Kunst & Fotografie

„Millionaires of time“ – Ausstellung in Berlin

Juni 1st, 2016  |  Published in Kunst & Fotografie, Veranstaltungen & Ausstellungen

Ausstellung "Millionaires of Time" (Foto: Anja Schäfer)Eine audiovisuelle Ausstellung über Roma in Košice

Fotografien von Anja Schäfer | Audioporträts von Elisabeth Putz

Eröffnung am 2. Juni 2016, 19 Uhr
Haus am Kleistpark, Berlin (Einladung)

In dem audiovisuellen Ausstellungsprojekt „Millionaires of time …“ zeich­nen die Foto­gra­fin Anja Schäfer und die Hör­funk­auto­rin Elisabeth Putz jen­seits gän­gi­ger Fremd­zu­schrei­bun­gen ein viel­dimen­sio­na­les Bild der Roma, die nahe der ost­slo­wa­ki­schen Stadt Košice in Šaca bzw. Luník IX leben. Letz­te­res gilt als eines der größ­ten Ghet­tos von Roma in Eu­ropa.

Die atmosphärischen fotografischen und auditi­ven Porträts zei­gen die Men­schen in ihrer Indi­vi­dua­li­tät. Sie las­sen einen Mikro­kos­mos leben­dig wer­den, der auf über­geord­nete gesell­schafts­poli­ti­sche Struk­tu­ren ver­weist. In der Aus­stel­lungs­instal­la­tion aus Foto­gra­fien und mobi­len Hör­statio­nen ent­steht ein Raum, in dem das Publi­kum hö­rend, se­hend und as­so­ziie­rend ent­decken kann.

Rund 250.000 Roma leben in der Slowakei. (Anm. d. Red.: ande­re Schätzun­gen lie­gen weit hö­her; der Euro­pa­rat bei­spiels­wei­se geht von rund 500.000 Roma aus). „Wir können kom­men, wann im­mer wir wol­len“, sagt František, denn er sei „ein Mil­lio­när der Zeit“. Man hört oft, Roma seien aus der Zeit ge­fal­len, sie wüss­ten nicht, was Zeit be­deu­te, oder aber sie hätten alle Zeit der Welt. Und Fran­ti­šek, eine der porträ­tier­ten Per­so­nen, weiß von diesem Klischee­bild und spielt da­mit. Wer sind „DIE ROMA“? Ein Volk? Eine Nation ohne Land – aber mit Flag­ge und Hymne? Die Aus­stel­lung ist der Ver­such, hin­ter eine Mauer aus Kli­schees zu blicken, an der lan­ge und von vie­len Sei­ten ge­ar­bei­tet wurde.

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Thementage „Roma in Berlin“

Mai 10th, 2016  |  Published in Kunst & Fotografie, Veranstaltungen & Ausstellungen

"Unsere neuen Nachbarn": Programmübersicht "Roma in Berlin" (PDF)„Herkommen. Ankommen. Willkommen. Unsere neuen Nachbarn“

Das Wohnbauunternehmen Gesobau, ver­ant­wort­lich für das erste de­zentra­le Ber­li­ner Wohn­pro­jekt für Roma­fami­lien, ver­anstal­tet eine zwei­wö­chi­ge Ver­anstal­tungs­reihe: „Roma in Berlin“. Die Aus­stel­lung „Roma in Europa – Enfances Tsiganes“ der fran­zö­si­schen Foto­gra­fin Jeannette Gregori ist eine der ins­ge­samt neun Ver­anstal­tungen.

In den Diskussionen um die Zuwanderung wird nie­man­dem mit so vielen ne­ga­ti­ven Vor­ur­tei­len be­geg­net wie den Roma. Vor­ur­tei­le und diskri­mi­nie­ren­des Ver­hal­ten ste­hen oft in en­gem Zu­sam­men­hang. Die GESOBAU möch­te ge­mein­sam mit star­ken Part­nern und der neuen Ver­anstal­tungs­reihe „Her­kom­men. An­kom­men. Will­kom­men. Unsere neuen Nach­barn“ dem ent­gegen­steuern und die ver­meint­lich so ver­schie­de­nen Lebens­welten von Roma und Deut­schen mit­einan­der in Be­zug setzen. Den Auf­takt bil­den die Themen­tage „Roma in Berlin“.

Eröffnet wurde die Veranstaltungsreihe von Barbara Loth, Staats­sekre­tä­rin für Integra­tion und Frauen in der Senats­ver­wal­tung für Arbeit, Integra­tion und Frauen, und Jörg Franzen, Vor­stands­vor­sitzen­der der GESOBAU AG. Im Mit­tel­punkt des Pres­se­gesprächs stand das erste de­zentra­le Wohn­pro­jekt Berlins „Woh­nen und Leben im Mär­ki­schen Vier­tel – ein integra­ti­ves Wohn­kon­zept für Roma­fami­lien“. Das Wohn­pro­jekt wird seit 2015 im Rei­nicken­dor­fer Stadt­teil Mär­ki­sches Vier­tel um­ge­setzt. In einem Par­tner­schafts­ver­trag haben sich die Senats­ver­wal­tung für Arbeit, In­tegra­tion und Frauen, das Be­zirks­amt Rei­nicken­dorf, die GESOBAU AG und die Trä­ger Phinove e.V. und Aufwind e.V. zur Um­setzung des Wohn­pro­jekts ver­pflich­tet. Bis Ende 2016 wer­den zehn Roma­fa­mi­lien, die aus Süd­ost­euro­pa zu­ge­wan­dert sind, mit an­ge­mes­se­nem, be­zahl­ba­rem Wohn­raum ver­sorgt und bei der Integra­tion un­ter­stützt. Die dezentrale Wohnraumversorgung im Märki­schen Vier­tel ist eine Beson­der­heit unter den bis­lang um­gesetz­ten Wohn­pro­jek­ten für Roma in Ber­lin.

Thementage „Roma in Berlin“

Gemeinsam mit der Senatsverwaltung für Arbeit, In­tegra­tion und Frauen, dem Bezirks­amt Rei­nicken­dorf, den Trä­gern Hori­zonte gGmbH, Auf­wind e.V., Phinove e.V. und unter­stützt durch den KLAK Verlag wid­met sich die GESOBAU vom 3. bis 18. Mai 2016 Euro­pas größ­ter Minder­heit und lädt In­teres­sier­te ein. Das viel­fäl­tige Programm rich­tet sich an Nach­barn in und um Rei­nicken­dorf, Stadt­teil­akteure, Schulen, Kinder­gärten und Ver­treter aus Woh­nungs­wirt­schaft und Politik sowie Interes­sen­ge­mein­schaf­ten in Berlin.

Informationen zu allen Veranstaltungen der Thementage „Roma in Berlin“ vom 3. bis 18. Mai im Mär­ki­schen Viertel fin­den Sie hier. Die Teil­nahme an allen The­men­tagen­ver­an­stal­tun­gen ist kos­ten­frei.

Zur Ausstellung „Roma in Europa – Enfances Tsiganes“: Read the rest of this entry »

Es gibt kein unschuldiges Foto

April 2nd, 2016  |  Published in Kunst & Fotografie, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen

Deri MiklosBereits zum 34. Mal findet in die­sem Jahr die Unga­ri­sche Pres­se­foto­aus­stel­lung statt. Ge­zeigt wer­den die bes­ten Bil­der des Jah­res. Erst­ma­lig wur­den auch Bilder in der Son­der­ka­te­go­rie Flücht­lings­krise aus­ge­zeich­net. Die Aus­stel­lung wur­de be­reits am 25. März er­öf­fnet und ist noch bis zum 14. Mai im Ro­bert-Capa-Zen­trum für Zeit­ge­nös­si­sche Foto­gra­fie zu be­sich­ti­gen.

Die Politik des Roma-Körpers

Besonders sehenswert sind die eher kon­zep­tio­nel­len Ar­bei­ten des un­ab­hän­gi­gen Foto­künst­lers Miklós Déri, der für seine Portrait­serie über die Stereo­ty­pi­sie­rung der un­ga­ri­schen Roma­be­völ­ke­rung den re­nom­mier­ten André-Kertész-Preis er­hielt. Déri ließ Intel­lek­tuel­le, Wis­sen­schaft­ler und an­dere pro­mi­nente Mit­glie­der der Roma­minder­heit in Kos­tüme und Posen schlüp­fen, die dem bis heute exis­ten­ten Klischee der Roma als Musiker, Gauner und Jahr­markts­wahrsager ent­spre­chen. Dem stellt er Bilder der Per­so­nen in ihren Alltags­outfits gegen­über. „Wenn wir ein Bild eines Rom sehen, setzt sich in un­se­rem Kopf auto­ma­tisch ein auf der ,Rasse‘ des Foto­gra­fier­ten be­ru­hen­der Wertungs­prozess in Gang. Mit mei­nen Bildern woll­te ich den laten­ten Rassismus sicht­bar ma­chen, mit dem Roma bei­nahe täg­lich in der Gesell­schaft kon­fron­tiert wer­den“, erklärt Déri das Konzept sei­ner Foto­reihe.

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Roma.Bildwechsel in Graz

März 28th, 2016  |  Published in Frauenrechte, Kunst & Fotografie, Veranstaltungen & Ausstellungen

Ausstellung in GrazAusstellung: Ein Fotokunstprojekt zur Prä­senz und Wahr­neh­mung der Roma im öf­fent­li­chen Raum. Ab 7. April in Graz.

7. April 2016, 11:00 Uhr: Ausstellungs-Er­öff­nung an­läss­lich des Inter­na­tio­na­len Roma-Tags (8. April) im Caritas-Pau­li­num, Graben­straße 39, Graz. | Eröffnung mit: Caritasdirektor Franz Küberl, dem Foto­gra­fen Mi­cha­el Schmid und Michael Teichmann, Zorrom – Pro­jekt für Ar­muts­migran­tIn­nen

Der Internationale Tag der Roma findet in Er­in­ne­rung an den ersten In­ter­na­tio­na­len Roma-Kon­gress 1971 statt. An diesem Tag wird welt­weit auf die Situa­tion der Roma hin­ge­wie­sen. Die Ge­schich­te der Roma in Euro­pa ist eine Ge­schichte der Ar­mut, Dis­kri­mi­nie­rung und Ausx­gren­zung, die bis heute an­hält. Die Caritas und Welthaus der Diözese Graz-Seckau unter­stütz­ten Bil­dungs­pro­jekte für Roma, um den Zu­gang zu Schule und Aus­bil­dung zu gewähr­leis­ten und die Ar­muts­spi­rale zu durch­brechen.

Die Ausstellung Roma.Bildwechsel zeigt die Foto­trilogie „Gemein­schafts­raum“ von Michael Schmid, die im Herbst 2014 in der slo­waki­schen Stadt Banská Bystrica ge­mein­sam mit Romnija aus Detva, Banská Štiavnica und Žiar ent­standen ist. Im Mit­tel­punkt steht dabei die selbst­ver­ständ­liche Nutzung des öf­fent­li­chen Raums durch Men­schen, denen diese Prä­senz häu­fig nicht oder nur un­gern zu­ge­stan­den wird. Bilder von Menschen sind keine Zufalls­pro­dukte. Sie ent­ste­hen aus dem, was die Dar­stel­len­den zeigen, aus dem, was der Foto­graf/die Foto­gra­fin sieht, und aus dem, was die Be­trach­ten­den wahr­nehmen. Die­sel­ben Men­schen kön­nen in unter­schied­li­chen Insze­nie­run­gen völ­lig anders aus­sehen und wirken.

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„Romni“: Fotoausstellung in Dortmund

März 9th, 2016  |  Published in Frauenrechte, Kunst & Fotografie, Veranstaltungen & Ausstellungen

Romni (Foto: „Romni“: Zwei Fotokünstlerinnen aus Dortmund haben sich mit Romafrauen in der Dort­mun­der Nord­stadt in einem Foto- und Inter­view­pro­jekt aus­einan­der­ge­setzt.

Die Bilder und Assoziationen, die viele Menschen mit dem Volk der Roma ver­bin­den, sind über­wie­gend nega­tiv ge­prägt. Oder ihre Lebens­weise wird stark roman­ti­siert: Begrif­fe wie ,Nomaden­tum‘ und Be­schrei­bun­gen wie ,fah­ren­des Volk‘ redu­zieren das Volk der Roma auf fäl­sch­li­che Weise.

Die beiden Fotografinnen Tabea Hahn und Anna Merten haben mit rumäni­schen Roma-Frauen Interviews über Tra­di­ti­on, Kultur und Fa­mi­lien­leben ge­führt. Das Thema „Frausein“ wurde unter ver­schie­de­nen Aspek­ten be­leuch­tet. Der Fokus lag dabei auf Identität, Integra­tion und sozia­ler Stel­lung der Frau in der Ge­sell­schaft – so­wohl im Heimat­land als auch in Deutschland.

ROMNI – unter diesem Titel präsentieren die Künstlerinnen die fotogra­fi­schen und text­li­chen Ergeb­nisse ihres Projek­tes, das sie im letzten Jahr mit Unter­stützung des Planer­laden e.V. durch­ge­führt haben.

Die Arbeit zeigt Romafrauen aus der Dortmunder Nordtstadt. Das Tragen von langen Röcken und einem Tuch in den Haaren ist eine wich­tige Tradtion bei den Frauen der Roma. Da­durch tra­gen sie ihre Herkunft und Zu­gehö­rig­keit öffent­lich zur Schau und ris­kie­ren mit Vor­urtei­len und Dis­kri­mi­nie­rung kon­fron­tiert zu wer­den. Ihre tra­di­tio­nelle Le­bens­weise und Kleidung führt aber bei den Frauen zu einer Zu­ge­hö­rig­keit inner­halb der ei­ge­nen Gruppe, zu einem Gefühl von Iden­ti­tät und einer Idee von Heimat fern­ab ihres Hei­mat­lan­des.

Ausstellungsdauer: 8. März bis 30. März 2016
Öffnungszeiten: Di. bis Sa. von 11 bis 17 Uhr
Ort: caféplus, Gnadenort 3-5, 44135 Dortmund

(Text: Ankündigung des Projektverbunds Nordstadt)

Muguli o mulo Auschwitzatar daral

Januar 29th, 2016  |  Published in Kunst & Fotografie, Veranstaltungen & Ausstellungen

"Sie kamen nie wieder", Ceija Stojka (Foto: Horst Horvath)Ceija Stojka: Artschijipeskero pradi­pe an­do Pra­di­mo Kher Erba an­do 4. feberi 2016, 19:00 oren­ge.

O artschijipe pativ del le barikane verkenge la kinstler­ki­ja­tar Ceija Stojka, savi dschi use lake­ro muli­pe ando je­neri 2013 gejng o pobis­te­ripe le geno­ci­distar le Ro­men­ge taj Sinti­jenge taj gejng i diskri­mi­na­cija pe ande be­schar­tscha.

I Ceija Stojka 1933 ojs jek le schov tschavendar jeka Lovara fami­li­jatar ando Schtacko upro them ali. Telal o NS-re­schim, na dur angle lakero desch­to bersch, kada upro them ali, ando loge­ri Auschwitz ledschim li uli, akor ando lo­geri Ravensbrück taj pa­loda Bergen-Belsen, kaj oj pra daja­ha taj pra phe­njaha retim uli. Ando masch­ka­ripe le 80te berschen­dar i Ceija Stojka khetan pre phra­leha ojs erschti dsche­ne andi Austrija, o na phu­kajipe pedar o tra­dipe le Romen­dar taj Sinti­jen­dar ando nacijo­nal­soci­ja­lis­mus taj i diskri­mi­na­cija andi dujti republika, phagle. Oj le ter­dschivde ko­jenge alava taj te feschti­ni­pes­kere ardschu­mi­pes­kere koji lakla. I kinstler­kija lakeri bibas­tali cajt, savi oj ter­dschiv­tscha, ande feschtime kipi fa­butscha­lin­tscha, save ham mindig meg o bibas­talo tra­dipe sikan.

Ande vodinipeskere alava: Erich Schneller
Pradipe: BR Inge Posch-Gruska

Pradimo Kher Erba (OHO), Lisztgasse 12, 7400 Erba. Pradipeskere cajtscha: he. – parasch. 8:00 – 14:00 orenge vaj pal harangoskero arkeripe telal 03352/38555 OHO. Link: http://www.vhs-roma.eu

(volksgruppen.orf.at)

Ausstellung: Otto Pankok

Dezember 6th, 2015  |  Published in Kunst & Fotografie, Veranstaltungen & Ausstellungen

Otto Pankok, Ringela / Ausschnitt (Foto: Kai Dikhas)Otto Pankok: Porträts Düsseldorfer Sinti (1931-1949)

Ausstellung in Berlin – noch bis 19.12.2015

Neben dem Expressionisten Otto Mueller ist Otto Pankok (1893 – 1966) der wohl be­deu­tendste deut­sche Künst­ler des 20. Jahr­hun­derts, des­sen Leben und Werk in enger Be­zie­hung zur Minder­heit der Sinti und Roma stehen (siehe auch dROMa 13/2007). Die Porträts ent­stan­den vom Beginn der 30er Jahre bis zu sei­nem Lebens­ende und um­fas­sen alle künst­le­ri­schen Tech­ni­ken, derer er sich be­diente. Wäh­rend Dar­stel­lun­gen von Sinti und Roma in der bil­den­den Kunst oft von tief ver­wurzel­ten Stereotypen oder exo­tisch-roman­ti­schen Pro­jek­tio­nen über­lagert sind, lässt Otto Pankok die von ihm porträ­tier­ten Men­schen in ihrer Individualität und in ihrer un­be­ding­ten Würde hervor­tre­ten.

Zu seiner Eröffnung zeigt das Dokuz Sinti und Roma (Berlin) eine reprä­sen­ta­tive Aus­wahl der Kohle­zeich­nun­gen, Bronzen und Grafi­ken Otto Pankoks.

Dokuz Sinti und Roma (Berlin) in Zusammen­arbeit mit dem Otto Pan­kok Mu­seum Haus Es­selt und der Galerie Kai Dikhas.

Noch bis 19. Dezember 2015. Eintritt frei!
Dokuz Sinti und Roma (Berlin), Zugang über die Galerie Kai Dikhas im EG
Prinzenstraße 84, Aufgang 2 (Ecke Oranienstr. / Stallschreiberstr.)

(Text: Kai Dikhas)

Ausstellung „Was bleibt“ in Wien

November 28th, 2015  |  Published in Geschichte & Gedenken, Kunst & Fotografie, Veranstaltungen & Ausstellungen

Was bleibt (Foto: M-Schmiedt)Was bleibt. Fragmente einer fortwährenden Vergangenheit.

Ausstellungseröffnung & kommentierter Rundgang mit der Künstlerin Marika Schmiedt.

4. 12. 2015, 17:00 Uhr
Aula der Akademie der bildenden Künste
Schillerplatz 3, 1010 Wien

Auf der Grundlage der nationalso­zia­lis­ti­schen Ras­sen­ideo­lo­gie wurden Roma/Rom­nija und Sinti/Sin­tize er­fasst und schließlich in die Vernichtungs­lager deportiert und ermordet. Die Geschichte dieser Verfolgung ist in Öster­reich nur selten Gegen­stand eines öffent­li­chen Gedenkens und zeit­geschicht­licher Forschung. Dies pre­karisiert umso mehr die Position nach­folgender Generationen und erschwert den not­wen­digen Verweis auf die Konti­nui­tä­ten von Ver­folgung und Stig­mati­sierung. Marika Schmiedts Aus­stel­lung macht diese Margi­na­li­sie­rung an­hand ihrer eige­nen Familien­geschichte greifbar und konfron­tiert mit erschrecken­der Aktua­li­tät. Zur Er­öffnung der Aus­stel­lung werden im Rahmen eines ge­mein­sa­men kom­men­tier­ten Rund­gangs mit Marika Schmiedt und dem Gedenk­projekt Uckermark Wien in ver­schie­denen Sta­tio­nen die spe­zi­fi­sche Verfolgung von Romnija und Sintize, Kon­tinui­tä­ten von Aus­gren­zung und Handlungs­perspek­ti­ven in Gedenken und Politik dis­kuriert.

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Dresden: RomAmoR-Festival Hellerau

September 9th, 2015  |  Published in Kunst & Fotografie, Musik, Veranstaltungen & Ausstellungen

Vorurteile abbauen

In Dresden ist vorgestern im Europäischen Zentrum der Künste Hellerau das inter­natio­nale Festival „RomAmoR“ gestar­tet, das sich als Hom­mage an die Sinti- und Romakulturen versteht. Dabei soll es kein Gipsy-Festival wie alle an­de­ren sein, sagen die Or­ga­ni­sa­to­ren.

(Weiter auf der Website des Deutschlandfunks)

Zur Seite des Festivals, 7.-27. September 2015

Rateha, pisoha taj suvaha

September 6th, 2015  |  Published in Kunst & Fotografie

Robert Gabris (Foto: JawDikh!)Jek Roma kinstleri andar i Slovakija, savo vaschi diskriminacija taj tschulo schajipe leskera butjatatar naschi gelo, del Betschiste la kunstake sa. Muguli peskero rat.

Angle leste jek parno papruschi hi. Ande leskero va jek schlauchlina hi, ande savo leskero rat ande hi. Tschak eklik milililitertscha hi, save andar leste ari fojnen, kaj schaj jek kunstakero verk ol, te ov o piso lija: le Robert Gabrisiskere „Rateskere kipi“ jek ardschumipe leskere andrunestar hi, savo ov le pradipeske sikal; ham te jek andrutno drom, o direktakero phandlipe maschkar kunstakero verk taj kinstleri te rodel, sar ov le betschitike nevipeskere papuschiske „Wiener Zeitung“ phukal.

Kledalosinipe leskere teschtostar

Dschidokle Gabris pro rat upro o parno feschtinel, o cajchnimo lole clicarinel. Pal harni cajt hejli lo ol, vaj sar o Gabris phenel, „phuvano“. O kipo parul pe, „Afka te o phutschipe la eksistencatar phutschlom. Saj dur daurinel jek ileto? Taj saj dur adala kipi, save kertschom eksistirna?“.

(volksgruppen.orf.at)