus dem Bericht der Unabhängigen Kommission Antiziganismus von 2021 und auf eine Forderung des Bundestags im Beschluss 20/9779 vom 14. Dezember 2023 zurück. Umgesetzt wurde diese Forderung auf Grundlage des Beschlusses des Bundeskanzlers und der Regierungschefinnen und -chefs der Länder zur BLK-Einrichtung am 20 Juni 2024.
Die Aufgaben der Bund-Länder-Kommission sind: Read the rest of this entry »
Dezember 6th, 2024 |
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Einrichtungen, Veranstaltungen & Ausstellungen
Die Roma Volkshochschule Burgenland begeht ihr 25-jähriges Jubiläum. Gefeiert wird dieses mit einem Fest im Offenen Haus Oberwart (OHO) am Samstag, 14. Dezember 2024, um 19 Uhr. Dabei wird es eine Rückschau und ein Konzert geben: „An diesem Abend soll all das präsentiert und mit einem Fest gefeiert werden, was in den 25 Jahren des Bestehens geschaffen und umgesetzt worden ist.“ Eintritt frei.
Konzert: Ferry Janoska & Melinda Stoika. Ausklang mit DJ-Künstlerin Melinda Stoika
Beiträge von: Dr. Leonhard Schneemann (Landesrat – Burgenländische Landesregierung), Dr. John Evers (Generalsekretär Verband Österreichischer Volkshochschulen), Dr.in Christine Teuschler (Vorsitzende Burgenländische Volkshochschulen)
Im Jahr 1999 wurde die Volkshochschule der Burgenländischen Roma als Teilorganisation der Burgenländischen Volkshochschulen gegründet. 2016 erfolgte die Umbenennung in Roma Volkshochschule Burgenland (VHS-Roma). „Ziel des Vereins ist ein Bildungsangebot für Roma und Romnja sowie Nicht-Roma, die an der Geschichte, Kultur und an der Sprache der Volksgruppe interessiert sind, zu schaffen. Dabei sollen besonders Begegnungen und der Austausch zwischen Roma und Romnja sowie Nicht-Roma ermöglicht werden“, berichtet Horst Horvath, Vorstand VHS-Roma.
Programme und Schwerpunkte
„In den vergangenen 25 Jahren war es der VHS-Roma stets wichtig, das eigene Angebot zu reflektieren und an die aktuellen Herausforderungen anzupassen. Zahlreiche Programme und Schwerpunkte spiegeln die letzten Jahrzehnte wider und erlauben uns heute einen Rückblick in Themenschwerpunkten“, so Horvath. Zu diesen Schwerpunkten zählen: Vorträge, Buchpräsentationen, Diskussionen; historische und kulturelle Ausstellungen; Kunst, Kultur, Tradition; Studienreise in ferne Länder; diverse Tagungen; Internationaler Roma/Romnja-Tag; die „RomaCajtung“; EU-Projekte; Infopoint im Stadtzentrum; verschiedene Theaterproduktionen; Museumsarbeit; Gedenkarbeit; Erstellen von Unterrichtsmaterialien; Lehrerinnen- und Lehrerfortbildung.
Die Roma Volkshochschule Burgenland ist erfolgreich, weil es dem engagierten Team gelingt, Formen und Methoden zu entwickeln, die sowohl die Romnja und Roma als auch die Nicht-Roma ansprechen. Jedoch muss an diesen Strategien wiederholt weitergearbeitet werden, um den gesellschaftlichen Veränderungen gerecht zu werden. „Die bisher sehr erfolgreichen Strategien, die zur Anerkennung als Volksgruppe und zur politischen Akzeptanz geführt haben, entsprechen allerdings nicht mehr den Ansprüchen und der gesellschaftlichen Realität des 21. Jahrhunderts. Read the rest of this entry »
November 29th, 2024 |
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Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Rassismus & Menschenrechte, Religion, Wissenschaft
Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) will die Geschichte von Protestantismus und Antiziganismus untersuchen. Dazu hat sie ein Sonderstipendium zur wissenschaftlichen Erforschung ausgeschrieben.
Seit einigen Jahren engagiert sich die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) im bundesweiten „Netzwerk Sinti Roma Kirchen“, einem Zusammenschluss aus kirchlichen und religiösen Gemeinschaften und bundesweiten und regionalen Strukturen von Sinti und Roma. Mit dem Zentralrat Deutscher Sinti und Roma hat die EKD eine enge Zusammenarbeit vereinbart; diese wurde im vergangenen Jahr anlässlich des 40. Jahrestags der Gründung des Zentralrates mit einer Erklärung und einem gemeinsamen Gottesdienst im Berliner Dom bekräftigt.
Darin heißt es: „Gemeinsam mit Angehörigen der Minderheit von Sinti und Roma wollen wir der Diskriminierung im Alltag von Kirche und Gesellschaft und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit insgesamt entgegenwirken. Dazu bedarf es der Auseinandersetzung mit der bis in die Gegenwart reichenden Schuldgeschichte der Kirchen und der unbedingten kritischen Überprüfung von theologischen und kirchlichen Denkmustern und Prägungen.“
Vor diesem Hintergrund hat die EKD jetzt ein Sonderstipendium ausgeschrieben, das der wissenschaftlichen Untersuchung der Geschichte von Antiziganismus und Protestantismus dienen soll. Das Projekt ist in der Kirchengeschichte angesiedelt und zielt auf die Beleuchtung bisher unterschätzter Aspekte kirchlicher und diakonischer Praxis, z. B. Seelsorge, Jugendhilfe, Gemeindealltag, aber auch Kollaborationen der Kirchen in der NS-Zeit, Umgang mit der Minderheit in der Nachkriegszeit sowohl in West- wie Ostdeutschland.
„Wir erhoffen uns von einer solchen Forschungsarbeit, die nur ein Anfang sein kann, dass wir uns unserer eigenen blinden Flecken in der Geschichte und Gegenwart unserer Kirchen bewusster werden. Read the rest of this entry »
November 23rd, 2024 |
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Einrichtungen, Literatur & Bücher, Musik, Veranstaltungen & Ausstellungen
Lesung – Musik – Kulinarik: Traditioneller Roma-Advent 2024 am 7. Dezember ab 19 Uhr im Offenen Haus Oberwart (OHO), Lisztgasse 12. Eine Veranstaltung von Hango Roma. Eintritt frei.
Der traditionelle Roma-Advent wird schon seit vielen Jahren veranstaltet, um den Stellenwert der Volksgruppe der Roma nicht zu verlieren sowie die Tradition und Kultur der Volksgruppe der Roma und Sinti zu stärken und in der Öffentlichkeit erlebbar zu machen. Heuer findet der Roma-Advent unter dem Motto „35 Jahre Roma-Bewegung in Österreich“ statt.
Lesung von Sanja Abramovic
Die Autorin wurde 1982 in Karlovac/Kroatien geboren und wuchs im Kurort Topusko nahe der bosnischen Grenze auf. Sie lebt seit 1991 in Österreich, studierte Germanistik und Slawistik an der Universität Wien. Seit 2007 lebt sie im Burgenland und unterrichtet Deutsch und Kroatisch. Die Bruchstellen in ihrer Biografie führen bereits in jungen Jahren zu einer melancholischen Auseinandersetzung mit Erinnerungen, der Frage nach Heimat und Heimatlosigkeit, zu einer prinzipiellen Skepsis der Sprache, den Menschen, der Welt gegenüber, zu unzähligen Verortungsversuchen.
Projekt PRADO DROM: Präsentation und Resümee
Das Projekt „PRADO DROM – Offener Weg“ bietet ein niederschwelliges Beratungs- und Qualifizierungsangebot für arbeitsmarktferne Roma und Romnja. Es sollen Beschäftigungshemmnisse abgebaut, das Selbstwertgefühl gestärkt, Lösungskompetenz aktiviert, Basisbildung verbessert und somit der Weg von der Arbeitslosigkeit auf den Arbeitsmarkt geebnet werden. Im Rahmen der Veranstaltung wird das Projekt präsentiert. Weiters wird ein Resümee gezogen über die großartigen Erfolge, die in den zwei Jahren erzielt wurden.
Viel Musik
Musikalisch umrahmt wird die Veranstaltung von den burgenländischen Roma-Musikgruppen ROMANO RATH und der LEON BERGER BAND sowie vom NEWO ZIRO QUARTETT aus Wien. Weiters laden wir Sie auf eine kulinarische Reise aus der Roma-Küche 2.0 – Romano Habe ein. Read the rest of this entry »
November 21st, 2024 |
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Einrichtungen, Medien & Presse, Wissenschaft, dROMa (Magazin)
O visenschoftlichi magacintscha le „Romani Schtudijendar“
Saj fochiskere papruschengere neviptscha pedar o Roma sa del taj delahi, na mukel pe asaj loke te phenel. Kekaj afka hi, amen probalintscham le taj o lek barikaneder anava tumenge khetan ledschijam. Jek dikipe – usar o phuro vodinipeskero hajo andar o 19to schelberschengero dschi uso lek terneder neve keriptscha.
O „Romani Schtudiji“ jek tikno paj ando thana maschkar o bare disciplintscha hi, maschkar etnologija, lingujistika, historija. Le publikacijonakere kojaske butschol ada, hot o tschule schpecijalisirime papruschengere neviptscha gejng i konkurenca le avre fochtschendar iste pumen terdscharen. Pasche, le Romengere-forschinipeske o palmukipeskero pharipe leskera rasistischi historijaha, problemtscha kerel. Jek konflikto, savo dschi adi bibastalo hi, sar hatek o pelinipe pasche i „Gypsy Lore Society“ sikal.
Britanitiko thaneskero schero
Sajt lakero keripe 1888 niko ar la schaj mukla, savo pe visenschoftlichi Romenge interesirintscha. Adaj dschene khetan sina, saven ando „Zigeunerengero forschinipe“ terdschojipe taj anav sina. O siklime taj hobiskere forschertscha upri flogoskeri grupn sar bogartschengere khetan kedaschtscha upre eksotischi gistave bogartscha pumen tschidine. Sakone „schusche ratvaleskere kojaske“, „na hamischane kojasek“ palal naschnahi, mindig le „tschatsche Zigeunernipeske“ upri joma. Ada likeripe, ande savo i romantischi voja taj o rasistischi koji khetan bijon, andar o phure berscheskere kenvi le farajniskere fochiskere patrendar, o Journal of the Gypsy Lore Society (JGLS), te dikel hi. Kritikertscha, paloda adale kojaske muguli jek ajgeni, na schukar akaripe kerde: „Gypsylorism“.
Kekaj afka sina, o magacin „o basisakero bar le but disciplintschengere forschinipeskere thaneske kertscha, savo adi ojs Romani/Gypsy Schtudiji prindschardo hi“, phenel o Romani-lingujisto Yaron Matras, savo i redakcijona usar 1999 dschi 2017 vodintscha. Leske te palikerel hi, hot andar o prahoschno perijodikum, jek moderni akademischi magacin themeskere terdschojipestar ulo. Ham o kerdo irinipe – taj o anavengero irinipe ande Romani Studies – i nevi redakcijona 1999 tschak phare duach schaj beschartscha. Jek phenipe le farajvniskere dschenendar, kaj o khetanipe erschtivar kritischi lengere kesvdiptschenca donde pumen bescharde, hatek erscht ando bersch 2016 dija. Upro tradicijoneli anav „Gypsy Lore Society“ i phuri garda muguli meg adi likerel, kekaj but kritika del. Read the rest of this entry »
November 16th, 2024 |
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Einrichtungen, Medien & Presse, Wissenschaft, dROMa (Magazin)
Die wissenschaftlichen Journale der „Romani Studies“
Was es an Fachzeitschriften über Roma alles so gibt und gab, lässt sich gar nicht so leicht überblicken. Wir haben es trotzdem versucht und die wichtigsten Titel für Sie zusammengetragen. Eine Übersicht – vom alten Flaggschiff aus dem 19. Jahrhundert bis zu den jüngsten Neugründungen.
Die „Romani Studies“ sind ein bescheidenes Biotop in den Nischen zwischen den großen Disziplinen, zwischen Ethnologie, Linguistik, Geschichte. Für das Publikationswesen bedeutet dies, dass sich die wenigen spezialisierten Zeitschriften gegen die Konkurrenz der anderen Fächer behaupten müssen. Zudem macht der Roma-Forschung die Erblast ihrer rassistischen Geschichte zu schaffen. Ein Konflikt, der bis heute virulent ist, wie etwa die Polemik um die „Gypsy Lore Society“ beweist.
Britischer Platzhirsch
An dieser kam, seit ihrer Gründung 1888, niemand vorbei, der sich wissenschaftlich für Roma interessierte. Hier war versammelt, was in der „Zigeunerforschung“ Rang und Namen hatte. Die Gelehrten und Hobbyforscher stürzten sich auf die Volksgruppe wie Insektensammler auf exotisch schillernde Käfer. Allem „Reinblütigen“, „Unverfälschten“ jagten sie hinterher, immer dem „echten Zigeunertum“ auf der Spur. Diese Haltung, in der romantische Begeisterung und rassistische Prämissen verschmolzen, blickt einem auch aus den alten Jahrgängen des Vereinsorgans, des Journal of the Gypsy Lore Society (JGLS), entgegen. Spätere Kritiker prägten dafür einen eigenen, wenig schmeichelhaften Begriff: „Gypsylorism“.
Nichtsdestotrotz legte das Journal „den Grundstein für das interdisziplinäre Forschungsgebiet, das heute als Romani/Gypsy Studies bekannt ist“, betont der Romani-Linguist Yaron Matras, der die Redaktion 1999 bis 2017 leitete. Ihm ist es zu verdanken, dass aus dem verstaubten Periodikum ein modernes akademisches Journal von Weltrang wurde. Doch diesen Richtungsschwenk – und die Namensänderung in Romani Studies – konnte die neue Redaktion 1999 nur mit Mühe durchsetzen. Eine Resolution des Vorstands, in der sich die Gesellschaft erstmals kritisch mit ihren Ursprüngen auseinandersetzte, kam überhaupt erst 2016 zustande, und am traditionellen Namen „Gypsy Lore Society“ hält die alte Garde sogar heute noch fest, aller Kritik zum Trotz. Bei den Romani Studies ist allerdings derzeit ein Umbruch zu erkennen. Read the rest of this entry »